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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5297
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Wir sind Ende 2017 in einen Neubau gezogen, Ende 2018

Kundenfrage

Wir sind Ende 2017 in einen Neubau gezogen, Ende 2018 ausgezogen und haben gegen etwa April 2019 erfahren, dass die Stromzähler vertauscht wurden. Einige Mieter bekamen von Ihren Stromanbietern deswegen alle bisher bezahlen Abschläge zurück. Uns wurde dies nicht automatisch angeboten. Kann ich den Stromanbieter auffordern, unsere Abschläge zu erstatten? Denn er kann den korrekten Verbrauch auch nicht nachweisen, welcher eigentlich von uns ist.
Gepostet: vor 12 Tagen.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 12 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Sie können zuviel gezahlte Stromkosten zurückfordern. Verjährung ist noch nicht eingetreten. Wenn Sie zuviel an Strom gezahlt haben, ist der Stromanbieter um die Zuvielzahlung bereichert, sodass Sie einen Erstattungsanspruch gemäß § 812 BGB haben. Sie können den Stromanbieter auch darauf hinweisen, dass andere Mieter Ihr Geld zurückbekommen haben und es keinen Grund gibt, Sie anders zu behandeln.

In einem etwaigen Rechtsstreit müssten Sie beweisen, dass die Stromabrechnung zu hoch war. Hier genügte im Prozess der Hinweis darauf, dass die Abrechnung nicht richtig sein kann, weil die Zähler vertauscht wurden. Dann muss der Stromanbieter den Nachweis zu Ihrem Stromverbrauch führen, was wohl nicht möglich ist, wenn ich Ihren Sachverhalt richtig verstehe. Allenfalls eine Schätzung könnte in Betracht kommen. Aber da muss der Richter auch von überzeugt werden, dass eine Schätzung ein zulässiger Weg wäre. Im Zweifel wird er zu Ihren Gunsten entscheiden.

Aber versuchen Sie es doch einfach mal erstmal außergerichtlich beim Stromanbieter. Wenn das nicht fruchtet, sollten Sie sich einen Anwalt suchen, der Ihnen hilft.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Ich muss noch was nachtragen. Wir bekamen im September eine korrigierte Abrechnung, wir sollten 300 EURO nachzahlen. Wir haben widersprochen, weil wir nicht wussten, weshalb. Man erklärte uns dann den vertauschten Stromzähler und meinte dann, unser richtiger Stromzähler Stand vom Auszug wäre XXXX kwh gewesen. Ich bat um Beweise, welche man nicht erbringen konnte. Man meinte nur, mein hat den Netzbetreiber angeschrieben, aber dieser würde nicht reagieren.Denn angeblich sei zufällig auch am Tag des Auszug, der falsche Zähler abgelesen worden. Man konnte aber keine Beweise erbringen und die Rechnung bzw. der Mahnstopp wurde nun erstmal hinterlegt.Welche Form von Beweisen sind denn erlaubt, seitens des Anbieters?
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 12 Tagen.

Danke für Ihre Rückmeldung.

Eine gesetzliche Regelung, wann die Schätzung zulässig ist oder eben unzulässig, gibt es leider nicht. Beweismittel kann grundsätzlich nur der Zähler sein. Nur in Ausnahmen kann eine Schätzung zulässig sein. Denn es wurde ja Strom verbraucht, es ist nur unklar wieviel. Eine Schätzung ist z.B. zulässig, wenn der Zählerstand nicht abgelesen werden konnte, etwa weil kein Zugang zum Zähler möglich war. Aber auch ein Ablesefehler kann die Zulässligkeit der Schätzung begründen.

Sie könnten es ja hinsichtlich der 300 EUR auf einen Rechtsstreit ankommen lassen. Wenn sie nicht zahlen, muss der Anbieter sie verklagen. In dem Prozess könnten Sie dann überlegen, ob Sie widerklagend auch noch für die bereits gezahlten Rechnungen etwas zurückfordern.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 12 Tagen.

Gerne stehe ich für etwaige Rückfragen zur Verfügung. Ich kann aber erst morgen darauf eingehen, weil ich jetzt oflline gehen muss.

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