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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 8690
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
52374836
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S. Grass ist jetzt online.

Grober Undank, Rückforderung Immobilie, Betrug, Leider

Diese Antwort wurde bewertet:

Grober Undank, Rückforderung Immobilie, Betrug
JA: Haben Sie eine E-Mail, eine Rechnung oder ein anderes Dokument im Zusammenhang mit dem Betrug?
Customer: Leider nicht
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Nein danke. Ich möchte mich nur über die Vorgehensweise und die juristischen Möglichkeiten informieren

Sehr geehrter Fragesteller,

 

könnten Sie etwas näher zu dem Sachverhalt ausführen ?

 

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Sehr geehrte Frau Grass,
vielen Dank, dass Sie sich Zeit für mich nejmen.
Es geht darum, dass meine Freundin und deren verstorbener Mann von einer Betrügerin auserchoren wurden. Die Beiden sind kinderlos und die Betrügerin hat sich dann wie eine Tochter um das Ehepaar gekündigt. Allerdings nur so lange bis der Ehemann gestorben ist, sie ein Penthouse in millionenhöhe überschrieben bekam. Seitdem hat sie jeglichen Kontakt zu meiner Freundin abgebrochen. Wie es aussiht, hat sie alle Briefe meiner Freundin abgefangen und verschwinden lassen. Eas Testament und der Totenschein scheinen manipuliert worden zu sein.

Sehr geehrter Fragesteller,

was meinen Sie genau mit "ein Penthouse in millionenhöhe überschrieben bekam" ? Wurde dies zu Lebzeiten überschrieben oder per Testament vermacht. Woraus nehmen Sie den Umstand, dass das Testement und der Totenschein anipuliert (was genau meinen Sie damit ?) worden sind ?

 

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Das Penthouse hat sie zu Lebzeiten bekommen. Der Totenschein stimmt nicht, sagt meine Freundin. Das wird aber schon von den Behörden überprüft. Es geht jetzt darum ob und wie meine Freundin ihr Vermögen (sie ist bis auf ihre Pension mittlerweile mittellos) zurückbekommen kann.
Momentan sitzt sie in einer Mietwohnung in Marbella und kommt nicht nach Deutschland, weil sie hier nichts mehr besitzt!

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank, jetzt wird der sachverhalt immer klarer !

 

Folgende letzte Frage noch: Wem gehörte denn das Penthouse ? Der Frau, dem Mann oder beiden ? Wer wurde denn Erbe des Mannes ? Was genau, außer dem Kontakt abbrechen, hat die Frau getan ? Ist in dem Vertrag irgendetwas geregelt, wie sich die Frau verhalten soll ? Z.B. Übernahme von Pflegeleistungen usw. ?

 

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Die Wohnung gehörte beiden Ehepartnern, allerdings hat der verstorbene Mann die Wohnung überschrieben. Es gibt keinen Vertrag zwischen den Parteien. Die "Tochter" hat nur Fürsorge vorgegaukelt und der ältere Herr (ü80) hat sich dann erweichen lassen und dem Kind, das er ja nie hatte das Vermögen überschrieben. Das Testament wurde letzte Woche noch einmal angefordert, in der Hoffnung dass der Notar ein Duplikat hat.

Sehr geehrter Fragesteller,

Entschuldigung, aber jetzt wird die sache wieder unklar. Was meinen Sie mit "allerdings hat der verstorbene Mann die Wohnung überschrieben. Es gibt keinen Vertrag zwischen den Parteien.". gab es keinen notariellen Vertrag ?

Ich frage nochmals ganz klar nach: Hat der Mann die Immobilie per Testament vermacht oder zu Lebzeiten notariell überschrieben ?

 

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Die Immobilie wurde zu lebzeiten notariell überschrieben.
Ihre Frage nach dem Vertag habe ich flasch verstanden. Es gab keine vertraglichen Bedingungen für die begünstigte Dame

Sehr geehrter Fragesteller,

 

danke für die Nutzung von Justanswer.

Das Problem liegt zunächst darin, dass der Mann, dem - so hatte ich Sie verstanden - zumindest zur Hälfte Eigentümer war, nun verstorben ist und somit eine Rückforderung wegen großen Undank oder Verarmung usw. nicht mehr möglich ist.

 

Zurückgefordert werden kann allenfalls der überschriebene Anteil der Frau. Hier käme eine Verarmung in Betracht, wenn die Frau keine finanziellen Resourcen mehr hat und somit nicht mehr weiß, wie sie ihr Leben finanzieren soll. Die Pension darf also nicht ausreichen, um die Lebenshaltungskosten zu finanzieren.

 

Die weitere Möglichkeit wäre eine Rückforderung wegen groben Undank. Hier sind in § 530 BGB die Voraussetzungen aufgeführt. Allein, dass sich die "Tochter" nicht mehr kümmert, würde nicht reichen. Es muss vielmehr eine schwere verfehlung vorliegen.

 

Letztendlich bedaure ich sehr, aber eine Rückforderung wird leider kaum durchsetzbar sein, weil die Voraussetzungen offenbar fehlen.

Ich hoffe, Ihre Fragen wurden beantwortet. Wenn weitere bestehen, teilen Sie diese bitte mit. Anderenfalls bitte ich Sie um Bewertung der erteilten Antwort über die Sterne. Vielen Dank !

 

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

S. Grass und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.