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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 12579
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Vor 25 Jahren wurde bei uns ein Ölofen durch eine Gastherme

Diese Antwort wurde bewertet:

Vor 25 Jahren wurde bei uns ein Ölofen durch eine Gastherme im Zuge einer Modernisierungsmaßnahme ersetzt (die Miete ist dadurch deutlich gestiegen). Diese ist nun kaputt. Der aktuelle Kamin wurde vom Bezirksschornsteinmeister abgelehnt und wir müssten nun eine neue Therme an den 2. Kamin im Raum anschließen. Dies kostet den Vermieter (inkl.Rohrverlegung und Therme) ca.7.000 Euro. Er sagt nun, dass er bestimme ob an diesem Kamin eine neue Therme betrieben wird oder nicht. Weil er das so nicht möchte - besteht er nun darauf uns Elektroheizungen einbauen - die zwar günstig in der Anschaffung sind - jedoch bei einem Raum mit 100qm für uns mit monatlichen Mehrkosten von ca. 500-600 Euro zu buche schlagen. Darf er das?
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Bayern
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Nein

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer.
Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Das angedachte Vorgehen des Vermieters ist so nicht möglich.

Denn das Mietrecht sieht parallel auch kontinuierliche Verbesserungen der Mieter zur Energieeinsparung vor.

In Ihrem Fall wäre die "Rückrüstung" zu Elektro-Heizöfen klar kein Fortschritt in der Energieeinsparung.

Somit steht u. a. § 10 Abs. 5 EnEV entgegen, der bei Nachrüstung verbesserte Heizergebnisse fordert.

Hierauf können Sie den Vermieter verweisen und einfordern, dass eine energiesparende Heizungsanlage vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Sehr geehrter Hr Traub, genau diese Auskunft hatte ich über Örag auch erhalten. Dies hatte ich ihm dann auch kurz geschrieben,mit folgendem Wortlaut: "Eine Elektroheizung ist außerdem eine "Zurückstufung" der damaligen Modernisierung durch und nicht zeitgemäß"

Seine Antwort darauf lautet: " Dass sich nun einer der Kamine benutzen läßt , bedeutet aber nicht zwangsweise , dass ich dieser Variante zustimme.
Auch fürchte ich , dass nicht Sie es sind , die festlegt was zeitgemäß ist und was eine "Rückstufung" der 1994 vorgenommenen Modernisierung darstellt .
Wenn Sie aber an einem erneuten Gespräch zur Lösung des Problems kein Interesse haben werde ich dem Installateur morgen schreiben , dass er den
nächstmöglichen Termin anderweitig vergeben kann .
Höchstvorsorglich weise ich Sie darauf hin , dass ich eine eigenmächtige
Reparatur / Auswechslung Ihrer Heizung nicht akzeptieren werden"

Wir haben seit dem 24.10. keine Heizung.

Mit freundlichem Gruß
B.Bey
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Hat er damit recht? Kann er den Anschluß an dem 2.ten Kamin verweigern? Dann käme ja nur noch eine E-Heizung in Frage.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zunächst ist es ja nicht Ihre Schuld, dass der angeschlossene Kamin nicht tauglich ist.

Wenn die Möglichkeit besteht, die Heizungsanlage an einen zweiten, vorhandenen Kamin anzuschließen, hat dies der Vermieter zu tun.

Denn was wäre die Alternative. Dass Sie keine Heizung hätten (unzulässsig!!!).

Der Rückbau auf Elektroheizungen entspricht nicht den gesetzlichen Anforderungen (wenn eine andere Alternative möglich ist).

Dies wäre, wenn sich der Vermieter quer stellt, ggf. gerichtlich zu klären.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

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