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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 32475
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, Ich war 3 Tage Krank, habe mich auch sofort beim AG

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo , Ich war 3 Tage Krank , habe mich auch sofort beim AG krank gemeldet am 2. Kranktag habe Ich dem AG mitgeteilt das Ich übermorgen wieder zum Dienst erscheine , war also nicht beim Arzt und kein Geber Schein ( krank von Do.bis einschl.Sa.) mir wurde 9 Tage nach der Krankheit mündlich mtgeteilt das der Lohn für die 3 Tage nicht gezahlt wird und man zeigte mir den Stundenzettel wo diese Tage durchgestrichen waren . Das Geld wurde auch nicht bezahlt und auf der Lohnabrechnung ist kein Vermerk über Fehltage . Im Arbeitsvertrag steht : " Bei Krankschreibung ist die Ärztliche Bescheinigung spätestens am 3. Arbeitstag dem AG vorzulegen. " Zitat ende , meine Recherchen haben ergeben das Ich erst eine AuB abgeben muss wenn Ich länger wie 3 Tage krank bin , Ist das richtig ? Hätte der AG etwas früher als nach 9 Tagen eine AuB fordern müssen , damit Ich diese hätte nachreichen können (rückwirkend nur 3 Tage )? Das Geld darf er doch nicht einfach behalten , höchstens einbehalten bis zu einer Nachreichung der AuB was aber nach 9 Tagen unmöglich ist . zu dem behauptete der AG das Ich gar nicht Krank war (eingeklemmter Nerf im Nacken konnte Kopf nicht bewegen) Ich werde nach Manteltarifvertrag im Sicherheitsdienst Sachsen bezahlt und finde zum Thema krankschreibung nichts . Ich brauche die 20 Stunden ausgezahlt habe 3 Kleine Kinder und das Geld ist eh schon knapp , für Rückfragen stehe ch zur verfügung Ich möchte gegen diesen Abzug Widerspruch einlegen oder Abmahnen da hier noch eine andere Sache passiert ist die Ich aber eindeutig selbst widerlegen kann
JA: Was für einen Arbeitsvertrag haben Sie?
Customer: Ein Arbeitsvertrag in einem Sicherheitsdienst welcher nach Stundenlohn bezahlt wird im Rahmen des Manteltarifvertrages Sachsen , Gewerkschaft Verdi und öffentlicher Dienst und Dienstleistungen und Bundesverband der Sicherheitswirtschaft e.v. geschlossen wurde
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Ich hoffe alle nötigen Info´s gegeben zu haben

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

 

Nach § 5 EFZG ist es in der Tat so dass Sie erst dann eine AU Bescheinigung vorlegen müssen, wenn Sie länger als 3 Tage krank sind. Allerdings kann diese Regelung durch Arbeitsvertrag abbedungen werden. Der Arbeitgeber kann durch Arbeitsvertrag leider auch bereits bei 1 Tag Krankheit anfordern.

 

Bis der Arbeitnehmer die AU Bescheinigung in Vorlage bringt, hat der Arbeitgeber ein Zurückbehaltungsrecht an der ansonsten zu leistenden Entgeltfortzahlung.

 

Wenn also in Ihrem Arbeitsvertrag steht, dass Sie die AU Bescheinigung spätestens am 3. Tage vorlegen müssen, dann ist dies eine zulässige Abänderung des § 5 EFZG. Wenn Sie diese AUB nicht vorlegen oder nicht vorlegen können, dann kann der Arbeitgeber leider die Entgeltfortzahlung einbehalten. Eine Pflicht über den Arbeitsvertrag hinaus Sie darauf hinzuweisen hat der Arbeitgeber leider nicht.

 

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Hallo , Herr Schiessl , nun Im Arbeitsvertrag steht ja " Bei " einer Krankschreibung und nicht das bei jeglicher Krankschreibung ein AuB vorzulegen ist Aus meiner Erfahrung als ehem. AG weiss Ich das ein Arbeitsvertrag in solchen Dingen klar formuliert sein muss . Ihrer Antwort entnehme Ich also das Ich mein abgezogenes Geld nie sehen werde ?
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Krankmeldung , nicht Krankschrebung

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

der Begriff Krankschreibung ist meiner Ansicht nach Auszulegen und als Krankmeldung oder Erkrankung auszulegen, da der Satz ansonsten wenig Sinn gibt.

 

Wenn Sie Ihren Lohn vor dem Arbeitsgericht einklagen (bitte achten Sie auf die Ausschlussfristen in Ihrem Arbeitsvertrag), dann kann ich natürlich nicht ausschließen, dass der Arbeitsrichter den Satz anders auslegt. Allerdings sehe ich die Erfolgsaussichten einer solchen Klage als eher gering.

 

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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