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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 32208
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, wir haben eine Reise nach Peru gebucht, die

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, wir haben eine Reise nach Peru gebucht, die aufgrund der aktuellen Corona-Reiserestiktionen abgesagt wurde. Unser Reiseanbieter bietet uns aber keine Erstattung, sondern nur eine Verschiebung oder Gutschrift des Reisepreises an.
JA: Haben Sie einen Kaufbeleg oder eine Rechnung?
Customer: Haben wir aus Ihrer Sicht einen Anspruch auf Erstattung des (vollständigen) Reisepreises?Falls ja, was wäre aus Ihrer Sicht jetzt sinnvoller: Das Geld, ggf. auch auf dem Rechtsweg, einzufordern oder das Angebot wahrzunehmen, die Reise auf einen anderen Zeitraum umzubuchen (Insolvenzrisiko)?
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Ja, Rechnung liegt vor

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie haben einen Anspruch auf Erstattung des vollständigen Reisepreises gegenüber dem Veranstalter. Sie müssen sich daher weder auf eine Umbuchung noch auf eine Gutschrift verweisen lassen!

Es liegt unter den gegebenen Umständen der weltweiten Corona-Pandemie ein Fall höherer Gewalt vor, der die Durchführung des Reisevertrages objektiv unmöglich macht.

Als Folge der Pandemie sind internationale und nationale Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Seuche ergriffen worden - Schließung der Grenzen, Zwangsschließungen von Hotels und gastronomischen Betrieben, Einstellung der touristischen Luft- und Schifffahrt sowie Ausgangssprerren und Quarantäne -, die eine Reise unmöglich machen.

Dies gilt auch für Peru, das die Grenzen geschlossen und den internationalen Transport von Passagieren auf dem Land-, Luft-, See- und Flussweg seit dem 16.03.2020 ausgesetzt hat.

Sie haben daher einen Anspruch auf umgehende Erstattung des vollen Reisepreieses gegenüber dem Veranstalter.

Sollte dieser nicht freiwillig Rückzahlung leisten, so können Sie diesen Anspruch notfalls auf dem Rechtsweg erfolgreich durchsetzen!

Haben Sie keine Nachfragen, dann geben Sie bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Rechtsberatung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Wir überlegen, die Reise im nächsten Jahr zu machen. Wie stehen denn unsere Chancen, im Falle einer (in der aktuellen Situation nicht ausgeschlossenen) Insolvenz des Reiseveranstalters, unseren gezahlten Reisepreis zurückzuerhalten?

Neben dem Preis für die Reise selbst (rund 12.000 €) stehen auch über den Reiseveranstalter gebuchte Flüge aktuell zur Disposition (rund 5.000 €). Wie verhält es sich hier mit der Rückerstattung?


Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

 

Sie sprechen es bereits an: In Anbetracht der krisenhaften Situation, im Besonderen für die Tourismusbranche, besteht in der Tat ein sehr hohes Insolvenzrisiko.

 

Dieses Risiko tragen Sie. Im Falle einer Insolvenz wären Sie auf die Ouote gesetzt. Das bedeutet, dass Sie den Reisepreis äußerstenfalls anteilig zurückerhalten würden, sofern überhaupt noch zu verteilende Masse vorhanden wäre.

 

Die Rückerstattungspflicht gilt in gleicher Weise für die gebuchten Flüge - es gilt insofern nichts Abweichendes. Sie können daher auch diese Beträge zurückerstattet verlangen.

Haben Sie keine Nachfragen, dann geben Sie bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Rechtsberatung.

 

Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Auf unserer Rechnung steht folgender Hinweis bzgl. der Flugstornierung, auch wurde uns vom Reiseveranstalter mitgeteilt, dass wir nur Geld zurückerhalten, wenn die Airline storniert:
Für die Flüge gelten gesonderte Storno- und Umbuchungsbedingungen: Die Stornogebühren liegen bei 100 %
abzüglich Steuern nach Ticketausstellung. Umbuchungen bzw. Namensänderungen sind nach Ticketausstellung leider nicht
möglich. Wir empfehlen den Abschluss einer Reise-Rücktrittskosten-Versicherung! Bitte beachten Sie, dass wir als
Reiseveranstalter lediglich der Flugvermittler sind. Eventuelle Beschwerden, die die Fluglinie betreffen, leiten wir gerne für Sie weiter.

Eine Airline kann in Ihren Vertragsbedingungen das Rücktrittsrecht des Kunden nicht wirksam ausschließen, oder ein solches nur für sich beanspruchen. Eine solche Regelung in AGB ist gemäß § 307 BGB unwirksam.

 

Da seit Eintritt der Corona-Krise ein Fall höherer Gewalt vorliegt, haben sämtliche Kunden gebuchter Reisen ein kostenfreies Rücktrittsrecht.

 

Des Weiteren können diese - da auch die Flugbeförderungsverträge objektiv nicht mehr erfüllt werden können - einen Anspruch auf Rückzahllung des vollständigen Reisepreises.

Haben Sie keine Nachfragen, dann geben Sie bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Rechtsberatung.

 

Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Kann ich Ihnen die Rechnung sowie das Kündigungsschreiben unseres Veranstalters zur Prüfung zukommen lassen, sodass Sie uns einen Text für den wirksamen Rücktritt von der Reise zukommen lassen können?

Gern kann ich Ihnen nach bereits erfolgter umfassender Beantwortung Ihrer Anfrage im Rahmen des Premium Service zusätzlich den gewünschten Text erstellen.

 

Ich unterbreite Ihnen diesbezüglich ein Angebot.

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.

Vielen Dank.

 

Übermitteln Sie mir bitte die Dokumente.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Wie funktioniert das? Kann ich diese irgendwo hochladen? Oder haben Sie eine E-Mail-Adresse für mich?

Sie können die Unterlagen über das Heftklammersymbol problemlos hochladen.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Alles klar, danke

Ok, ich werde Ihnen zeitnah das Schreiben hier einstellen.

Sie können das Schreiben wie folgt formulieren:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

unter Bezugnahme auf Ihr Schreiben teile ich Ihnen mit, dass ich von Ihren optionalen Angeboten auf Umbuchung respektive Gewährung eines Vouchers keinen Gebrauch machen werde.

 

Vielmehr fordere ich Sie auf, sämtliche Vorauszahlungen unverzüglich zurückzuzahlen.

 

Die ausgebrochene Corona-Pandemie begründet, wie Sie wissen, einen Fall höherer Gewalt.

 

Dieser Umnstand berechtigt mich zum Rücktritt von dem geschlossenen Reisevertrag gemäß § 651 h BGB.

 

Nach der keiner Auslegung zugänglichen gesetzlichen Regelung in § 651 h Absatz 3 BGB kann ein Reiseveranstalter in Fällen höherer Gewalt auch keine Entschädigung beanspruchen.

 

Zu Ihrer Orientierung erlaube ich mir, die maßgebliche Bestimmung wiederzugeben:

 

Abweichend von Absatz 1 Satz 3 kann der Reiseveranstalter keine Entschädigung verlangen, wenn am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblich beeinträchtigen. Umstände sind unvermeidbar und außergewöhnlich im Sinne dieses Untertitels, wenn sie nicht der Kontrolle der Partei unterliegen, die sich hierauf beruft, und sich ihre Folgen auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden wären.

 

Das bedeutet, dass Sie sämtliche Vorauszahlungen zurückzuerstatten haben.

 

Sofern Sie nun in Ihrem Schreiben mitteilen, dass sich die Tourismusindustrie in einer sehr schwierigen Lage befinde und Sie mir aus diesem Grunde eine Rückerstattung des Reisepreises zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht "in Aussicht stellen können", halte ich dieses Ansinnen für überaus grenzwertig und befremdlich.

 

Sie können kaum erwarten, dass ich Ihrem Unternehmen Kredit gewähre, indem ich auf meine Rückzahlungsforderung Verzicht leiste.

 

Ich fordere Sie daher auf, sämtliche Vorauszahlungen umgehend zurückzuerstatten.

 

Zur Erfüllung Ihrer Zahlungspflicht setze ich Ihnen eine Frist von maximal 14 Tagen ab Briefdatum.

 

Nach Ablauf dieser Frist werde ich ohne weitere Ankündigung den Rechtsweg beschreiten und einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung der Rückerstattungsforderung beauftragen.

 

Dessen Kosten hätten Sie nach Ablauf der Ihnen gesetzten Frist sodann als Verzugsschaden ebenfalls zu tragen.

 

Zur Meidung dieser rechtlichen Weiterungen sehe ich einer fristgerechten Zahlung in den nächsten Tagen entgegen.

 

Datum/Unterschrift

Kunde: hat geantwortet vor 2 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Sehr gern geschehen!