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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5298
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Hallo, ich habe folgende Frage: ich habe 1 möbliertes Zimmer

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
ich habe folgende Frage: ich habe 1 möbliertes Zimmer in einer Vier-Zimmer-Wohnung untervermietet. Ich lebe selbst auch in der Wohnung und bin der Hauptmieter.Ich hatte mit dem Untermieter schriftlich eine Kündigungsfrist von drei Monaten vereinbart. Das Zusammenleben ist leider so unerträglich geworden, dass ich ihm schriftlich fristgerecht zum 29.02.20 gekündigt habe.Jetzt habe ich gelesen, dass es für diesen Fall (möbliertes Zimmer in der Wohnung, in der man selbst lebt) ein Sonderkündigungsrecht gibt, dass zwei Wochen zu jedem Monatsende beträgt.Frage: kann ich von diesem Kündigungsrecht in diesem Fall Gebrauch machen und meinen Untermieter zum 31.12.19 kündigen?Vielen Dank ***** ***** Grüße
JA: Wann soll die Mietzeit beginnen?
Customer: die Mietzeit hat vor vier Monaten begonnen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: nein, keine weiteren Details

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

 

Sie könnten bei Vermietung eines möblierten Zimmers zwar ein Sonderkündigungsrecht von 2 Wochen haben gem. § 573c Abs. 3 BGB iVm. § 549 Abs. 2 Nr. 2 BGB. Aber Sie haben vertraglich eine Kündigungsfrist von 3 Monaten vereinbart. Und diese vertragliche Regelung geht der gesetzlichen vor. Das bedeutet, dass die Kündigungsfrist 3 Monate ist.

 

Vorzeitig könnten Sie nur kündigen, wenn Sie einen wichtigen Grund haben. In § 543 Abs. 1 BGB - Außerordentliche fristlose Kündigung aus wichtigem Grund - heißt es hierzu:

 

Jede Vertragspartei kann das Mietverhältnis aus wichtigem Grund außerordentlich fristlos kündigen. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere eines Verschuldens der Vertragsparteien, und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht zugemutet werden kann.

 

Ob das auf Ihren Fall zutrifft, kann ich nicht beurteilen. Letztlich hätte ein Richter darüber zu entscheiden. Und Sie hätten die Beweislast, d.h. Sie müssten beweisen, dass es einen wichtigen Grund, wenn Sie darauf eine Kündigung stützen wollen.

 

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
alles klar, vielen Dank für die schnelle Anwort. Ich denke, ich habe keinen "wichtigen Grund", mit dem ich vor Gericht ziehen wollen würde...

Ja. Vermutlich genügt das Verhalten Ihres Mieters nicht, um einen wichtigen Grund anzunehmen.

 

Es freute mich, wenn ich helfen konnte.

Alles Gute!

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