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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 12583
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe 1997ein Haus gebaut. Das Dach sollte ein

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich habe 1997ein Haus gebaut. Das Dach sollte ein hinterlüftetes Titanzinkblechdach sein, das ein Leben lang hält. Nach ca. 15 Jahren begann es herein zu regnen. Es stellte sich heraus, dass das ganze Dach verrottet und verschimmelt ist. Nach dem Gutachten wurde grob gegen die bautechnischen Vorschriften verstoßen. Es fehlen Dampfsperre und Hinterlüftungszone. Die Isolierung ist lückenhaft. Die Folgen dieses Baupfusches sind natürlich nicht nach 5 Jahren ersichtlich. Es ist mir unverständlich, dass da kein Anspruch auf Schadensersatz besteht. Die Reparaturkosten belaufen sich auf 40000 €.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Thüringen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Das ist eigentlich im Groben alles.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer.
Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Ich bedaure Ihnen mitteilen zu müssen, dass nach Ablauf der 5-Jahresfrist ab Abnahme der Bauträger/Handwerker sich auf eingetretene Verjährung berufen kann.

Der Gesetzgeber hat dies auch bewusst zum Schutz der Bauunternehmen gemacht. Daher bietet sich bei der Abnahme eines Bauwerks ein Sachverständiger an (z. B. vom TÜV). Ein solcher würde mögliche Mängel erkennen. Zudem würde dieser ggf. parallel haften.

Ansonsten wird das Durchsetzen eines Anspruchs gegen den Bauträger/Handwerker schwer und ist nur möglich, wenn vorsätzlich Mängel verschwiegen wurde oder den Unternehmer ein Organisationsverschulden trifft.

Anbei der Link eines Kollegen, der die Thematik ausführlich beschreibt:

https://www.anwalt-fliege.de/versteckte-maengel-beim-hausbau

Was in Ihrem Fall jedoch ein Ansatzpunkt sein kann ist, dass der Bauträger/Handwerker Sie vorsätzlich betrogen hat. Denn er hat ein unzureichendes Dach als "ordnungsgemäßes" Dach verkauft.

In diesem Fall hätten Sie, wenn wirksam durch ein Gericht festgestellt, einen Schadensersatzanspruch ab Kenntniserlangung der Umstände.

Dies könnte Ihnen in Ihrem Fall weiter helfen.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

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