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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi,
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1258
Erfahrung:  Juristischer Mitarbeiter at ProfDrPannenRAe
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Hab eine Frage zum Arbeitsrecht: Ich bin bei der hiesigen

Diese Antwort wurde bewertet:

Hab eine Frage zum Arbeitsrecht: Ich bin bei der hiesigen Sparkasse in der Immobilien-Vermittlung tätig mit 31 Wochenstunden Arbeitszeit, meine Kollegin, die mich vertritt mit 25. Unsere Anwesenheitszeiten waren zu aller Zufriedenheit so ausgelegt, dass wir uns außer mittwochs jeden Mittag mit etwa 2,5 Std. "überschnitten", also beide gleichzeitig da waren. Dieses leidige "Corona-Virus" nimmt unser neuer Chef nun zum Anlass, diese Arbeitszeit völlig zu zerpflücken. Wir hätten beide (meine Kollegin und ich), die Möglichkeit, uns gezielt während dieser Überschneidung in der Arbeitszeit in völlig räumlich getrennten Bereichen aufzuhalten. Sogar in anderen Filialen. Da man alle unsere Angebote diesbezüglich ablehnte, haben wir den Verdacht, dass etwas Anderes als wahrer Grund dahinter steckt. Können wir uns irgendwie wehren?
JA: Gibt es gemeinsame Kinder oder Eigentum?
Customer: Keine Kinder, ein eigenes Haus
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Ähm, nein ...

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne helfe ich Ihnen.
Bitte teilen Sie mir ergänzend mit: Verstehe ich Sie richtig, dass der Arbeitgeber Sie und Ihre Kollegin bewusst räumlich trennt und Sie sich dagegen wehren möchten? Aus welchem Grunde möchten Sie räumlich zusammenarbeiten bzw. welches rechtlich begrünbares Interesse haben Sie daran?

Gerne stehe ich Ihnen der Einfachheit halber auch für ein telefonisches Beratungsgespräch zur Verfügung, in dem wir alle Ihre Fragen besprechen können. Buchen Sie dieses gern als Premium-Service hinzu.
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Nein, so ist das nicht. Im Zuge des "Corona-Virus" sollen und müssen wir uns räumlich trennen. Das wollen wir ja auch, aber eben nur zu den Zeiten der Überschneidung unserer Arbeitszeit, damit wir uns nicht im Falle eines Falles beide anstecken. Das reicht unserem Arbeitgeber aber nicht. Wir sollen unseren Urlaub nehmen, in die "Minus-Stunden" gehen, gar nicht mehr zur Arbeit kommen.

Ich verstehe. Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Grundsätzlich kann der Arbeitgeber Sie nicht dazu verpflichten, Ihren Urlaub zu nehmen bzw. "Minusstunden" einzufahren. Vielmehr haben Sie einen Beschäftigungsanspruch und ebenso einen Anspruch auf den Lohn. Wenn der Arbeitgeber Sie nach Hause schickt, so befindet er sich im sogenannten Annahmeverzug. In der Folge behalten Sie Ihren Lohnanspruch. Dies sollten Sie gegenüber Ihrem Arbeitgeber so kommunizieren.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?
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Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
O.k., das war schon mal sehr hilfreich. Vielen Dank. Das Kern-Problem ist ja aber, dass meine Kollegin und ich meinen, es reicht, dass wir uns während der "Überschneidung unserer Arbeitszeit" auseinandersetzen, was räumlich durchaus machbar wäre. Es wird trotzdem abgelehnt. Statt dessen sollen wir uns an "ganzen Tagen" nicht sehen, was aufgrund unserer Arbeitszeiten gar nicht machbar ist.
Kann man uns zwingen, zu "Unzeiten" zu arbeiten ?

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ihr Arbeitgeber hat grundsätzlich ein Weisungsrecht gegenüber seinen Arbeitnehmern - insofern hat er ein weites Ermessen, wie er den Betriebsablauf ausgestaltet. Sie haben Ihrerseits den oben beschriebenen Beschäftigungs- und Lohnanspruch. Wie der Arbeitgeber jedoch die Arbeit ausgestaltet, ist weitestgehend ihm überlassen.

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