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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 30370
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, hallo, Hallo, 58Jahre, weiblich, wohnhaft in

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: hallo,
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Hallo, 58Jahre, weiblich, wohnhaft in Seligenstadt/Hessen, Schwerbesch.Ausweis 50% bis 30.11.2020 bin seit 16.07.2010 durchgehend als alleinige Kraft an einem Arbeitsplatz bei der Firma WISAG als Reinigungskraft beschäftigt. Lt. Brief 28.10.2019 von WISAG:"aufgrund der Kündigung des Reinigungsvertrages im Objekt BOSCH zum 31.12.2019, versetzen wir Sie ab 01.01.2020 wie folgt:" tägl. Arbeitszeit 4 Std. = 20Std/Wo. // Mit Änderungsvereinbarung mit Wirkung vom 01.04.2019 wurde eine Arbeitszeitangleichung auf 26,25/Wo vorgenommen. Meine Frage: Muss ich diese Versetzung mit einer monatl.Arbeitszeitkürzung von 25 Std. hinnehmen bzw. eine tägliche Entfernung des angebotenen Arbeitsplatzes von tägl. 15 Mehrkilometer ??

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

 

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

 

Nein, das müssen Sie rechtlich nicht hinnehmen.

 

Zwar steht einem AG ein Weisungsrecht gegenüber dem AN zu.

 

Dieses berechtigt ihn, die Art und Weise der Arbeitserledigung näher zu bestimmen und zu regeln.

 

Die Ihnen gegenüber ausgesprochene Versetzung ist allerdings von diesem Weisungsrecht nicht mehr gedeckt.

 

Das Weisungsrecht gilt nämlich dann nicht, wenn es um die Abänderung arbeitsvertragswesentlicher Umstände und Punkte geht - und das ist hier der Fall! Für eine Arbeitsvertragsänderung benötigt ein AG stets die Zustimmung des AN.

 

Sowohl die Anzahl der Arbeitsstunden als auch die sich hieraus ergebende Höhe der Vergütung sind wesentliche Umstände Ihres Arbeitsvertrages.

 

Diese Umstände kann Ihr AG aber nicht einseitig ändern, sondern dieses wäre nur mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung möglich.

 

Sie müssen die Versetzung daher nicht hinnehmen, denn diese ist ohne Ihre Zustimmung (die Sie nicht erteilen müssen!) unwirksam.

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Gern können wir Ihr Anliegen auch telefonisch im persönlichen Gespräch ausführlich erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
vom 06.Dez. - 31.12.19 befinde ich mich im Urlaub. Was wäre, wenn der AG sich nicht bei mir meldet und keinen Änderungsvertrag vorlegt und auch keine betriebsbedingte Kündigung ausspricht. Wäre ich dann noch weiterhin angestellt ? und aufgrund meiner 50% Schwerbehinderung ergäben sich veränderte Künd.-Fristen?


Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

 

Wenn der AG Ihnen keinen entsprechenden Änderungsvertrag anbieten sollte oder keine Kündigung ausspricht, dann bleibt es bei der bisherigen arbeitsvertraglichen Regelung.

 

Die Kündigungsfrist würde sich angesichts Ihrer Schwerbehinderung aber leider nicht verlängern.

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt