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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 13351
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Ich war 3 Jahre und 3 Monate in einem Unternehmen

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich war 3 Jahre und 3 Monate in einem Unternehmen beschäftigt und habe in der Zeit 58.000 € Provisionsvorschuss bekommen.
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: NRW
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Das Arbeitsverhältnis endete zum 31.07.2019 und mein früherer Arbeitgeber will jetzt ab Januar mir 4,75% Verzinsung, das Geld zurück haben.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.
Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.
Bitte erlauben Sie mir zur Vermeidung von Missverständnissen folgende Nachfrage:
Was steht zu den Provisionsvorschüssen im Arbeitsvertrag?

Wurden bereits erste Provisionabrechnungen vorgenommen (weil Sie entsprechende Leistungen erbracht haben)?
Wünschen Sie vereinfachend eine telefonische Beratung, können Sie dies gern über den Premiumservice hinzubuchen. Ich vereinbare dann gerne einen Telefontermin mit Ihnen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

 

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Im Arbeitsvertrag steht wörtlich "Für das Geschäftsjahr 2016 wird eine monatliche Auszahlung aus dem Verrechnungskonto in Höhe von 3.025,00 € festgelegt und das Verrechnungskonto startet mit dem Saldo 0,00 € am 01.05.2016.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Wenn keine Verzinsung für das Provisionkonto vertraglich vereinbart wurde können Sie sich darauf berufen, dass eine Verzinsung nicht vereinbart war und keine Rechtsgrundlage hat.

Weiter können Sie eine ORDNUNGSGEMÄße Provisionsabrechnung für die jeweiligen Jahre und Monate verlangen.

Dann ist der AG in der Verantwortung und hat erst eine Korrektur des geltend gemachten Betrages vorzunehmen.

Dieser dürfte dann wesentlich geringer sein.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

 

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Meine Fragen zu dem Thema wären: 1. ist die Brutto Forderung berechtigt, denn ich habe den Vorschuss schon versteuert. 2. Hätte mein AG überhaupt Vorschüsse in dieser Höhe gewähren dürfen 3. ist eine Verzinsung berechtigt, die nie vereinbart wurde 4. ich habe gelesen dass: Vorschüsse dürfen nicht zu einer untragbaren Verschuldung führen und der Vorschuß darf erst bewilligt werden, wenn sich auch der mit dem Bediensteten in häuslicher Gemeinschaft lebende Ehegatte schriftlich zur Rückzahlung des Vorschusses verpflichtet hat, was in diesem Fall nicht gegeben ist.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
gerne will ich Ihnen auch noch Ihre nunmehr formulierten Folgefragen beantworten.
Aufgrund der hiermit verbundenen erweiterten rechtlichen Befassung im Vergleich zur Ausgangsfrage erlaube ich mir, Ihnen über unseren Premium Service ein Zusatzangebot zu unterbreiten.
Sofern Sie dieses annehmen will ich Ihnen Ihre Zusatzfrage gerne zeitnah beantworten.
Entscheiden Sie sich gegen eine Annahme bitte ich freundlichst um Abgabe einer positiven Bewertung für die bereits getätigten Ausführungen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

 

RA Traub und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ich habe die 5,00 € zusätzlich bezahlt und verstehe ihn Angebot nicht, bekomme ich jetzt die Antworten auf meine Fragen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank.

Maßgeblich für jede Forderung des AG ist ein zugrunde liegender Vertrag. Hiernach richten sich sämtliche Modalitäten.

Bei Provisionsangelegenheiten erfolgt regelmäßig eine gesonderte Provisionsabrechnungsvereinbarung.

Zu Ihren Fragen:

1. ist die Brutto Forderung berechtigt, denn ich habe den Vorschuss schon versteuert.

Ja, es kann eine Bruttorückforderung erfolgen. Denn der AG hat Ihnen ggü. auch brutto ausbezahlt.

Die Versteuerung erfolgte in Ihrer privaten Sphäre und ist nicht "Angelegenheit" des AG.

Sie wiederum können die Steuer korrigieren. Es erfolgt dann eine entsprechende Steuererstattung seitens der Finanzbehörde.

2. Hätte mein AG überhaupt Vorschüsse in dieser Höhe gewähren dürfen

Es steht dem AG frei, welche Vorschüsse er in welcher Höhe gewährt. Dies wird jedoch normalerweise auch in der zugrunde liegenden Vereinbarung festgehalten. Denn Gelder "verschenkt" der AG sicher nicht vorab, so dass von einer Verpflichtungserfüllung auszugehen ist.

3. ist eine Verzinsung berechtigt, die nie vereinbart wurde

Wenn die Rückzahlung fällig war, kann eine Verzinsung per Gesetz begründet sein, vgl. §§ 286 ff. BGB.

4. ich habe gelesen dass: Vorschüsse dürfen nicht zu einer untragbaren Verschuldung führen und der Vorschuß darf erst bewilligt werden, wenn sich auch der mit dem Bediensteten in häuslicher Gemeinschaft lebende Ehegatte schriftlich zur Rückzahlung des Vorschusses verpflichtet hat, was in diesem Fall nicht gegeben ist.

Diese Ausführung ist nicht zwingend.

Unabhängig davon wurden Provisionen bezahlt. Steht diesen keine "geeignete" Gegenleistung ggü. besteht ein Rückforderungsanspruch per Gesetz nach § 812 Abs. 1 BGB.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-