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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 32244
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, In Nordrhein-Westfalen, Wir verkaufen derzeit

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: In Nordrhein-Westfalen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Wir verkaufen derzeit Atemschutzmasken über Amazon. Auf der gesamten Plattform haben sich die Preise aller Händler verfielfacht. Meine Frage ist, ab wann wir uns wegen Wucher strafbar machen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

 

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

 

Sie würden sich nur unter den Voraussetzungen des § 291 StGB wegen Wuchers strafbar machen:

 

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__291.html

 

Das wäre nur dann der Fall, wenn Sie die Zwangslage, die Unerfahrenheit, den Mangel an Urteilsvermögen oder die erhebliche Willensschwäche potentieller Käufer ausnutzen würden, um sich einen Preis gewähren zu lassen, der mindestens doppelt so hoch wie der marktübliche Verkaufspreis liegt.

 

Schon daran würde es hier fehlen, da bei den potentiellen Käufern der Masken keine der in § 291 StGB vorausgesetzten besonderen Bedingungen vorliegen würden (Zwangslage, Unerfahrenheit etc.).

 

Sie würden sich folglich nicht wegen Wuchers strafbar machen.

Geben Sie bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Rechtsberatung.

 

 

Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank, trifft dies ebenfalls zu, falls eine Epidemie in Deutschland ausbricht und der Kunde sich daher in einer Zwangslage befindet?


Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

 

Sollte die Ausbreitung der Krankheit tatsächlich epidemische Ausmaße annehmen, dann wäre tatsächlich eine abweichende Beurteilung der Rechtslage geboten, denn in diesem Fall läge in der Tat eine Zwangslage im Sinne des § 291 StGB vor.

 

Dann könnte bei Überschreiten des marktüblichen Preises um das Doppelte eine Strafbarkeit nach § 291 StGB auch in Betracht kommen.

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Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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