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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 19516
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo. Ich habe für Juli mit meiner Familie eine Reise nach

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo. Ich habe für Juli mit meiner Familie eine Reise nach Namibia gebucht und müsste stornieren. Fallen 'ganz normal' die Stornogebühren der AGB des Veranstalters an? Im Moment hat Namibia Einreiseverbot für Deutsche. LG
JA: Haben Sie offizielle Dokumente bezüglich des Einreiseverbotes?
Customer: Webseite Auswärtiges Amt
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Stornogebühr beträgt im Moment 20% - ab 90 Tage vor Reisebeginn 50%. Wenn ich jetzt entscheide zu stornieren sagt der Veranstalter, dass ich ja nicht wüsste, ob das Einreiseverbot im Juli noch besteht. Wenn ich aber warte, werden eventuell 50% des Reisepreises fällig...

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

Ich bin RAin Schiessl, mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung. Ich bitte um Geduld, während ich an der Frage arbeite

Die aktuelle Entwicklung ändert sich auf grund der jeweiligen Situation täglich. Ich kann Ihnen daher nur ungefähr die Verhaltensempfehlungen geben, weil ich nicht weiß, wie sich die Situation im Juli gestaltet.

Wesentlich sind die aktuellen Hinweise der Bundesregierung und des auswärtigen abends. Nach Paragraph 651 A Abs. 3 BGB kann sich ein Reisender vor Reise antritt von Pauschalreisevertrag lösen. Vorausgesetzt wird, dass man Reiseort oder in dessen unmittelbarer Nähe außergewöhnliche umstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise erheblich beeinträchtigen
Solche Umstände können vorliegen wenn die Beförderung an den Bestimmungsort der Reise erheblich beeinträchtigt wird
Unvermeidbare außergewöhnliche Umstände sind Umstände, die sich nicht kontrollieren lassen.

Die aktuellen Reisewarnung in der Bundesregierung können für außergewöhnliche Umstände sprechen.

Für Juli ist noch alles offen

Ein starkes Indiz ist eine amtliche Reisewarnung des auswärtigen Amts.

Es ist zwar taktisch besser, die Stornierung durch den Veranstalter erfolgen zu lassen, aber das wirtschaftliche Risiko ist natürlich auch wenn sie erst in letzter Sekunde selbst stornieren höher. Von daher würde ich doch empfehlen, zu stornieren, wenn gleich ich die wirtschaftlichen Auswirkungen

nicht beurteilen kann

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Die ReiseWARNUNG ist ja längst überschritten - Deutsch DÜRFEN NICHT nach Namibia einreisen! So hat es die Regierung von Namibia am 17 März verfügt. Was macht das mit der Rechtslage? Es handelt sich ja nicht um persönliches Ermessen!

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

 

das Problem ist nicht, dass es JETZT eine Reisewarnung gut, sondern das Problem ist der Juli.

 

Was dann sein wird, weiß kein Mensch

Vom daher können Sie sich jetzt noch nicht auf die außergewöhnlichen Umstände berufen, sondern erst dann wenn diese im Juli sicher feststehen

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Wenn ich JETZT storniere - und muss 20% des Reisepreises bezahlen - und zum Reisezeitpunkt liegen die aussergewöhnlichen Umstände vor, könnte ich das rückwirkend geltend machen?

Ja, das können Sie obwohl sich der Veranstalter wahrscheinlich wehren wird

Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Hätten Sie abschliessend noch eine ungefähre Prognose wie erfolgversprechend ein Rechtstreit diesbezüglich wäre? Verbraucherschutz vs. höhere Gewalt?

Dazu gibt es keine höchstrichterliche Entscheidung, aber ich denke, dass Sie hier gute Argumente haben

Claudia Schiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Tagen.
Danke für Ihren Rat!

Gerne

Alles Gute