So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 31593
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Mein Arbeitgeber hat 10 Jahre lang Nasenpircings erlaubt.

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Arbeitgeber hat 10 Jahre lang Nasenpircings erlaubt. Nun hat sich die Farbe meiner Uniform geändert und er hat eine neue Kleiderordnung herausgegeben mit dem Verbot für Nasenpircings. Andere Piercings sind darin nicht erwähnt.
JA: Was für einen Arbeitsvertrag haben Sie?
Customer: Welche Unterschiede gibt es da
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Nein

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

 

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

 

Das Verbot ist nicht rechtens.

 

Zunächst einmal ist durch die zehnjährige Duldung des Piercings ein schutzwürdiger Vertrauenstatbestand entstanden: Da Ihr AG über diesen erheblichen Zeitraum das Piercing zu keinem Zeitpunkt rechtlich beanstandet hat, durften Sie davon ausgehen, dass Ihr AG auch in Zukunft keine Einwände erhebt.

 

Das jetzige Verbot ist daher treuwidrig, denn Ihr AG setzt sich damit in Widerspruch zu seinem eigenen Vorverhalten.

 

Rechtlich maßgeblich ist aber letztlich, dass das Tragen eines Piercings von dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht gedeckt ist.

 

Eingriffe in dieses gesetzlich geschützte Recht sind daher nur bei Vorliegen eines schwer wiegenden Grundes gerechtfertigt.

 

Eine Untersagung von Piercings wird daher nach der Rechtsprechung auch nur dann für zulässig gehalten, wenn der AN in einem erhöhten Kundenkontakt steht oder wenn Sicherheitsaspekte oder hygienische Erwägungen ein solches Verbot tragen und rechtfertigen.

 

Liegen diese Voraussetzungen in Ihrem Fall nicht vor, so ist das Verbot auch wegen Verstoßes gegen Ihr Persönlichkeitsrecht rechtswidrig!

Geben Sie bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Beratung.

 

Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ich bin Luftsicherheitsassistentin also im ständigen Kundenkontakt nur ist wie besagt vor 10 Jahren erlaubt worden das wir Piercings und Tatoos tragen dürfen. Tattoos sind weiterhin sichtbar erlaubt und auch Porcings in Augenbrauen nur eben in der Nase nicht. Hab ich da ein gleichberechtigungs Recht.

Dann gilt in jedem Fall Teil 1 meiner obigen Darlegungen: Sie können sich hier kraft der 10-jähigen betrieblichen Übung/Duldung ohne weiteres auf einen Vertrauenstatbestand berufen.

 

Diesen kann Ihr AG auch nicht auf der Grundlage seines Dirketions- und Weisungsrechts einfach beseitigen, sondern die Dudung ist Inhalt und Bestandteil des Arbeitsvertrages geworden, und zwar durch schlüssiges Handeln (Konkludenz).

 

Im Übrigen stellt sich das Verbot nur des Nasenpiercings als dirkrimierend dar, wenn die übrigen Formen des Piercings erlaubt bleiben sollen. Auch aus diesem Grund ist die Weisung Ihres AG rechtswidrig!

Geben Sie dann bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Beratung.

 

Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort

Sehr gern geschehen!

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt