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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 32823
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich hätte eine Frage zur Spekulationssteuer. Baden

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich hätte eine Frage zur Spekulationssteuer.
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Baden Württemberg. Von meinem Großvater habe ich vor sieben Jahren einen Weinberg geschenkt bekommen. Dieser wird nun Bauland. Der Weinberg wurde von meinem Großvater im Rahmen seiner Betriebsauflösung an einen anderen Betrieb weiterverpachtet. Ich selbst habe auch einen Weinbaubetrieb. Aber dieser Weinberg ist bis zum heutigen Tag nicht auf meinen Betrieb gelaufen (Privatvermögen).
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Bisher bin ich davon ausgegangen, dass ich , aus Steuerlichen gründen. die Spekulationsfrist abwarten sollte. Doch nun habe ich die Information erhalten, dass sich hierbei die Spekulationsfrist daran orientiert, an welchem Zeitpunkt der Verschenker das Grundstück erworben hat. Der Weinberg war schon jahrzente lang im Besitz von meinem Großvater.Somit müsste die Spekulationsfrist ja schon längst abgelaufen sein ? Bin ich da richtiger Annahme ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

 

In der Tat ist es so.

 

Wenn Sie den Grund von Ihrem Großvater geschenkt bekommen haben, dann kommt es für die Steuerpflicht nicht auf den Zeitpunkt der Schenkung an, sondern auf den Zeitpunkt zu dem Ihr Großvater den Grund erworben hat. Wenn nun der Erwerb durch Ihren Großvater 10 Jahre oder mehr zurücköliegt, dann fällt für Sie auch wenn Sie den Grund erst von 7 Jahren geschenkt bekommen haben, keine Spekulationssteuer an.

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Ok, vielen Dank für die umgehende Antwort. Das wäre ja super. Aber ist das mit 100%-iger Wahrscheinlichkeit sicher ? Meine landwirtschaftliche Steuerberatung hatte mir vor zwei Jahren eine andere Auskunft gegeben. Sie hatten mir geraten, die zehn Jahre abzuwarten. Hätten Sie evtl. einen Paragraphen zur Vergewisserung ?
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
mir würde abschließend ein Paragraph oder Link zu einem Gesetzestext ausreichen...

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

die gesetzliche Regelung findet sich in § 23 EstG.

 

Ausschlaggebend ist was als Veräußerungsgeschäft anzusehen ist.

 

Die Veräußerung ist als spiegelbildl. Vorgang zur Anschaffung die entgeltl. Übertragung des angeschafften Grundstücks auf einen Dritten (BFH IX R 7/04 v. 18.10.06).

 

Bei der Übertragung an Sie durch den Großvater fehlt es eben an der Entgeltlichkeit, so dass es nicht auf die Übetragung an Sie ankommt sondern auf den Zeitpunkt der Übertragung des Grundstückes an Ihren Großvaters.

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.