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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5399
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Seit Okt '17 habe ich mich selbständig gemacht mit einem

Diese Antwort wurde bewertet:

Seit Okt '17 habe ich mich selbständig gemacht mit einem Nagelstudio. Hatte eine Steuerberaterin die für mich den Antrag der USt Voranmeldung ausgefüllt hat, da ich das meiste nicht verstand. Wie sich schnell herausstellte, hatte sie nicht die sog. Kleinunternehmerregelung angekreuzt. Ich versuchte mit dem zust. Finanzamt das zu klären, aber ohne Erfolg. Bei der Steuerberaterin kam ich auch nicht weiter. Somit bin ich 5 Jahre an die USt Vorauszahlungen gebunden. Jan 2019 kündigte ich dann telefonisch der Steuerbaraterin, welche bis dahin trotzdem meine monatliche Buchhaltung machte und entzog ihr sämtliche Aufträge. Dies bestätigte sie mir. Ich konnte mir Diensteistung nicht mehr leisten. Zehn Monate später, im Okt 2019 bekam ich dann plötzlich eine Abschlussrechnung (GuV) für das Jahr 2018 in Höhe von fast 500 Euro. Mit der der Begründung, sie hätten ja in dem Jahr (2018)noch gearbeitet für mich und müssten das zum Abschluss bringen. Ich habe gesagt, dass ich das nicht bez werde und auch nicht muss. Aufgrund deren Fehler, nicht die Kleinunternehmerregelung angekreuzt zu haben, muss ich auch endgültig das Handtuch werfen. Nach knapp über zwei Jahren. Wie ist nun meine Rechtsgrundlage, muss ich das wirklich bezahlen oder nicht??? Vielen Dank ***** *****

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Wenn die Steuerberaterin im Jahr 2018 für Sie tätig war, dann müssen Sie die Leistung grundsätzlich bezahlen. Und wenn ich es richtig verstehe, dann war sie noch für Sie tätig, denn den Vertrag gekündigt haben Sie erst im Jahr 2019.

Sie können aber gegen den Vergütungsanspruch der Steuerberaterin mit Gegenansprüchen aufrechnen. Ein Gegensanspruch könnte hier ein Schadenersatzanspruch von Ihnen gegen die Steuerberaterin sein. Ein Schadenersatzanspruch bestünde dann, wenn die Steuerberaterin einen Fehler gemacht hat und Ihnen daraus ein Schaden entstanden ist.

Der Fehler könnte hier darin liegen, Sie nicht als Kleinunternehmerin angemeldet zu haben, obwohl Sie ihr gesagt haben, dass Sie Kleinunternehmerin sind. Außerdem muss Ihnen durch diesen Fehler ein Schaden entstanden sein. Diesen Schaden müssten Sie ausrechen und könnten dann in Höhe der Schadenersatzforderung gegen den Vergütungsanspruch der Steuerberaterin aufrechnen. Wenn Ihre Forderung mindestens der Höhe des Vergütungsanspruches entspricht, müssen Sie nichts mehr an die Steuerberaterin zahlen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Vielen Dank für die Antwort.
Das heißt also, da ich jetzt mein Gewerbe abmelden muss, kann ich die Steuerberaterin in Regress nehmen?? Als sie den Antrag ausgefüllt hatte, für die Ust Voranmeldung, bin ich natürlich davon ausgegangen, dass sie diesen in meinem Sinne ausfüllt. Sie ist schließlich die Fachkraft dafür.....

Danke für Ihre Rückmeldung.

Wenn die Steuerberaterin wusste, dass Sie als Kleinunternehmerin tätig sein wollen, dann ist es ein Fehler, Sie nicht als Kleinunternehmerin anzumelden. Und die Steuerberaterin hat Ihnen den Schaden zu erstatten, der Ihnen aus diesem Fehler entstanden ist.

Wenn diese falsche Anmeldung der Grund dafür ist, dass Sie Ihr Gewerbe abmelden müssen und Ihnen daraus ein Verdiensausfall erwächst, dann wäre das der erstattungsfäige Schaden, mit dem Sie gegen die Gebührenforderung der Steuerberaterin aufrechnen können. In einem etwaigen Rechtsstreit müssen Sie den Ursachenzusammenhang zwischen falscher Anmeldung und Gewerbeabmeldung/Verdienstausfall nachweisen können.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Danke für die schnelle Antwort Herr Krüger. D.h. wie kann ich jetzt vorgehen?

Danke für Ihre Rückmeldung. Sehen Sie mir bitte nach, dass ich erst jetzt darauf eingehen kann.

 

Sie können der Steuerberaterin mitteilen, dass Sie die Gebührenrechnung nicht bezahlen, weil Sie einen Gegenanspruch haben, mit dem Sie aufrechnen, und zwar mit Ihrem Schadenersatzanspruch aufgrund des Fehlers bei der Anmeldung als Kleinunternehmerin. Dann muss die Steuerberaterin entscheiden, ob Sie sie auf Zahlung verklagt. In dem Rechtsstreit müssten Sie dann nachweisen, dass Sie einen Schadenersatzanspruch haben.

 

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.