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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3410
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Hallo, ich bin 62 Jahre alt, seit 7 Monaten arbeitsunfähig

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich bin 62 Jahre alt, seit 7 Monaten arbeitsunfähig und habe jetzt von der Krankenkasse einen Antrag auf Teilhabe (mit Reha-Antrag und Antrag auf Erwerbsminderungsrente) erhalten. Kann ich gegen diesen Antrag Widerspruch einlegen? Welche Nachteile entstehen mir dadurch und auf was muss ich dabei achten?
JA: Haben Sie Dokumente, die die Krankheit bestätigen?
Customer: Nur meine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Nein

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

 

Ich gehe davon aus, dass Sie die nach § 51 Abs. 1 SGB V eine Aufforderung zur Stellung eines Reha-Antrages binnen 10 Wochen bekommen haben, der ggf. später als Rentenantrag ausgelegt werden kann, wenn eine Reha keinen Erfolg verspricht.

 

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__51.html

 

Eine direkte Verpflchtung zum Rentenantrag ist meines Wissens nur möglich, wenn Sie schone einen Anspruch auf Regelaltersrente hätten, was ich ich nach Ihren Angaben nicht sehe.

 

Gegen die Aufforderung kann Widerspruch eingelegt werden. Das hat insbes. Erfolg, wenn die Voraussetzungen nicht vorlagen, also keine Anhörung gemacht wurde oder Sie noch nciht über 6 Monate krankgeschrieben waren wegen der gleichen Sache oder kein Gutachten des MdK vorliegt, dass von einer erheblichen Gefährdung oder Minderung der Erwerbsfähigkeit ausgeht bzw. in der Entscheidung gar kein Ermessen der KK ausgeübt wird und überhaupt nicht erklärt wird, warum sie meinen, dass die Voraussetzungen zur Aufforderung hier erfüllt sind.

 

Im Zweifel fristgemäß Widerspruch einlegen. Sie gewinnen ggf. wertvolle Zeit mit Krankengeldbezug.

 

Stellen Sie nämlich nicht binnen den 10 Wochen den verlangten Antrag bzw. lassen eine ev. rechtswidrige Aufforderung rechtskräftig werden (ohne Widerspruch), wird Ihnen nämlich auch so das Krankengeld eingestellt.

 

Wenn Sie einmal den Antrag im Rahmen des Aufforderungsverfahrens gestellt haben, ist es oft nicht möglich, diesen noch so einfach zurückzunehmen (Dispositionsrecht).

 

Siehe auch hier:

https://sozialversicherung-kompetent.de/krankenversicherung/leistungsrecht/898-krankengeld-aufforderungsrechte-krankenkasse.html

 

Insofern ergibt es Sinn, im Zweifel durch den Widerspruch genau zu prüfen lassen, ob die Voraussetzungen bei Ihnen auch wirklich vorlagen.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine entsprechende Bewertung ab, denn nur dann erhalte ich meine Vergütung über Just Answer. Nach einer solchen Bewertung können Sie allerdings auch ohne weitere Zusatzkosten an dieser Stelle Nachfragen zum gleichen Thema stellen.


Mit freundlichen Grüßen

 

Olaf Götz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.