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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 32817
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich arbeite Teilzeit und habe

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren, ich arbeite Teilzeit und habe aus familiären Gründen meine Arbeitszeit auf 75% sprich 30 h reduziert. In meinem Arbeitsvertrag sind keine Vereinbarungen über Mehrstunden enthalten. Natürlich springe ich im Notfall ein, das ist kein Thema. Allerdings plant mich mein Chef von vornherein immer mehr ein. Letztens sollte ich 39 h arbeiten pro Woche. Ich arbeite in einer Kita und wir bekommen unsere Dienstpläne immer aller 14 Tage. Da ich aber ein pflegebedürftiges Kind habe, mit Pflegestufe 2 kann ich auch nicht mehr arbeiten gehen. Mein Chef weiß davon aber hält sich nicht daran. Nun hat er mit in der besagten Woche einen Dienst mit 33 h gegeben und mit mir unschön diskutiert. Weiterhin haben wir aller 14 Tage Dienstberatung und da kam es schon öfter vor, dass ich bspw. an diesem Tag eine Arbeitszeit von 07:45 Uhr bis 13:00 Uhr hatte und dann nochmals in die Kita fahren musste, weil die Dienstbratung immer von 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr geht. Meine Frage, ist dies überhaupt zulässig? Denn ich habe somit nichts von meinem kurzen Tag. Und noch eine dritte Frage liegt mir auf dem Herzen. Ich arbeite 5 Tage die Woche und eigentlich 30 h. Davon habe ich 2 h eine Vor- und Nachbereitungszeit. Da mich mein Chef aber so plant und ich die 30 h schon in 4 Tagen geleistet habe, gibt er mir einen Tag frei, streicht aber dafür meine Vor- und Nachbereitungszeit um 24 min.. Was aber kann ich dafür, wenn er mich so plant, dass ich meine 30 h schon an 4 Tagen abgegolten habe? Kurz zur Erklärung die 2h Vor- und Nachbereitungszeit gliedern sich wie folgt. 120 min / 5 Tage = 24 min pro Tag. Ein Gespräch mit meinem Chef ist aussichtslos, deshalb hoffe ich auf eine rechtliche Grundlage. Letztens meinte er, ich hätte ja nun 1 Woche Urlaub und da könne er mich nach meinem Urlaub auch mehr einplanen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Liebe Grüße Susan Chudalla
JA: Was für einen Arbeitsvertrag haben Sie?
Customer: Einen befristeten Arbeitsvertrag bis August 2021 mit 75% (30h) pro Woche.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Nein

Sehr geeehrtre Ratsuchende,

 

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.


Wenn in Ihrem Arbeitsvertrag keine Verpflichtung zir Mehrarbeit geregelt ist, dann sind Sie in keiner Weise verpflichtet über die reugläre Arbeitszeit hinaus Mehrarbeit zu leisten. Eine Ausnahme kann allenfalls dann bestehen, wenn für den Betrieb eine existenzbedrohende Notlage vorliegt. In diesem Falle können Sie ausnahmsweise zur Mehrarbit verpflichtet werden.

 

Was nun die Arbeitszeit anbelangt, so kommt es darauf an. Ist in Ihrem Arbeitsvertrag nichts geregelt, so hat der Arbeitgeber Ihnen gegenüber ein Weisungsrecht (Direktionsrecht) wann (Uhrzeit, Wochentage) Sie zu arbeiten haben. Dabei hat er allerdings seine Interessen gegen die Arbeitnehmerinteressen abzuwägen.

 

Was die Vor- und Nachbereitungszeit anbelangt, so zählt diese grundsätzlich zur Arbeitszeit. Wenn Sie nun aufgrund der Arbeitserledigung in 4 Tagen die 24 min nicht benötigen dann darf der Chef Ihnen diese Arbeitszeit nicht einfach streichen. Wenn Sie diese Zeit nicht benötigen dann muss der Chef nach § 615 BGB (Betriebsrisiko) diese Zeit dennoch vergüten und Sie müssen diese Zeit dann auch nicht nacharbeiten.

 

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Vielen Dank und wie sieht es mit dem Dienst bzgl. der Dienstberatung aus? Darf mein Chef mir eine Arbeitszeit von 07:45 bis 13:00 Uhr geben und mich dann noch einmal einbestellen in die Kita für die Dienstberatung, die dann von 16:30 bis 18:30 Uhr geht? Und wenn ja, was ist mit der Zeit dazwischen? Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

wenn Sie im Arbeitsertrag nichts geregelt haben, dann darf der Arbeitgeber dies grundsätzlich.

 

Allerdings muss er dann eine Abwägung tätigen zwischen den Arbeitgeber und den Arbeitnehmerinteressen. Es kommt also darauf an ob hier ein Grund besteht die Beratung erst ab 16.30 beginnen zu lassen.

 

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
In Ordnung vielen Dank.

Gerne!

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.