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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5355
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Hallo. Es geht um einen privat gekauften Gebrauchtwagen.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo. Es geht um einen privat gekauften Gebrauchtwagen. Ende Oktober habe ich einen Ford Focus für 1130 Euro erworben. Der Verküfer sagte mir, dass die Spur an der Hinterachse eingestellt werden müsse, da er dort eine Buchse erneuert hatte. Aus Zeitgründen bin ich erst Ende Dezember dazu gekommen. 1000 Km hatte ich in dieser Zeit gefahren und festgestellt das ein Reifen einseitig fast bis auf die Metallschicht abgenutzt war. In der Werkstatt sagte man mir, man könne die Spur nicht einstellen da die Buchse vor kurzem falsch eingebaut worden war und mit Untebodeschutz kaschiert wurde, man müsse sie komplett erneuern. Im Kaufvertrag wurde vermerkt, dass die Spur eingestellt werden muss, aber nicht dass er selbst etwas erneuert hat. Der Kaufvertrag (ADAC) schliesst eine Sachmängelhaftung aus. Habe ich trotzdem Ansprüche, da er meiner Meinung nach fahrlässig gehandelt hat? Gruss Andreas
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Welche denn noch?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

 

Grundsätzlich haben Sie aufgrund des Ausschlusses der Sachmängelhaftung keine Ansprüche gegen den Verkäufer. Bei Privatverkäufen ist es auch zulässig, die Sachmängelhaftung voll auszuschließen. Nur wenn ein Mangel arglistig verschwiegen worden ist, können Sie trotz des Ausschluesse einen Anspruch auf Mangelbeseitigung haben. In § 444 BGB heißt es hierzu:

 

Auf eine Vereinbarung, durch welche die Rechte des Käufers wegen eines Mangels ausgeschlossen oder beschränkt werden, kann sich der Verkäufer nicht berufen, soweit er den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat.

 

Da hier darauf hingewiesen worden ist, dass die Hinterachse neu eingestellt werden muss, ist dieser Mangel nicht verschwiegen worden. Auf den falschen Einbau der Buchse aber hätte hingewiesen werden müssen, wenn dem Verkäufer das bekannt war.

 

Es kommt also darauf an, ob Sie ihm diese Kenntnis vom falschen Einbau nachweisen können. Fahrlässiges Handeln genügt dabei aber nicht. Der Verkäufer muss vorsätzlich den Mangel verschwiegen haben. Das Kaschieren mit Unterbodenschutz spricht dafür. Letztlich müssten Sie den Richter von der Arglist des Verkäufers überzeugen. Wenn Ihnen dieser Beweis nicht gelingt, werden Sie im Prozess unterliegen. Denn die Beweislast haben Sie.

 

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

 

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.