So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 34806
Erfahrung:  Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe ein kleines Problem. Ich habe eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich habe ein kleines Problem. Ich habe eine Werbeagentur und wurde von einer Firma namens Digitalbeat GmbH angerufen und wir hatten über Messetickets (Sponsorentickets) gesprochen. Diese lehnte ich bereits am Telefon ab und antwortete ihm nochmal per Mail exakt diese Nachricht: "Hi Florian,wir haben uns nochmal kurz besprochen. Das Angebot klingt interessant, ohne Zweifel. Jedoch ist es für uns finanziell für dieses Quartal zu teuer. Wir schlagen jedoch vor, dass wir uns die Messe gerne dieses Jahr mal anschauen und das VIP-Ticket 2x bestellen würden. Und im nächsten Jahr werden wir, sollte uns diese Veranstaltung gefallen, gerne als Sponsor auftreten wollen.Viele Grüße, " Daraufhin erhielt ich eine verbindliche Rechnung und soll diese jetzt zahlen. Dabei wollte ich keine Tickets buchen sondern selber auf der Website welche bestellen.
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Nordrhein-Westfalen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Das wärs

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie sind zu keinen Zahlungen und verpflichtet, und Sie können daher die geltend gemachte Forderung ohne weiteres zurückweisen.

Unter den mitgeteilten Umständen ist ersichtlich kein Vertrag begründet worden, denn es fehlt bereits an zwei aufeinander Bezug nehmenden rechtlich erheblichen Willenserklärungen, die auf einen Vertragsschluss gerichtet sind - nänlich Angebot und Annahme.

Zwar hat die Firma Ihnen ein Angebot unterbreitet. Dieses haben Sie allerdings nicht angenommen.

Sie haben zunächst telefonisch keinen Zweifel daran gelassen, dass Sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht an dem Erwerb von Messetickets interessiert sind.

In Ihrer anschließenden E-Mail haben Sie noch einmal unmissverständlich klargestellt, dass Ihnen das Angebot derzeit zu teuer ist.

Diese Formulierung ist auch keiner Auslegung zugänglich.

Sie haben daher das Angebot der Firma nicht angenommen mit der Folge, dass schon überhaupt keine vetragliche Einigung begründet worden ist.

Weisen Sie daher die Forderung der Firma unter ausdrücklicher Berufung auf die vorstehend dargestellte und eindeutige Rechtslage zurück!

Haben Sie keine Nachfragen, dann geben Sie bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Rechtsberatung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Hallo, erstmal vielen lieben Dank für die schnelle Antwort. Ich hoffe Sie haben richtig verstanden, dass ich den Sponsorentickets in meiner Mail abgesagt habe, jedoch irgendwie unmissverständlich gesagt habe, dass wir die 2x VIP Tickets bestellen WÜRDEN. Damit meinten wir aber auf eigene Faust. Ist dann der Kauf immernoch nicht bestätigt? Eigentlich nicht oder? Haben Sie eventuell eine gute Antwort, die ich denen formulieren könnte, parat? Und noch eine Sache: Was mache ich denn, wenn diese mir (wie bereits geschehen), geantwortet haben: "Hallo Herr Tatarowicz,Ihre Bestellung erfolgte ausdrücklich formuliert in unten erwähnter Mail und im Zusammenhang mit mehreren Gesprächen woraus konkludentes Handeln zu erschließen ist. Sie widerspricht auch nicht Ihrem nochmals formulierten Handlungsabsichten, sondern sichert Ihnen im Gegenteil einen günstigeren Preis zu.Gern klären wir sie rechtlich auf:
Ihre schriftliche Buchung und Zusage zu unseren Tickets für die Contra auf Basis Ihrer formulierten Mail ist von jedem Widerruf grundsätzlich ausgeschlossen.Wir informieren Sie hiermit höflich darüber, dass Veranstaltungstickets auch für Workshops von der Rückgabe und vom Umtausch generell ausgeschlossen sind. Der Käufer hat gemäß § 312g Abs. 1, Abs. 2 Nr. 9 BGB kein gesetzliches Widerrufsrecht beim Kauf von Tickets, selbst wenn er nicht als Unternehmer, sondern als Verbraucher Tickets bestellt. Das Widerrufsrecht des Fernabsatzgesetzes greift in diesem Fall ebenfalls nicht, da ein Ausnahmetatbestand vom Anwendungsbereich des Fernabsatzgesetzes gemäß § 312b Abs. 3 Nr. 6 BGB vorliegt.Ich bitte Sie diesbezüglich um Verständnis, dass wir weiterhin an unserer Vereinbarung verbindlich festhalten.
Von weiteren Maßnahmen durch das Forderungsmanagement unseres Partners, der Creditreform AG, von negativen SCHUFA Einträgen und gerichtlichen Schritten, woraus weitere Kosten entstehen, würden wir gern absehen.Darüber hinaus sind wir von allen Mehrwerten unseres Angebotes für Ihre unternehmerische Planung zutiefst überzeugt. Ein weiterer Mailverkehr in dieser Form wird an den vereinbarten Rahmenbedingungen nichts ändern. Wir bitten dafür um Ihr Verständnis.Bei Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.Mit besten GrüßenFabian DittrichCustomer Happiness". Und was soll ich machen, wenn die mir mit der INKASSO Firma drohen und mich anklagen oder Ähnliches? :-(

Zunächst einmal ist korrekt, dass Ihnen als Unternehmer gemäß § 14 BGB kein gesetzliches Widerrufsrecht zusteht.

Zutreffend ist aber ebenso, dass die Sie anrufende Firma gegen geltendes Recht verstoßen hat, denn so genannte cold calls (illegale Werbeanrufe) sind gesetzlich verboten!

Sie können diesen Verstoß der Wettbewerbszentrale, der Bundesnetzagentur und auch Ihrem örtlichen Gewerbeaufsichtsamt zur weiteren Veranlassung melden.

Wenn Sie die beiden Tickets bestellt haben, dann nicht als Agentur, sondern allenfalls als Private, denn Sie haben ja ausdrücklich mitgeteilt, dass Sie bei Gefallen sodann möglicherweise im nächsten Jahr als Sponsor auftreten könnten. Daraus folgt schon zwingend, dass jedenfalls die jetzige Bestellung nicht über Ihre Firma erfolgte!

Haben Sie keine Nachfragen, dann geben Sie bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Rechtsberatung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Nachtrag:

Wenn Sie nun aber ausdrücklich als Private bestellt haben, dann können Sie sich im Übrigen selbstverständlich auch auf Ihr gesetztliches Widerrufsrecht berufen.

Geben Sie dann bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Rechtsberatung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Haben Sie denn noch Fragen? Gibt es (technische) Probleme bei der Abgabe der Bewertung?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Das Problem ist, dass ich dieses Unternehmen selber kontaktiert habe oder über ein Formular einen Rückruf bekommen habe. Jedoch stimme ich Ihnen natürlich bei den anderen Antworten zu. Gilt das dann aber trotzdem? Und haben Sie eine Antwort, die ich denen per Mail antworten könnte? Und was passiert wenn die Ihre Inkassofirma einschalten?

Aus Ihrer Formulierung ergibt sich aber deutlich, dass die Bestellung der beiden Tickets nicht für Ihre Firma erfolgen sollte, sondern für Sie privat. Dann aber steht Ihnen auch das Widerrufsrecht zu.

Gern kann ich Ihnen nach bereits erfolgter ausführlicher Beantwortung Ihrer Ausgangsfrage im Rahmen des Premium Service eine entsprechende Entgegnung formulieren.

Ich unterbreite Ihnen ein Angebot hierzu.

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.

Vielen Dank.

Ich werde Ihnen hier in Kürze eine Erwiderung zu Ihrer Verwendung einstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Vielen Dank! Meinen Sie, dass meine Chancen gut stehen? Und was soll ich tun wenn die diese Mail wieder erwidern und Inkasso einschalten?

Ich werde Ihnen gleich antworten.

Sie können das Schreiben wie folgt formulieren:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

unter Bezugnahme auf unsere bisherige Korrespondenz habe ich Ihnen nach Einholung rechtsanwaltlichen Rats mitzuteilen, dass eine vertragliche Bindung nicht entstanden ist.

Nachdem ich Ihre Offerte bereits telefonisch abschlägig beschieden habe, findet sich auch in meiner anschließenden E-Mail kein textlicher Anhalt, der als eine auf einen Vertragsschluss gerichtete Willenserklärung aufzufassen wäre.

Die inswoeit maßgeblichen Formulierungen lauten:

"Jedoch ist es für uns finanziell für dieses Quartal zu teuer. Wir schlagen jedoch vor, dass wir uns die Messe gerne dieses Jahr mal anschauen und das VIP-Ticket 2x bestellen würden."

Bereits der erste Satz stellt eindeutig klar, dass wir das uns unterbreitete Angebot derzeit nicht annehmen wollen.

Auch der folgenden Formulierung ist nichts Gegenteiliges zu entnehmen: Es handelt sich insoweit um eine bloße Absichtserkläung ohne jeglichen rechtlich bindenden Charakter, denn aus der Formulierung ergibt sich zweifelsfrei, dass lediglich die Absicht besteht, gegebenenfalls die Messe zu besuchen und aus diesem Anlass dann möglicherweise Tickets zu bestellen.

Allein schon aus der Verwendung des Konjunktivs "würden" erschließt sich jedem unbefangenen Dritten, dass mit dieser Formulierung keine Annahme Ihres Angebots zum Ausdruck gebracht wird, sondern eine abschließende und rechtsverbindliche Entscheidung hierüber zu einem späteren Zeiotpunkt vorbehalten bleiben soll.

Ihre abweichende Interpretation findet in der Formulierung keine Stütze und ist rechtlich abwegig.

Mangels Annahme Ihres Amgebots ist demzufolge kein Vertrag begründet worden, der mich zur Zahlungen verpflichtet.

Ich ersuche Sie, nunmehr von weiteren Zuschriften und/oder Kontaktversuchen Abstand zu nehmen.

Datum/Unterschrift"

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Das klingt sehr gut! Vielen Dank! Würde es Sinn machen dort das Argument reinzunehmen, dass ich als Privatperson sowieso ein Widerrufsrecht habe?

Ein Widerrufsrecht scheidet in der Tat aus, denn - das hatte ich eingangs schlicht überlesen - es handelt sich um Veranstaltungstickets. Für diese besteht kein Widerrufsrecht. darauf kommt es aber rechtlich letztlich nicht an, denn hier fehlt es schon an einer vertraglichen Einigung.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Alles klar. Dann vielen Dank erstmal! Der Text klingt sehr gut. Ich werde es so dann mal in Form bringen und denen zurückschreiben. Sie hatten mir meine Frage noch nicht vollständig beantwortet: Was soll ich tun wenn die die Rechnung nicht zurückweisen werden und Inkasso einschalten? Und kann ich mich außerhalb dieser Plattform in einem solchen Fall bei Ihnen melden?

Sie sollten hier hartnäckig bleiben und keine Zahlung leisten, denn ein Vertrag ist nicht begründet worden. Melden Sie sich gern zurück, wenn man Ihnen Probleme bereiten sollte.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Okay, vielen Dank!

Gern!

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Vielen vielen Dank nochmal! Ich habe die Nachricht abgeschickt und werde mich ggf. dann nochmal bei Ihnen melden. Ich habe mir Ihre Homepage angeschaut und würde Ihnen gerne eine neue Homepage mit einem Beratungsformular anbieten. Gerne können Sie mich dazu mal anrufen: 015254263597Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen!

Ok, Ihnen ebenfalls einen schönen Tag!