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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 32405
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Assistentin: Vielen. Können

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Sehr geehrte Damen und Herren, wie verhält es sich mit der Kostenübernahme einer Haushaltsauflösung in der Konstellation einer Erbengemeinschaft. Meine Großmutter ist verstorben, wohnhaft zuletzt in Berlin, und mein Bruder und ich haben die Haushalt aufgelöst. Da wir beide aus 58644 Iserlohn kommen, wäre die frage wer die Kosten für die Fahrt übernimmt, Übernachtungskosten, Kosten für einen Leihhänger, Kosten für die Entssorgung (Sperrmüll etc.)...zu der Erbengemeinschaft gehört auch unser Onkel, der Sohn der Verstorbenen. Er hat es abgelehnt sich sowohl um die Beerdigung zu kümmern etc.....Nun lehnt er es auch ab (bzw. sein Anwalt) die Kosten im Rahmen des Nachlasswertes für das v.g. zu übernehmen ...

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht.

 

Darf ich Sie fragen:

 

Hat Ihre Großmutter denn in einer Mietwohnung gelebt?

 

Was wurde denn im Vorfeld über die Haushaltsauflösung gesprochen?

 

 

mit freundlichen Grüßne

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

 

 

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Sehr geehrter Ratgebender, ja, meine Großmutter hat in einer Mietwohnung gelebt. Im Vorfeld wurde folgendes vereinbart: meine Großmutter ist am 23.10.2018 verstorben. Am selbigen Tage haben wir unseren Onkel darüber informiert (die beiden hatte Jahrzehnte lang keinen Kontakt miteinander)...in dem Zuge haben wir gefragt, ob er sich um einen Totenschein, die Beerdigung etc. kümmern wolle...selbiges hat mein Onkel verneint, worauf wir gesagt haben, das wir das dann übernehmen werden. Gleiches trifft auch auf die Wohnungsauflösung zu...wir haben unseren Onkel darüber informiert , wann wir die Wohnung auflösen werden (30.11./01.12.2018)und das er gerne dabei uns tatkräftig unterstützen könne, zumindest aber die Gegenstände die ihm wichtig sind dann entsprechend an sich nimmt...er war dann auch vor Ort (ca. 30 min.) ist dann einmal durch die Wohnung gelaufen und wieder unverrichteter Dinge gegangen...Danach ging das Drama dann los (welches bis heute andauert!)...von wegen das wir Unrechtmäßig Gegenstände aus der Wohnung entfernt haben, dito hohe Bargeldbeträge entwendet wurden, als auch der Schmuck...(den Schmuck hat mein Bruder tats. bei seinem Besuch (29.10.18) kurz nach dem Tod meiner Großmutter mitgenommen, um halt sicher zustellen, dass ggf. Parteien (z.B. Pflegedienst der zu dem Zeitpunkt noch einen Schlüssel der Wohnung im Besitz hatte) sich nicht Zutritt zu der Wohnung verschaffen und Gegenstände entwenden...in dem Zuge hat mein Bruder auch entsprechende Dokumente (Stammbuch etc.) mit genommen...und das entsprechend auch an unseren Onkel kommuniziert...
Im Rahmen der Nachlasswertermittlung haben wir nun eben die ganzen Quittungen für die Entsorgung Sperrmüll, Leihhänger, aber auch Übernachtungskosten und Tankquittungen angesetzt...

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

haben Sie vielen Dank.

 

Grundsätzlich steht die Geschäftsführung in einer Erbengemeinschaft nur allen Miterben gemeinsam zu.

 

Das bedeutet, dass der Onkel an sich zustimmen hätte müssen.

 

Bei der Erbengemeinschaft sieht §§ 2038 I Satz 2 Halbs. 2 BGB ein Notverwaltungsrecht zu Gunsten des einzelnen Miterben vor: Dieser kann ohne Mitwirkung der anderen Miterben die zur Erhaltung des Nachlasses notwendigen Maßregeln treffen.

 

Wenn also Ihr Onkel die Mitwirkung an der Räumung der Mietwohnung verweigert und somit die Situation droht, dass Monat für Monat die Erbengemeinschaft mit neuen Kosten belastet wird (Miete, Nutzungsentschädigung), dann sind Sie grundsätzlich befugt, auch ohne die Zustimmung Ihres Onkels die erforderlichen Maßnahmen zu treffen um Schaden von der Erbengemeinschaft abzuwenden.

 

Das bedeutet aber auch, dass Sie gegen die Erbengemeinschaft dann einen Anspruch auf Ersatz der dafür erforderlichen Kosten haben (Container, Anhänger,...)

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Sehr geehrter Herr,
ein weiterer Punkt wäre noch, wie verhält es sich mit den Kosten (Reisekosten) für die Wohnungsübergabe, als auch die Reisekosten zur Beerdigung? Reisekosten Beerdigung sind ja eigentlich nicht den Erbfallschulden zuzurechnen, es sei den die Betreffenden trifft eine rechtl. Pflicht zur Beerdigung ...was bedeutet das genau?...ist das nicht der Fall ,da unsere Onkel die Bestattungspflicht verweigert hat und wir uns dann darum gekümmert haben?
Des weiteren wirft uns der Anwalt unseres Onkels vor, Personen unrechtmäßig Zutritt zu der Wohnung gewährt zu haben...keine Ahnung was damit gemeint ist...kurz nach dem Tod, war der Arzt in der Wohnung (Totenschein), Angestellte des Beerdigungsinstitutes, ggf. der Pflegedienst...und bei der Wohnungsauflösung noch Helfer (also alles unsere Familienangehörige)...können wir diesbezüglich belangt werden?

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

die Reisekosten für die Wohnungsübergabe würde ich als Ersatzfähig ansehen, nicht aber die Kosten für die Fahrt zur Beerdigung. Was die rechtliche Pflicht zur Beerdigung anbelangt, so ist dies dann anzunehmen, wenn Sie als Verwande in Gerader Linie oder als Erben nach § 1968 BGB verpflichtet sind für die Beerdigung zu sorgen. Wenn Sie und Ihr Onkel Erben geworden sind, können auch die Reisekosten im Rahmen der Beerdigung angesetzt werden.

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen!

 

mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt

 

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

 

 

 

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Sehr geehrter Hr. Schiessl,
Danke für Ihre Ausführungen. Können Sie bitte auch Ihr Statement geben zu der Geschichte , dass wir beschuldigt werden, fremden Personen Zutritt zu der Wohnung gewährt haben sollen?
Des weiteren, wie verhält es sich mit der Beauptung meines Onkels, dass es, wohl gemerkt aus seiner Erinnerung hervorgerufen bzw. seinen letzten Kontakt / Besuch bei meiner Großmutter, welche mehr als 30 Jahre zurück gelegen haben, dass meine Großmutter wertvollen Schmuck besessen haben soll, selbiger aber nicht mehr da ist bzw. ich und mein Bruder uns diesen angeignet haben sollen...wie bereits erwähnt gab natürlich Schmuckgegenstände, dabei handelte es sich überwiegend um Modeschmuck.(der auch größtenteils entsorgt wurde)..es gibt einige Stücke, die dann höchstens einen idellen Wert haben (wobei hier ja auch die Frage wäre..idellen Wert für meinen Onkel, der keinen Kontakt mit seiner Mutter doie letzten Jahrzehnte gepflegt hat!?)...

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

der Onkel muss natürlich die Bhaitung beweisen, dass Sie sich wertvollen Schmuck angeeignet haben. Es reicht erst einmal wenn Sie diese bestreiten. Allein mit diesem Bestreiten sollte die Sache erledigt sein.

 

Ich gehe davon aus, dass mit den fremden Personen nicht das Umzugsunternehmen gemeint ist. Auch diese Behauptung müsste der Onkel beweisen.

 

Ohne Beweise kann Ihr Onkel hier schwerlich etwas unternehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Sehr geehrter Ratgebender,

ich habe mich ggf. Missverständlich vorab ausgedrückt...grundsätzlich haben mein Bruder und ich die Haushaltsauflösung selbst übernommen...dabei geholfen haben ausschließlich Familienmitglieder...daher wollen wir ja auch die Kosten für den Leihhänger und gerade auch die Entsorgungskosten für den Sperrmüll etc. ansetzen...meine weitere Frage wäre, ob wir den nicht auch unsere (Arbeits-) Stunden (also zumindest die von meinem Bruder und mir) entsprechend ansetzen können (ich meine , wenn wir ein Umzugs/Entrümpelungsunternehmen beauftragt hätten , wäre das sicherlich um die 2.500-3.000 € gewesen)…kann man da pauschal einen Stundensatz ansetzen?...oder ist das grundsätzlich nicht möglich unsere Stunden anzusetzen?

Sehr geehrter Ratsuchenderm

 

natürlich können Sie Ihre Arbeitsleistung in Ansatz bringen. 15 EUR pro Stunde sind hier sicher vertretbar.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Sehr geehrter Ratgebender,
eine weitere Kernfrage meinerseits zu der Angelegenheit wäre: bin ich bzw. mein Bruder verpflichtet, nachdem unser Onkel es abgelehnt hat sich um den Totenschein / Beerdigung zu kümmern, sofort die Angelegenheit vor Ort zu regeln? Sprich...meine Großmutter ist am 23.10.18 (Dienstag) verstorben, mein Bruder wurde am selbigen Tage darüber informiert vom Pflegedienst der meine Großmutter tot aufgefunden hatte...da mein Bruder Urlaubsabwesend sich auf den Kanaren zu dem Zeitpunkt befand, rief mich mein Bruder auch 23.10.18 bei mir auf der Arbeit an und bat mich, sich um die Beerdigung etc. zu kümmern, da mein Onkel das eben abgelehnt hatte. Das haben ich dann auch getan, telefonisch / und per Mail von der Arbeit aus...meine Frage, ist das so rechtens oder hätte ich das vor Ort tun müssen, sprich am Ort wo meine Großmutter verstorben ist?... zur Erinnerung, meine Großmutter lebte und verstarb in Berlin, wir (ich und mein Bruder) leben in 58644 Iserlohn, also gute 550 km entfernt und ich war , wie erwähnt, berufstätig und an dem Tag auch auf der Arbeit gewesen (in 42551 Velbert)..ist es in dieser Konstellation gestattet, dass von unserem Wohn/Arbeitsort zu tun?...und selbst wenn nicht, bin ich im schlimmsten Fall der Meinung, dass ich i.A. (im Auftrag) von meinem Onkel gehandelt habe, da ja grundsätzlich mein Onkel (der Sohn der Verstorbenen) die Bestattungspflicht inne hat , auch wenn er uns diese mündlich übertragen hat...