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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi,
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 872
Erfahrung:  Juristischer Mitarbeiter at ProfDrPannenRAe
106185746
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Ich möchte ein Start-Up Unternehmen gründen, dass sich mit

Diese Antwort wurde bewertet:

ich möchte ein Start-Up Unternehmen gründen, dass sich mit der Vermittlung von Reparaturdienstleistungen beschäftigt. Dafür mache ich eine umfangreiche Internetrecherche, um alle Werkstätten zu ermitteln. Anschließend erstelle ich ein Portal, wo ich all diese Werkstätten eintrage. Dabei werde ich die Werkstätten nicht um eine Genehmigung fragen, sondern ich trage sie direkt ein.

Darf ich das? Muss ich vorher die Genehmigung einholen? Darf ich auch Bilder benutzen, welche die Werkstätten online in ihrer Internetpräsenz zeigen? Ich referenziere mich dabei auch auf ein Youtube Video "https://www.youtube.com/watch?v=9yC3vBv7-0s"!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne helfe ich Ihnen.
Bitte gedulden Sie sich ein wenig, während ich Ihren Fall bearbeite.
Gerne stehe ich Ihnen der Einfachheit halber auch für ein telefonisches Beratungsgespräch zur Verfügung, in dem wir alle Ihre Fragen besprechen können. Buchen Sie dieses gern als Premium-Service hinzu.
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Von einer solchen Vorgehensweise würde ich Ihnen abraten. Die Werkstätten können sich nämlich auf ihr sogenanntes allgemeines Persönlichkeitsrecht berufen, welches ihnen erlaubt, selbst zu bestimmen, ob sie auf einer fremden Internetseite dargestellt werden oder auch nicht. Insbesondere rate ich Ihnen von der Verwendung fremden Bildmaterials ab. Denn diesbezüglich greift das Urheberrecht, sodass Sie sich hier schlimmstenfalls gar schadensersatzpflichtig machen würden.

Mein Rat ist, dass Sie sich vorab die Zustimmung der Werkstätten zur Erwähnung und Abbildung auf Ihrem Start-Up-Portal einholen. Nur so gehen Sie sicher, dass Sie die Gefahr von Abmahnungen und Schadensersatzansprüchen umgehen.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?
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Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Noch eine ergänzende Frage, wenn ich das doch mache, was wäre dann die Konsequenz? Ich berufe mich nicht auf die Person, sondern auf das Unternehmen! Trotzdem das gleiche?

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Sowohl natürliche Personen als auch Unternehmen haben ein allgemeines Persönlichkeitsrecht. Damit kann auch ein Unternehmen von Ihnen die Unterlassung der Erwähnung auf Ihrem Portal verlangen. Dies muss nicht zwangsläufig passieren - es besteht jedoch ein Risiko, dass es passiert. Ich würde Ihnen daher empfehlen, vorab die Zustimmung der einzelnen Werkstätten einzuholen. So würden Sie in praktischer Hinsicht zudem sicherstellen, dass Sie nur Werkstätten gelistet haben, die zu einer Kooperation auch bereit sind.

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Aber sie könnten letztendlich verlangen aus dem Portal auszutreten, was ich ihnen gerne ermöglichen werde. Das heißt keine Anklage!
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.

Das ist richtig - Sie würden sich damit jedoch in Gefahr begeben, Unterlassungsansprüchen der Werkstätten ausgesetzt zu sein. Die Werkstätten können sich zur Durchsetzung ihrer Unterlassungsansprüche eines Rechtsanwaltes bedienen, womit Kosten einhergehen, für die Sie ersatzpflichtig wären. Sie müssten zudem eine Unterlassungserklärung abgeben, um einen Rechtsstreit zu vermeiden. Ich würde Ihnen insofern von einer solchen Vorgehensweise abraten.

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Dennoch müssen die Werkstätten mit mir erstmal Kontakt aufnehmen und wenn ich dann nicht folge die Werkstätten einen Rechtsanwalt konsultieren werden. Mit dem Risiko kann ich leben, da ich sofort reagieren werde!
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Verstehe ich das richtig?

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Die Werkstätten haben keine Rechtspflicht dazu, erst selbst mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Vielmehr können sich diese auch gleich eines Anwaltes bedienen. Bei Unterlassungsansprüchen ist die sofortige Konsultation eines Rechtsanwaltes nicht unüblich, womit das Risiko einhergeht, dass Sie die Anwaltskosten auch tragen müssen. Daher mein Rat, von diesem Vorgehen abzusehen.

Wenn Sie das Risiko eingehen möchten, können Sie dies natürlich tun. Aus anwaltlicher Fürsorge mache ich Sie jedoch auf die o.g. Risiken aufmerksam.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?
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Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Dann drei letzte Fragen und dann wäre ich auch fertig: Das heißt ich müsste jede Konsultation eines Rechtsanwalt seitens Werkstatt dafür bezahlen (Gerichts- und Anwaltkosten)? Wie hoch wären die ungefähr? Ich könnte mich nicht dagegen mit einem Rechtsschutz wehren, da ich ja willentlich so gehandelt habe?

Gerne:

Sie müssten damit rechnen, für die Anwaltskosten der Gegenseite aufkommen zu müssen. Gerichtskosten würden nicht entstehen, wenn die Angelegenheit vorgerichtlich beendet wird. Die Anwaltskosten würden bei einem Gegenstandswert von € 5.000,00, mit dem ich rechnen würde, bei knapp € 500,00 netto liegen.

Dass Ihre Rechtsschutzversicherung hier aufkommt, halte ich angesichts geringer Erfolgschancen eines Vorgehens gegen den berechtigt Abmahnenden für unwahrscheinlich.

Kianusch Ayazi und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
ich bedanke ***** *****ür die Beratung und wünsche ihnen einen schönen Tag!

Sehr gerne - falls Sie nochmals Unterstützung benötigen, kommen Sie gern auf mich zu.

Alles Gute Ihnen und vielen Dank für die freundliche Bewertung.

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
https://www.ra-plutte.de/keine-stoererhaftung-von-portalbetreiber-bei-unverzueglicher-loeschung/
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
das habe ich noch gefunden

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Diese Entscheidung ist mir geläufig - es handelt sich um eine OLG-Entscheidung. Es ist jedoch im Einzelfall nicht auszuschließen, dass ein Gericht einer anderen Rechtsauffassung folgt. Aus anwaltlicher Sicht mache ich Sie auf alle potentiellen Risiken aufmerksam und möchte es für Sie möglichst vermeiden, dass Sie Rechtsstreitigkeiten haben. Daher würde ich Ihnen anraten, vorab die Zustimmung der Werkstätten einzuholen. Denn nur so stellen Sie sicher, sich rechtstreu zu verhalten.