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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3291
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Mein Freund und ich möchten demnächst heiraten. Er hat

Diese Antwort wurde bewertet:

mein Freund und ich möchten demnächst heiraten. Er hat letztes Jahr ein Haus geerbt und nun bauen wir gerade ein wenig um und möchten es für uns und unsere Kinder ein wenig schöner gestalten. Nach der Hochzeit bleibt ja bei der Zugewinngemeinschaft das Haus weiterhin in seinem Eigentum. Da ich aber nun auch viel meines Geldes mit hineinstecken werde istzu für mich nun die Frage, was im Falle einer evtl. Trennung passiert? Am Ende habe ich mein komplettes Vermögen hineingesteckt und müsste ausziehen. Welche Rechte habe ich in diesem Fall? Kann ich von ihm eine Art Rückzahlung verlangen? Was würden Sie raten? Danke ***** *****

Wir wohnen auch derzeit in diesem Haus. Bisher haben wir beide immer eine Art Miete bezahlt und diese zahlen wir weiterhin - sozusagen als Abzahlung des Kredites... Auch derzeit gestalten wir gerade den Garten um und ich beteilige mich immer an den Kosten. Schließlich nutze ich es ja mit und für die Kinder möchte ich es auch schön haben. Die Frage ist nur, wenn es wirklich hart auf hart kommt, bin ich ja wirklich der absolute Verlierer in diesem Fall.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihr geschildertes Problem ist häufig gerade bei Ehepaaren, die zunächst unterschiedliche Summen investieren, allerdings die Problematik einer Trennung nicht genügend vorher thematisieren.

Zwar gibt es das Institut der Zugewinngemeinschaft, diese bildet allerdings nicht immer gerechte Ergebnisse ab, insbesondere in der von Ihnen dargestellten Konstellation, dass ein Ehegatte sehr viel in ein Vermögensgegenstand des anderen Ehegatten investiert.

Zwar steigt der Wert des Vermögensgegenstandes und wird teilweise im Zugewinn berücksichtigt, allerdings kann dies aufgrund unterschiedlicher Faktoren nicht immer vollständig zu gerechten Ergebnissen führen.

Sie sollten daher entweder eine ehevertragliche Regelung in Bezug auf die Zahlungen in das Haus vereinbaren oder einen Teil des Hauses im Wert der jeweiligen Zuwendungen auf sich von ihrem Ehegatten übertragen lassen.

Eine Art Rückzahlung können Sie ansonsten eben nur im oben genannten Zugewinnausgleichsverfahren erhalten. Hier kommt es dann allerdings eben darauf an, wie sich der Wert des Hauses überhaupt entwickelt und auch der übrige Zugewinn. Verschuldet sich zum Beispiel der Ehegatte stark, bezahlen sie indirekt durch die Unterstützung des Hausbaus die Schulden.

Sie sollten deine entsprechende Vereinbarung treffen oder einen Anteil des Hauses an sich im Rahmen der Schenkung übertragen lassen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hilfreich geantwortet habe und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort (3-5 Sterne) freue ich mich.

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Würde es ausreichen ein Schreiben aufzusetzen, dass Geldbeträge die von mir für den Umbau des Hauses/Garten geflossen sind, im Falle der Trennung zu erstatten sind und das bei Eheschließung dem Standesamt vorzulegen- sozusagen als Zusatzvereinbarung zur Zugewinngemeinschaft. Die Zahlungen die vor der Ehe von mir geflossen sind fallen komplett raus oder kann man diese auch mit berücksichtigen?

Nein, ich empfehle hier entweder eine direkte Beteiligung am Haus oder einen notariell beurkundeten Ehevertrag.

Sie könnten zwar hier einen Darlehensvertrag oder Ähnliches schließen, hier bestehen allerdings durchaus Risiken hinsichtlich der Formwirksamkeit, sofern hierdurch die Zugewinngemeinschaft abgeändert werden soll.

Solange Sie noch nicht verheiratet sind, könnte so eine privatrechtliche Vereinbarung allerdings ausreichen.

Verschuldet sich ihr Mann jedoch, sind ebenfalls die Investitionen weg, dann würde lediglich noch der von mir empfohlene Anteil am Grundstück bleiben, der gegebenenfalls dann weniger hoch belastet oder gar nicht belastet ist.

 

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt

Sehr geehrter Fragesteller,

ist Ihre Frage damit beantwortet?

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Bei der direkten Beteiligung am Haus und dem Notar wird es schwierig, da dies wegen Grundbucheintrag usw. wieder zusätzliche Kosten verursacht. Eine schriftliche Vereinbarung zwischen uns beiden ist hoffentlich ausreichend und wird bei einem evtl. Zugewinnausgleich berücksichtigt. Da er noch ein weiteres Haus besitzt, welches er evtl. in ein paar Jahren verkaufen möchte, müsste ja hierzu auch ein Ausgleich stattfinden, welcher meine Geldleistung in das aktuelle Haus sicher übersteigen wird. Von der Sache wäre ich evtl. auch darüber abgesichert, oder? Allerdings wird er dieses Geld nutzen um seine Schwester auszuzahlen (wegen Erbanteil) und das aktuelle Haus komplett von den Schulden zu befreien.

Sehr geehrter Fragesteller,

wie dargestellt, ist die sicherere Variante eine Grundbucheintragung oder eben eine Übertragung des Hausanteils.

Alles andere müssen Sie wissen, meine Empfehlung wäre dies aus rechtlicher Sicht eben allerdings nicht, im nichtehelichen Bereich wäre sie zumindest allerdings ausreichend. Man müsste dann gegebenenfalls auch eine konkrete Verpflichtung bei Verkauf des anderen Hauses zum Ausgleich mit hinein nehmen. Hier sollten Sie sich allerdings gegebenenfalls auch anwaltlich beraten lassen. Beachten Sie eben allerdings wird weiterhin, dass ein einfacher Vertrag im Gegensatz zu einer Grundbucheintragung oder der Übertragung eines Hausanteils eben nicht so sicher ist, wie die beiden anderen Varianten.

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt

Rechtsanwalt Christian Joachim und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.

Sehr geehrter Fragesteller,

sofern Ihre Fragen beantwortet sind, bitte ich höflich um positive Bewertung.

Vielen Dank und freundliche Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt