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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 13338
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Sehr geehrte Frau, Brandenburg seit dem 15.01.2020, vorher

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Frau Wilson,
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Brandenburg seit dem 15.01.2020, vorher Berlin
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Natürlich. Ich bewohnte in Berlin eine Wohnung gemeinsam mit einer älteren Dame, deren Rente nach Auffassung des Vermieters "Deutsche Wohnen" allein nicht ausgereicht hätte. Ich trat dem Vertrag also mit meiner wesentlich höheren Rente und einem Einkommen aus gewerblicher Tätigkeit bei. Am 25.10.2019 erlitt ich einen Herzinfarkt. Darüber informierte ich meine Mitmieterin noch aus dem Krankenhaus, worauf sie es sofort ablehnte, mit mir weiter gemeinsam diese Wohnung zu bewohnen, weil ihr das Risiko zu hoch sei, das bei eventuellen Komplikationen entstehen könnte. Sie forderte mich auf, meine Sachen schnellstmöglich abholen zu lassen. Das tat ich auch. Darüber hinaus sandte ich dem Vermieter eine Austrittserklärung aus dem Mietvertrag, die dieser mit der Begründung ablehnte, dass meine Mitmieterin jetzt möglicherweise die Miete nicht mehr allein tragen könnte. Dem widersprach ich und beharrte darauf, wegen der praktisch einseitigen Kündigung der Mitmieterin aus dem Vertrag aus zu treten. Ich bitte Sie darum, mir Ihre Auffassung darzustellen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer.
Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Wenn Sie Mietvertragspartei geworden sind, kann Ihnen die Mietmieterin nicht kündigen.

Das Mietverhältnis besteht zwischen Ihnen und dem Vermieter.

Etwas anderes würde nur gelten, wenn sie mit der bisherigen Mieterin ein Untermietverhältnis geschlossen haben.

Ansonsten gelten zwischen Ihnen und dem Vermieter die vertraglichen und hilfsweise die gesetzlichen Bestimmungen.

D. h. Sie müssten schriftlich gegenüber dem Vermieter kündigen. Da es sich um einen Vertrag handelt, in welchem mittlerweile zwei Mietparteien stehen, müsste gegebenenfalls die Mitmieterin aus Entlassung aus dem Mietvertrag verklagt werden.

Nach ihrer Schilderung ist daher in der Tat der Vermieter mit seiner rechtlichen Einschätzung im Recht.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ich habe etwa am 20.12.2019 meinen Austritt aus dem Vertrag mit Wirkung zum 01.02.2020 erklärt. Das hat der Vermieter nicht akzeptiert. Sollte ich also den Begriff "Austritt" durch die Formulierung "Kündigung" ersetzen und wenn ja, kann der Vermieter dann auch weiter den gleichen Versagensgrund anführen und auf sein Versagen beharren? Die Konsequenz wäre, dass im Falle finanzieller Probleme der Mitmieterin ich weiterhin weiter zur Kasse gebeten werden könnte, weil die Person, die mich hinaus warf, nicht leistungsfähig ist? Eine "Zwangsehe" auf Lebenszeit, trotz Rausschmiss? Ist also das Klageverfahren gegen die Mitmieterin der einzig mögliche Weg?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
durch den gemeinsamen Mietvertrag sind Sie Gesamtschuldner, vgl. § 421 BGB.

D. h. der Vermieter kann von beiden Mietparteien jeweils die gesamten Miete fordern, wenn Rückstände entstehen.

Anbei finden Sie einen Link Ausführungen, dass eine einseitige Kündigung nicht möglich ist.

Beide Mieter müssen kündigen.

Hilfsweise müssen Sie die Mieterin auch auf Abgabe einer Kündigung verklagen.

https://www.mietrecht.org/kuendigung/kuendigung-eines-gemeinsamen-mietvertrages/
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

 

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Nach dem Studium der zahlreichen Bestimmungen habe ich folgendes verstanden: Ich muss mich an die Mitmieterin wenden, um sie in einem gemeinsamen Kündigungsschreiben davon zu überzeugen, meiner Kündigung zuzustimmen und in Zukunft die finanziellen Belastungen allein tragen zu wollen. Anschließend muss das Dokument handschriftlich durch beide unterschrieben werden und an den Vermieter gesandt werden. Was passiert, wenn der Vermieter, wie bereits geschehen, der Auffassung ist, dass die Mitmieterin allein nicht in der Lage wäre, für die Miete aufzukommen? Gegenwärtig besteht diese Gefahr nicht, sondern wird nur durch den Vermieter als Möglichkeit eingestuft. Die Kernfragen: 1. Die Mitmieterin wirkt nicht mit: Dann muss ich gegen sie klagen auf Abgabe ihrer Zustimmung? Und wenn sie per Gericht durchgesetzt ist, stimmt dann der Vermieter der Kündigung zwangsweise zu? 2. Die Mitmieterin wirkt mit, aber der Vermieter stellt sich aus dem genannten Grund quer. Es könnte potenziell ein höheres Risiko für ihn bedeuten. Und ich? Notfalls habe ich zu zahlen, solange die Mitmieterin lebt, obwohl sie durch meinen Hinauswurf schlüssig zu verstehen gab, mich als Mitmieter nicht mehr haben zu wollen? Ich muss ein Risiko tragen, bin aber von der Nutzung einer Mietsache ausgeschlossen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zu Ihrer Zusammenfassung:

___________

Nach dem Studium der zahlreichen Bestimmungen habe ich folgendes verstanden: Ich muss mich an die Mitmieterin wenden, um sie in einem gemeinsamen Kündigungsschreiben davon zu überzeugen, meiner Kündigung zuzustimmen und in Zukunft die finanziellen Belastungen allein tragen zu wollen. Anschließend muss das Dokument handschriftlich durch beide unterschrieben werden und an den Vermieter gesandt werden.

______________

Ja, das ist korrekt.

Gerne will ich Ihnen auch noch Ihre Folgefragen beantworten.
Aufgrund der hiermit verbundenen erweiterten rechtlichen Befassung im Vergleich zur Ausgangsfrage erlaube ich mir, Ihnen über unseren Premium Service ein Zusatzangebot zu unterbreiten.
Sofern Sie dieses annehmen will ich Ihnen Ihre Zusatzfrage gerne zeitnah beantworten.
Entscheiden Sie sich gegen eine Annahme bitte ich freundlichst um Abgabe einer positiven Bewertung für die bereits getätigten Ausführungen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

 

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