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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 31726
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo,guten Tag! Schleswig-Holstein, Ab wann gilt eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,guten Tag!
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Schleswig-Holstein
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Ab wann gilt eine stillschweigende Duldung eines Hundes als Erlaubnis der Haltung? In diesem Fall lebt meine 15 jährige Hündin seit Ostern/2018 bei mir,eine zweite(2jährige)seit Juni2019. Lebe mit meiner Vermieterin in einem Haus, sie hat selber einen Hund seit 2018 und will nun auf einmal,dass ich wegen der Hunde die Wohnung verlasse. Es hat rein persönliche Gründe bei ihr,die Hunde werden vorgeschoben. Niemand um Haus fühlt sich von ihnen belästigt,gestört etc, sie sind absolut ruhig in der Wohnung. ich nehme sie mit zur Arbeit und habe noch einen Schrebergarten u ein Hausboot, wo ich mich in der Saison viel aufhalte. Selbst die 2.Vermieterin,die ursprünglich keine Hunde in der Wohnung wollte aus Angst vor Lärmbelästigung etc hat keine Schwierigkeiten mit meinen beiden. Nun hat die 2.Vermieterin ein Schreiben aufgesetzt,wo ich unterschreiben soll, dass ich bis 30.11. die Wohnung verlasse,solange würden die Hunde geduldet.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

 

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

 

Sie müssen der Aufforderung der Vermieterin nicht Folge leisten, denn durch die nahezu zweijährige Duldung hat Ihre Vermieterin jegliches Recht durch Zeitablauf verwirkt, von Ihnen die Entfernung des Hundes einzufordern.

 

Während dieses knapp zweijährigen Zeitraumes hat die Vermieterin die Haltung Ihres Hundes zu keinem Zeitpunkt gerügt und rechtlich beanstandet.

 

Sie konnten und durften daher davon ausgehen, dass Ihre Vermieterin Einwände gegen die Haltung Ihres Hundes auch in Zukunft nicht mehr vorbringen wird.

 

Es ist somit ein schutzwürdiger Vertrauenstatbestand durch die lang anhaltende Duldung der Vermieterin geschaffen worden, auf den Sie sich ohne weiteres nunmehr berufen können.

 

Die Folge ist, dass die Vermieterin mit sämtlichen Einwendungen rechtlich ausgeschlossen ist.

 

Weisen Sie daher die Forderung der Vermieterin nach Entfernung Ihres Hundes unter ausdrücklicher Berufung auf die vorstehend dargestellte Rechtslage zurück!

Geben Sie bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Beratung.

 

Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Was ist mit Hund 2(seit 6/2019)? Ich habe sie als Notfallpflege übernommen aber da ihr Frauchen dauerhaft Pflegefall ist,kommt sie nicht zurück. Wir sind sehr zusammengewachsen,sie hat von meiner alten Hündin noch lernen können,die aber „in ihren letzten Zügen legt“. Ich rechne täglich damit, dass sie nicht mehr aufwacht. Es wäre in absehbarer Zeit dann wieder nur ein Hund.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Könnten Sie bitte noch einmal schriftlich formulieren
1. warum ich nicht „Vertragsbruch“ begangen und gegen „Regeln verstoßen habe“ wie sie es nennt (Klausel im Mietvertrag, dass schriftlich Erlaubnis von Hunde-oder Katzenhaltung eingeholt werden muss)
2. sie nicht Hundehaltung generell verbieten kann (Sie zitierten eine Urteilslage) sondern sie nur mit trifftigem Grund untersagt werden kann,der aber nicht vorliegt..

Die“Böse“hat anfangs sogar Hundehaltung protegiert(sie hatte auch immer einen Hund, das wäre so toll für ihre Tochter etc), da die 2.Vermieterin ursprünglich ohne Hund vermieten wollte. Diese hat aber jetzt überhaupt kein Problem mit meinen Hunden. Die „böse“ Vermieterin hat mittlerweile auch wieder einen eigenen Hund(seit 2018),der übrigens öfter mal bellt. Meine Hunde sind still.


1. Sie haben deshalb keinen Vertragsbruch begangen, weil die Vermieterin durch Ihre lang andauernde Duldung unmissverständlich signalisiert hat, dass sie gegen die Hundehaltung keine Einwände erheben will. Damit hat sie sich Ihnen gegenüber durch schlüssiges Verhalten mit der Hundehaltung einverstanden erklärt. Ihr jetziges Vorbringen, Sie hätten einen Vertragsbruch begangen, steht daher in Widerspruch zu ihrem eigenen Vorverhalten und ist daher treuwidrig und somit rechtlich unbeachtlich.

 

2. Eine Hundehaltung kann nur untersagt werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn von der Hundehaltung eine Gefahr für Dritte ausgeht (Kampfhund), oder wenn die Haltung mit nicht mehr zumutbaren Lärmbelästigungen verbunden ist. Liegen solche Umstände aber nicht vor, so kann die Hundehaltung auch nicht verboten werden.