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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2001
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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Andreas Scholz ist jetzt online.

Es geht um die auf meinen Namen eingetragene Grundschuld.

Diese Antwort wurde bewertet:

Es geht um die auf meinen Namen eingetragene Grundschuld. Der gegnerische Anwalt und auch meine Anwältin sind der Meinung, dass mein Noch-Ehemann mir diese Summe von 50.000,- Euro gar nicht auszahlen muß. Ich müßte die Forderung belegen, dieses kann ich jedoch nicht, denn es wurde mir vor 4 Jahren mündlich versprochen, dass mir dieses ausgezahlt wird. Ich bin nun sehr verunsichert und frage mich, wozu diese Grundschuld eigentlich Sinn macht, wenn ich das Geld nicht bekomme.Ich vertraue auch meiner Anwältin nicht mehr. Ich bitte Sie um Rat - Danke !

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Grundschuld besteht ganz grundsätzlich unabhängig von einer zu sichernden Forderung, so dass Sie hier auc nicht in der Nachweispflicht eines Schuldverhältnisses sind. Im Übringen könnten Sie, wenn Sie im Besitz einer Bestellungsurkunde sind, in der sich Ihr Mann der sofortigen Zwangsvollstreckung unterworfen hat, die Vollstreckung auch grundsätzlich - aber vorbehaltlich anderer Vereinbarungen, die Sie mit Ihrem Mann ggf. haben - sofort betreiben.

Die Vollstreckung betreiben hieße, dass das Grundstück zwangsversteigert würde und Sie -je nach Rang Ihrer Grundschuld - aus dem Erlös die 50.000,00 € erhielten, soweit der Erlös diesen Betrag deckt.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Wieso schreiben denn meine Anwältin und die Gegenseite ich solle "Beweise" erbringen...es steht im Grundbuch in Rang 3 eine brieflose Grundschuld in der angegebenen Summe auf meinen Namen. Also kann ich auf eine Auszahlung bestehen ? Der gegnerische Anwalt behauptet es handelt sich um ein "abstraktes Sicherungsrecht" und will den "Rechtsgrund dieser Forderung" wissen.

"Abstraktes Sicherungsrecht" ist richtig, da die Grundschuld vom Bestand einer Forderung unabhängig ist. Weshalb wurde denn die Grundschuld zu Ihren Gunsten eingetragen?

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ich war Miteigentümerin des ehelichen Hauses und bin kurz nach der Trennung aus dem Grundbuch ausgetreten. Es wurde mündlich vereinbart, dass mir diese Summe ausgezahlt wird. Dieses wurde nicht schriftlich festgehalten, es war ein Versprechen meines Mannes, welches er nicht mehr hält. Was geschieht denn nun ? Also ist es das Papier nicht wert, auf dem es steht ? Fällt denn diese Summe noch in mein Endvermögen ? Den Scheidungsantrag habe ich am 1.3.19 erhalten, die Grundschuld wurde im März 2016 eingetragen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Ich bitte Sie, mir die letzte Frage zu beantworten...

Doch, der Betrag steht Ihnen zu. Dass die Vereinbarung mündich geschlossen worden ist, steht dem Ganzen grundsätzlich nicht entgegen. Es handelt sich hier um die Abrede, dass Sie gegen Zahlung von 50.000,00 € die Löschung Ihres Rechts am Grundstück bewilligen. In dieser Höhe ist Ihr Mann dann auch zur Zahlung verpflichtet.

Allerdings könnte der Rang bei Ihnen zum Problem werden: Wenn Ihr Mann nicht zahlt, dann müssten Sie die Zwangsversteigerung beantragen. Aus dem Erlös würden dann die vorrangigen Grundschulden bedient. Wenn der Erlös aus dem Verkauf nicht ausreicht, nach dem Bedienen der vorrangigen Grundschulden auch Ihre Grundschuld voll auszuzahlen, haben Sie in Höhe des Restbetrages einen Anspruch gegen Ihren Mann persönlich.

Dass der Vorgang zwischen Ihnen und Ihrem Mann allein mündlich besprochen worden ist, könnte freilich zu einem Nachweisproblem führen, wenn Ihr Mann eine der Grundschuld zugrundeliegende Abrede bestreiten würde. Dann allerdings würde sich die Frage stellen, weshalb er Ihnen dann eine Grundschuld überhaupt eingeräumt hat. Indiziell spricht dies dann wiederum dafür, dass es einen Vertrag zwischen Ihnen und Ihrem Mann gegeben hatt, der durch die Grundschuld zu Ihren Gunsten besichert werden sollte.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Stunden.
Gehört denn diese Grundschuld in mein Endvermögen oder wird beides getrennt behandelt ?

Der durch die Grundschuld besicherte Zahlungsanspruch gegen Ihren Mann gehört in Ihr Endvermögen. Sie müssten aber wg. der Grundschuld nicht darauf warten, bis über den Zugewinnausgleich entschieden wird, sondern können den Anspruch sogleich in das Grundstück des Mannes vollstrecken.

Andreas Scholz und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Stunden.
Danke Herr Scholz !