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Rain Nitschke
Rain Nitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1758
Erfahrung:  Fachanwältin f Familienrecht, Fachanwaltslehrgänge Steuer- und Erbrecht
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Rain Nitschke ist jetzt online.

Hallo, ich bin geschieden, 2 Kinder. 1. Kind lebte seit der

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich bin geschieden, 2 Kinder. 1. Kind lebte seit der Trennung beim Vater, ist jetzt an anderem Wohnort in der Ausbildung. 2. Kind lebt in meinem Haushalt und macht eine schulische Ausbildung, die mit Fahrtkosten ca 500€ kostet. Bei der Scheidung haben mein Ex-Mann und ich auf gegenseitigen Unterhalt verzichtet. Ist mein Exmann dem 2. Kind nun Unterhaltsverpflichtet, wenn er dem 1. Kind keinen Unterhalt mehr zahlt?
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: niedersachsen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Ich glaube nicht.

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

Wie alt sind die Kinder denn?

Der gegenseitige Verzicht dürfte sich nur auf den Ehegattenunterhalt nach der Scheidung beziehen. Oder haben Sie tatsächlich festgelegt (notarielle Urkunde/ Beschluss des Gerichtes), dass bei der Aufteilung der Kinder kein Unterhalt von dem anderen für das jeweilige Kind gefordert werden kann? Eigentlich kann auf Kindesunterhalt nicht verzichtet werden. Sie können natürlich intern regeln, dass wechselseitig kein Unterhalt gezahlt wird, wenn die Beträge gleich hoch sind.

Mit freundlichen Grüßen

K. Nitschke

Rechtsanwältin

 

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Ich habe im Beschluss nichts darüber finden können. Gemeint war von uns der Kindesuntethalt. Es gab keinerlei gegenseitige Zahlungen.

Den Unterhalt von der Gegenseite nicht einzufordern macht natürlich nur Sinn, wenn die Kinder auch jeweils das gleiche Geld erhalten würden. Ein Missverhältnis ensteht ja zB, wenn Ihr Exmann deutlich mehr als Sie verdient und das Kind, das bei Ihnen lebt dadurch einen höheren Anspruch hat, als das Geschwisterkind, für das Sie aufkommen müssten.

Was aber die aktuellen Kosten angeht, so reden wir hier sehr wahrscheinlich gar nicht über den regulären Unterhalt, sondern um Mehr/ oder Sonderbedarf, an dem sich beide Eltern quotal anhand des jeweiligen Einkommens zu beteiligen haben. Wie kommen denn die hohen Kosten von 500,00 EUR monatlich zustande?

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Ich glaube, ich schreibe es etwas ausführlicher, vielleicht ist es dann klarer:
Trennung 1.1.2016 1. Kind Lisa (geb. 1998) zieht mit zu dem Vater. 2. Kind Bela bleibt bei mir (geb. 2001). Scheidung August 2017. Verzicht auf Ehegattenunterhalt und auch auf den der Kinder, da wir ungefähr gleich viel verdienen. 09/18 beginnt Bela eine Ausbildung als Physiotherapeut (Kosten: 340€ Schulgeld 150€ Fahrtkosten). Der Vater beteiligt sich mit 150€.
8/19 Lisa beginnt eine Ausbildung in Köln und bekommt ca 500€ Ausbildungsvergütung plus ca 400€ Ausbildungsbeihilfe, da sie auch noch hohe Fahrtkosten hat. Der Vater zahlt ihr meines Wissens nach das Kindergeld und 35€ Taschengeld.

Vielen Dank. Hier müsste tatsächlich eine entsprechende Berechnung vorgenommen werden. Teilen Sie aber bitte noch mit, wie viel Sie beide durchschnittlich verdienen. Wir haben es mit zwei volljährigen Kindern zu tun, bei denen die Berechnung des Bedarfes der Kinder anhand beider Einkommen ermittelt wird. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass Ihre Tochter sich ihre Ausbildungsvergütung anrechnen lassen muss

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Ich habe noch einen Nebenjob angenommen und verdiene insgesamt 2900€. Mein Exmann kann ich nur schätzen: 2300

Rechnet man die beiden Einkommen zusammen, läge der Bedarf Ihrer volljährigen Kinder jeweils bei 640,00 EUR. Ich gehe aber davon aus, dass Sie noch Fahrtkosten und ggf eine Altersvorsorge haben, daher können wir hier sicher auch mit einem Bedarf nach der 9. Einkommensstufe rechnen. Dann wären es 598,00 EUR pro Kind.

Ihre Tochter scheint ihren Bedarf bereits durch die Ausbildungsvergütung und die Beihilfe zu decken. Diesbezüglich müsste Ihre Tochter jedoch darlegen, welche Kosten sie insgesamt hat und ob neben der Ausbildungspauschale auch weitere Kosten abgerechnet werden können. Diesbezüglich kann es hier ggf. noch zu einem minimalen Anspruch der Tochter kommen, der dann auch quotal berechnet werden müsste.

Nach Ihrem Einkommen würden Sie aktuell mit 66 % für den Unterhalt haften und Ihr Ex Mann mit 34 %.

Danach würden Sie für den Sohn, mit 394,68 EUR am Unterhalt beteiligt und Ihr Ex- Mann mit 203,32 EUR.

Der Mehrbedarf wird nach der gleichen Formel berechnet. Fallen also Kosten in Höhe von 500,00 EUR an, dann zahlen Sie davon 330,00 EUR und Ihr Ex - Mann 170,00 EUR.

Beachten Sie aber bitte, dass sich die Quote ändern kann, wenn Sie beide einmal konkret offen legen, wie viele Fahrtkosten Sie haben und ob ggf noch eine zusätzliche Altersvorsorge besteht.

Meines Erachtens lohnt es sich daher schon, den Unterhalt einmal für beide Kinder konkrete anhand der benötigten Unterlagen berechnen zu lassen.

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Sollte Ihre Frage beantwortet sein, würde ich mich über Ihre positive Bewertung durch Anklicken der Sterne ( 3-5) freuen. Dadurch wird das Guthaben auf Ihrem Kundenkonto an mich weiter geleitet und die Beratung vergütet. Sollten Sie noch Hilfe zu dieser Problemstellung benötigen, zögern Sie nicht, weitere kostenlose Nachfragen zu stellen. Setzen Sie dazu bitte den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten einfach fort.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Nitschke

Rechtsanwältin

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Habe ich das richtig verstanden:
Auch wenn mein Sohn Bela bei mir wohnt, hat er einen Anspruch auf die 394,68€? Oder wird davon noch etwas abgezogen, weil er noch hier wohnt und verpflegt wird? Und wie wird das Kindergeld von Bela eingerechnet? Oder bekommt er es zusätzlich?

Bei volljährigen Kindern geht das Gesetz nur noch von Barunterhalt aus, da nur minderjährige Kinder betreut werden müssen. Deswegen berechnet man den Unterhalt anhand beider Einkommen und bildet dann die Haftungsquote. Ab 18 steht auch dem Kind selbst der Unterhalt, sowie das Kindergeld zu. Deswegen müssen Kinder über 18 in Ihren Unterhalt auch eigentlich selbst geltend machen.

Wird Ihr Sohn aber weiterhin zuhause verpflegt, müssen Sie Ihrem Kind das Geld nicht auszahlen. Sie zahlen ja weiterhin einen Teil der Miete für ihn (für sein Zimmer) oder kochen das Essen etc. Wenn Sie z.B. die 500,00 EUR Kosten zahlen, dann können Sie auch von Ihrem Sohn verlangen, dass er das Geld, was er von seinem Vater erhält, auch an Sie weiterleitet.

Haben Sie noch Rückfragen? Gerne - setzen Sie dazu einfach den Chat fort. Anderenfalls darf ich höflich um Ihre Bewertung bitten, damit die Beratung honoriert wird. Zusatzkosten entstehen Ihnen dadurch natürlich nicht. Rückfragen wären auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich. Vielen Dank und alles Gute!

Rain Nitschke und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Liebe Frau Nietschke, ich glaube, ich habe es verstanden.
Mein Exmann müsste nach den Zahlen, die ich Ihnen gegeben habe, 203€ Unterhalt an meinen Sohn bezahlen und 170€ für die Mehrkosten.
Ich zahle die restlichen 330€ für die Schule und den Unterhalt, den ich leisten müsste (394€), nehme ich für Miete, Essen, Kleidung etc. Zudem könnte ich von meinem Sohn noch den Unterhalt vom Vater fordern.
Ich muss dazu sagen, dass ich meinen Exmann nicht schröpfen möchte. Schlussendlich bleibt mir nichts anderes übrig als die gezahlten 150€ als einzige Zahlung des Vaters hinzunehmen, da mein Sohn die weitere Zahlung einklagen müsste, was er nicht tun wird.
Vielen Dank für die Hilfe, ich werde auch zügig die Bewertung abgeben, damit sie auch ihr Geld bekommen ;-)