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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 32405
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich möchte ausschließlich von Herrn RA Schiessl beraten

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich möchte ausschließlich von Herrn RA Schiessl beraten werden!
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: In Bayern,Sehr geehrter Herr Schiessl, am 1.10.2017 schloss ich einen Vertrag über Mediamarkt
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Am 01.10.17 schloss ich einen Vertrag über Mediamarkt für SKY Filmpaket ab. Am 08.10.17 widerrief ich bereits den Vertrag. Erst am 02.11.17 beschied mir Sky, da der Vertrag über den Fachhandel abgeschlossen wurde, gibt es kein Widerrufsrecht. Informiert wurde ich über diese Tatsache nicht! Mediamarkt verwies mich für den Widerruf an Sky. Sky terrorisierte mich in der Folge durch Inkassobüros. Klage wurde eingereicht und ohne meinen Hinweis zu berücksichtigen, dass ich weder von Sky noch Mediamarkt vor Vertragsabschluss über einen Ausschluss des Widerrufsrechts informiert wurde (stand auch nicht im Vertrag!) gab das Amtsgericht der Klage statt und ich verlor diese Instanz. Hat eine Beschwerde gegen diese Entscheidung, die erlaubt wurde, Aussicht auf Erfolg?

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

 

Ich muss sagen: Leider nein:

 

Das Widerrufsrecht hat der Gesetzgeber als Ausnahme für bestimmte für den Verbraucher gefährliche Situationen geschaffen (Fernabsatzgeschäft, Vertragsabschluss Zuhause, in der Arbeit,...).

 

Das Widerrufsrecht ist dabei so gestaltet worden, dass der Unternehmer nur dann das Widerrufsrecht ansprechen muss (Widerrufsbelehrung) wenn tatsächlich ein Widerrufsrecht besteht.

 

Haben Sie den Vertrag aber im Laden abgeschlossen, so besteht leider kein Widerrufsrecht und der Vertrag war von Anfang an bindend.

 

Die Entscheidung des Amtsgerichts geht daher insoweit in Ordnung.

 

 

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

 

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Vielen Dank!

Sehr gerne!!

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Sehr geehrter Herr Schiessl, verstehen kann ich es nicht, denn wie soll ein Kunde diese Ausnahme des Widerrufrechts ohne Hinweis überhaupt wissen? Es gibt ein Urteil des LG Münster, laut dem der Kunde über Ausnahmen informiert werden müssen, das ist im Grunde sonst ja arglistige Täuschung! Ich habe die Liste der Ausnahmen vom Bundesministerium der Justiz dem Gericht zugesandt, da stand diesbezüglich kein Hinweis, nur bei schnell verderblichen Waren, wobei dem Händler ein Schaden entsteht.

Es tut mir sehr leid, aber wenn Sie den Vertrag im Geschäft abschließen, dann müssen Sie leider nicht über eine nicht vorhandenes Widerrufsrecht belehrt werden. Eine solche Verpflichtung ergibt sich leider nicht aus dem Gesetz und der Rechtsprechung. Wenn Sie hier in Berufung gehen, dann werden Sie hier leider keine großen Chancen haben.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

 

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Jeder Vertrag ist innerhalb von 2 Wochen widerrufsrechtlich, daher ist das nach wie vor unverständlich, da es sich hier um eine der Ausnahmen handelt. Woher soll man das wissen? Dennoch: vielen Dank und freundliche Grüße!

Sehr geehrter Ratsuchender

 

nein das ist leider nicht so. Nicht jeder Vertrag kann binnen von 2 Wochen widerrufen werden sondern nur eine bestimmte Sorte von Verträgen (wie oben beschrieben).

 

mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Schiessl, ich will Ihnen nicht länger die Zeit stehlen, erlauben Sie mir nur noch eine Schlussbemerkung: es gehört heute wohl zu den "Regeln" der freien Marktwirtschaft, den Kunden ins Messer laufen zu lassen und hinter her Ätsch Bätsch zu rufen! Denn es wäre wohl ein Gebot der Höflichkeit und Kulanz den Kunden auf das Verbot des Widerrufrechts aufmerksam zu machen! Aber Höflichkeit ist auch schon ausgestorben. Besten Dank für Ihre stets freundlichen und kompetenten Informationen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

es wäre sicherlich eine Frage der Kundenfreundlichkeit und auch der Kundengewinnung. Eine rechtliche Verpflichtung besteht hier aber leider nicht.

 

Leider!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

 

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Sie sind so liebenswürdig, dass das Urteil schon nicht mehr so weh tut!

Gerne!!