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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 32075
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo. Ich habe die Diagnose einer Patientin weitergegeben.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo. Ich habe im Juli die Diagnose einer Patientin weitergegeben. Da war ich leider unter Alkoholeinfluss und merkte nicht mehr was ich erzähle. Heute habe ich einen Anschreiben von ihrem Anwalt bekommen. Ich muss 2500€ Schmerzensgeld zahlen und eine schriftliche Erklärung einreichen wo steht, dass ich sämtliche materielle und immaterielle Schadenersatzansprüche die in der Zukunft noch entstehen können ersetze. Das alles soll ich bis zum 10.12 einreichen. Ist das jetzt zu viel verlangt? Ich würde das Geld zahlen aber mich nicht für die Zukunft verpflichten lassen. Ich weiß nicht mehr wie es weiter gehen soll. Ich habe nicht genug Geld um alles so schnell zu zahlen, weil ich meine Ausbildung weiter mache und wenn ich das mit der schriftliche Erklärung mache dann bin ich mein ganzes Leben pleite. Haben Sie einen Rat für mich? Vielen Dank!
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Niedersachsen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: erstmal nicht, danke

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

 

Grundsätzlich hat die Patientin hier einen Anspruch auf Schmerzensgeld, da hier eine Persönlichkeitsrechtsverletzung vorlag. Verstöße gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arztes werden von den Gerichten im Bereich von 500-2000 EUR ausgeurteilt.

 

Das von der Patientin geforderte Schmerzensgeld ist meiner Ansicht nach zu hoch angesetzt. Diese Verpflichtungserklärung sollten Sie nur dann abgeben, wenn tatsächlich die Gefahr besteht, dass es aufgrund der Persönlichkeitsverletzung zu künftigen Schäden kommen wird, was eher unwahrscheinlich ist.

 

Meiner Ansocht nach sollten Sie der Patientin ein Gegenangebot machen und Ihr zur Abgeltung aller Ansprüche ein Schmerzensgeld im Bereich von 500 EUR bis 1000 EUR anbieten.

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Wie sieht es aber aus mit der schriftliche Erklärung?

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

eine solche schriftliche Erklärung ist allenfalls dann veranlasst, wenn zu befürchten ist, dass die Dame künftig noch weitere Schäden davonträgt. Bei einer Persönlichkeitsverletzung sehe ich diese Gefahr allerdings nicht.

 

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

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