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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 32678
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Es geht um eine Kündigung in der Probezeit. Der junge Mann

Diese Antwort wurde bewertet:

Es geht um eine Kündigung in der Probezeit. Der junge Mann ist seit 1.1.20 bei der Seniorenresidenz Fontiva in Leinem angestellt. Das Altersheim wird bald neu eröffner. Er konnte aufgrund baulicher Verzögerung seine eigentliche Tätigkeit als Koch noch nicht aufnehmen und hat daher die Post gemacht, Matratzen ausgepackt u.s.w..Letzten Sonntag war die GF aus Potsdam da, die ihn nur kurz gesehen hat aber nicht mit ihm geredet hat. Letzte Woche hat er dann eine ordentliche Kündigung in der Probezeit ohne Begründung direkt von der GF bekommen. Da der junge Mann noch garnicht seine eigentliche Tätigkeit ausgeführt hat, kann es nicht an der fachlichen Qualität liegen. Ee hat mit seinem Vorgesetzten, der ihn auch eingestellt hat, gesproche n - dieser wusste nichts von der Kündigung. Das ist merkwürdig. Mein Verdacht ist, dass die GF einfach keinen arabischen Mitarbeiter haben möchte. Beweis gibt es leider nicht. Gibt es da rechtliche Möglichkeiten? Leider ist es so, dass der junge Mann nicht viel Geld hat.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Baden-Württemberg
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Arbeitsvertrag liegt vor

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

 

Nach dem AGG darf nun niemand aufgrund seiner Hautfarbe oder seiner Religion oder sein Staatszugehörigkeit benachteiligt werden. Sollte dies dennoch der Fall sein, so hat der Mitarbeiter einen Anspruch auf Schadensersatz.

 

Allerdings sehe ich hier zwei Probleme:


zum einen (wie Sie selbst ansprechen) muss der Nachweis geführt werden, dass der Mitarbeiter aufgrund seiner Staatszugehörigkeit gekündigt wurde. Ein bloßer Verdacht reicht hier nicht aus.

 

zum anderen muss auch ein Schaden nachweisbar sein. An einem Schaden fehlt es hier leider, da der Arbeitgeber in der Probezeit seinen Mitarbeiter auch ohne konkreten Grund innerhalb der 14 Tagesfrist kündigen hätte können. Der Anspruch auf Gleichbehandlung hätte also die Kündigung nicht verhindern können.

 

 

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

 

Rechtsanwalt

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