So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 30395
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Meine Frage betrifft die Unterhaltszahlungen für meinen Sohn

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Frage betrifft die Unterhaltszahlungen für meinen Sohn an die Kindsmutter.
Getrennt lebend seit Februar 2018. Statt 270 Euro pro Monat (x 21 Monate = 5.670) habe ich deutlich mehr bezahlt, immer zwischen 300 und 500 Euro. Ich wusste es nicht besser, ich komme aus Frankreich und wollte einfach nur ausreichend meiner Pflicht als Vater nachkommen. Währenddessen blieb und bleibt das Kindergeld vollständig bei meiner Ex (waren nicht verheiratet) und ich habe mich immer um meinen Sohn gekümmert, es herrscht das gemeinsame Sorgerecht seit einiger Zeit, mein Sohn lebt jedes 2. WE bei mir und zusätzlich die Hälfte aller Schulferien (Bayern).
Die Differenz der gezahlten Beträge und dessen, was ich hätte zahlen müssen gemäß der Düsseldorfer Tabelle beläuft sich auf 9 Monate Unterhaltszahlungen. Meine Ex ist sehr gut situiert und hat einen neuen Partner, mit dem sie zusammenlebt, der ebenfalls mehr als gut situiert ist. Habe ich das Recht, die Unterhaltszahlungen für 9 Monate auszusetzen?
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Natürlich kann ich alle Zahlungen nachweisen durch Konto-Auszüge, zwei Monate habe ich in bar bezahlt, meine Ex streitet das bisher nicht ab. Ich habe außerdem schriftliche Konversation darüber, ich könnte notfalls nachweisen, dass ich gezahlt habe, auch wenn man es nicht auf den Auszüge sieht.
Vielleicht auch noch wichtig: Ich bin Kellner und verdiene netto 1.350 Euro, es waren auch schon mal deutlich weniger. Trotzdem habe ich immer pünktlich gezahlt und erst heute im Jugendamt erfahren, dass ich laut der Tabelle nur 270 Euro hätte zahlen müssen. Für November habe ich noch nicht bezahlt und möchte die nächste Überweisung erst im August 2020 machen, aber eben nicht ohne mich abzusichern, dass das rechtens wäre.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

 

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

 

Ja, Sie haben wahlweise das Recht, entweder den zuviel gezahlten Unterhalt zurückzufordern oder aber mit dem (künftigen) Unterhaltsanspruch (für die Dauer von neun Monaten) die Aufrechung gemäß § 387 BGB zu erklären.

 

Da Sie in dieser Höhe zuviel Unterhalt gezahlt haben, ist Ihr unterhaltsberechtigtes Kind um diesen Betrag nach § 812 BGB ungerechtfertigt bereichert mit der Folge, dass Sie Rückzahlung verlangen können.

 

Alternativ hierzu können Sie diesen zuviel gezahlten Betrag auch gegen die künftigen Unterhaltsforderungen aufrechnen - Sie müssten dann also in der Tat für die kommenden neun Monate keinen Unterhalt zahlen.

Klicken Sie bitte oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne/"Toller Service","Informativ & hilfreich","Frage beantwortet"), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann zahlt JustAnswer die Vergütung für die anwaltliche Beratung an mich aus.

Gern können wir Ihr Anliegen auch telefonisch im persönlichen Gespräch ausführlich erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Hervorragend, vielen Dank! Sie haben mir hiermit sehr geholfen. Ich hätte noch eine weitere Frage: An der Düsseldorfer Tabelle steht, dass diese nur zur Orientierung gelte. Das heißt aber nicht, dass meine Ex dann behaupten kann, dass es schon rechtens gewesen sei, dass ich so viel mehr gezahlt habe, oder? Was bedeutet diese Anmerkung, dass es "nur zur Orientierung" gilt?


Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

 

Nein, das heißt es natürlich nicht: Die in der Düsseldorfer Tabelle niedergelegten Unterhaltsbeträge sind verbindlich, so dass Sie auch nur den dort ausgwiesenen Unterhaltsbetrag schulden - und nicht mehr!

 

Die gegenteilige Ansicht Ihrer Ex ist insofern falsch.

Klicken Sie dann bitte oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne/"Toller Service","Informativ & hilfreich","Frage beantwortet"), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann zahlt JustAnswer die Vergütung für die anwaltliche Beratung an mich aus.

Gern können wir Ihr Anliegen auch telefonisch im persönlichen Gespräch ausführlich erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Herzlichen Dank und einen schönen Abend Ihnen!

Sehr gern geschehen - auch Ihnen vielen Dank!