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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 19528
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo, es geht darum wer die Kosten einer Stützmauer zu

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, es geht darum wer die Kosten einer Stützmauer zu tragen hat
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Baden Württemberg
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Wir haben ein leichtes Hanggrundstück in einem Neubaugebiet. Wir sind die ersten die dort Anfangen zu bauen, wollten uns mit unseren Nachbarn treffen um die Höhenlage abzustimmen, der Termin wurde aber von den Nachbarn als nicht notwendig empfunden wir haben ca. von der Strassenoberkante bis zum Ende des Grundstückes einen Höhenunterschied von ca 2 Meter unser Haus befindet sich ca. Auf der Höhe der Strassenoberkante wir haben nun damit wir uns nicht fühlen wie im Keller ca. 80 cm von den 2 Meter im hinteren Bereich abgetrage..unsere Nachbarn wie wir es jetzt mitbekommen haben machen das Grundstück eben zur Strassenoberkante und wollen nun das wir die Stützmauer bezahlen. Wir sind jedoch der Meinung, dass sie die Höhe mehr verändern als wir ca 2 Meter abgraben und somit für die Sicherung aufkommen müssen
Sehr geehrter Ratsuchender,

Vielen Dank für die freundliche Anfrage

Wer abgräbt muss nach dem Gesetz leider die Stützmauer bezahlen .

Das ergibt sich aus Paragraf 909 BGB




§ 909
Vertiefung

Ein Grundstück darf nicht in der Weise vertieft werden, dass der Boden des Nachbargrundstücks die erforderliche Stütze verliert, es sei denn, dass für eine genügende anderweitige Befestigung gesorgt


Daraus ergibt sich die Kostentragung
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Guten Tag,
Danke für ihre Antwort, genau das wissen wir..nur wir graben ja ebenfalls 80 cm ab, der Nachbar jedoch fast 2 Meter.
Jetzt wissen wir nicht ob wir uns weil wir auch 80 cm abtragen an den Kosten Beteiligung müssen, obwohl der Nachbar natürlich erheblich mehr abtragen würde
Das ist eine interessante Frage

Es kommt darauf an , welches Grundstück durch die Abgrabung die Stütze verliert.

Wenn auch die 80 cm etwas ausmachen müssen Sie sich beteiligen
Wenn Ihre 80 cm nichts aufmachen , ist eine Beteiligung nicht erforderlich
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Also das Grundstück des Nachbarn ist dann natürlich 1,2 Meter niedriger als unseres, da sie sich 1,2 Meter tiefer abgegraben haben und den natürlichen Hang beseitigt haben.
Sie sagen uns, dass der der Höher ist stützen muss..wir sehen das natürlich anders da sie den natürlichen Hang viel mehr verändert haben als wir.
Wir tragen 80 cm ab und sie beseitigen den natürlichen Hang komplett
Wir machen von unserer Terrasse eine Stützmauer damit wir noch einen Teil des natürlichen Hanges haben, deswegen sind es bei uns nur 80 cm.
Ich gehe von einer anteiligen Kostentragung aus , denn jeder von Ihnen hat abgegaben
Inwieweit das Grundstück durch die jeweilige Grabung die Stütze verliert wäre eine Frage eines Sachverständigengutachtens


Wenn ich helfen konnte bitte ich um positive Bewertung
Claudia Schiessl und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Der Stützverlust am Nachbargrundstück muss adäquat-kausal auf einer Vertiefung beruhen (BGH NJW 1978, 1051);

Das heißt selbst wenn Sie vertiefen und das Nachbargrundstück verliert dadurch nicht seine Stütze muss keine Kostenbeteiligung erfolgen
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Dadurch dass sie mehr vertiefen als wir, (1,2 Meter) heißt das Sie müssen für die Stütze aufkommen?
Es kommt nicht auf die Vertiefung an sondern Strenggenommen darauf ob diese dazu führt , dass das Nachbargrundstück seine Stütze verliert