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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 30681
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag. Meine Oma ist diesen Jahres verstorben sie

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Meine Oma ist diesen Jahres verstorben sie hinterließ ein Haus und setzte ihre drei Enkel zur alleinigen Erben ein. Ihr Sohn wurde vom Erbe ausgeschlossen. Wir müssen das Haus verkaufen um jeden seinen Anteil aus zu bezahlen jedoch verhindert der Sohn den Verkauf des Hauses durch Bedrohung Beleidigung gegenüber der Maklerin potentiellen Käufern und uns als Erben. Er bestätigte das komplette Haus und Stahl auch die ganzen Möbel meiner Oma. Sachschaden und Diebstahl wurden angezeigt her 10.000 €. Zudem benutzte er die Kontonummer meiner verstorbenen Oma um Gläubiger denen er Geld schuldet damit zu bezahlen. Ich habe das Konto direkt sperren lassen und das Geld auch wieder zurückgeholt bin zur Polizei und habe dies auch angezeigt. Der Sohn meiner Oma hat erhebliche Alkohol Probleme und kann mit Geld nicht umgehen so dass er gesetzlich einen Betreuer für seine Finanzen bekommen hat nun sitzt der Sohn in Haft für 6-12 Monate. Wir müssen nun eine Räumungsklage bewerten damit wir seine Wohnung räumen können und das Haus endlich verkaufen können. Wir als Erben sehen den Sohn nicht als Erbunwürdig und nun ist meine Frage können wir das Erbe streitig machen oder zu mindestens kürzen?
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Ich denke ich habe jetzt alles geschrieben was wichtig ist.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

 

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

 

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass unter den mitgeteilten Umständen eine Kürzung des Pflichtteils oder ein Vorenthalten rechtlich nicht in Betracht kommt.

 

Hierzu im Einzelnen:

 

1.) Da der Sohn enterbt wurde, steht diesem ohnehin nur der gesetzliche Pflichtteil gemäß § 2303 BGB zu.

 

Dieser Pflichtteil kann nur unter den sehr engen Voraussetzungen des § 2333 BGB entzogen werden, und dies auch nur durch eine ausdrückliche Verfügung durch den Erblasser in dem Testament - woran es hier leider fehlt.

 

2.) Zwar ist bei Vorliegen der Voraussetzungen einer Erbunwürdigkeit auch ein Pflichtteilsberechtigter nicht mehr berechtigt, den Pflichtteil zu beanspruchen, die Voraussetzungen einer Erbunwürdigkeit finden also auch auf einen Pflichtteilsberechtigten Anwendung.

 

Leider liegen jedoch die gesetzlichen Voraussetzungen einer Erbunwürdigkeit hier nicht vor: Diese sind abschließend in § 2339 BGB gesetzlich geregelt:

 

https://dejure.org/gesetze/BGB/2339.html

 

Leider werden Sie den Sohn daher nicht für erbunwürdig erklären lassen können.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keinen angenehmere Mitteilung übermitteln zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Vielen Dank. Allerdings hat meine Oma es schriftlich niedergelegt dass sie ihren Sohn aus dem gesetzlichen Erbe ausschließt . Würde das was bringen?

 

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

 

Ja, das kann in der Tat ein Indiz für eine Erbunwürdigkeit sein.

 

In diesem Fall müssen Sie gemäß § 2340 BGB die Anfechtungsklage zum Nachlassgericht innerhalb eines Jahres seit dem Erbfall (=Ableben der Großmutter) erheben, damit die Erbunwürdigkeit gerichtlich festgestellt wird!

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Kristian Hüttemann
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Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Muss die Anfechtungsklage durch einen Anwalt erfolgen? Oder darf ich das selbst machen ?

Das können Sie problemlos selbst machen - Sie benötigen hierzu keinen RA!

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.

Vielen Dank.