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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 12443
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Ich habe eine Frage zur Bestellung des Hausverwalters. -W,

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe eine Frage zur Bestellung des Hausverwalters.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: B-W
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Eine Verwaltung wurde gewählt, in der Versammlung wurde aber die Bestellung vergessen. Wie dies nun rechtlich ist und sich lösen lässt.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer.
Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Durch ordnungsgemäße Beschlussfassung ist der Hausverwalter bestellt.

Eine gesonderte Bestellung ist nicht notwendig.

Was jedoch notwendig wäre, ist noch ein Hausverwaltervertrag zu erstellen. In diesem ist u. a. Vergütung etc. sowie weitere Details geregelt.

Dies kann jedoch auch noch nachträglich durch den Verwaltungsbeirat erfolgen.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Das sehe ich leider anders.

Verwalterbestellung und Verwaltervertrag sind eigenständige Rechtsakte

Nach der sogenannten Trennungstheorie ist sowohl die Bestellung des WEG-Verwalters als auch der Abschluss des Verwaltervertrags ein jeweils eigenständiger Rechtsakt. Die Bestellung bedeutet, dass der Verwalter Organ der Eigentümergemeinschaftwird. Dagegen ist der Verwaltervertrag schuldrechtlicher Naturund regelt unter anderem weitere, über die im Wohnungseigentumsgesetz (WEG) genannten Aufgaben und Befugnisse des Verwalters hinausgehende Pflichten und Rechte, die Vergütung des Verwalters und die Laufzeit des Verwalteramtes.

Da Bestellung und Verwaltervertrag eigenständig sind, ist es möglich, dass beides auseinanderfällt. Daher kann dieBestellung des Verwalters wirksamsein, obwohl kein Verwaltervertragexistiert. Auch der umgekehrte Fall, wonach der Verwaltervertrag einschließlich eines (geminderten) Vergütungsanspruchs des Verwalters bestehen bleibt, obwohl er nicht als Verwalter bestellt ist, kommt in der Praxis vor.

Typische Fälle, in denen der Verwalter wirksam bestellt ist und kein rechtswirksamer Verwaltervertrag vorhanden ist, sind etwa:

Der Verwalter wurde zwar wirksam bestellt, aber es wurde kein Verwaltervertrag geschlossen
Der Verwalter wurde wiederbestellt, aber der mit der ursprünglichen Bestellung ausgelaufene Verwaltervertrag wurde nicht verlängert
Verwalterbestellung und Verwaltervertrag haben unterschiedliche Laufzeiten, so dass der Verwaltervertrag abgelaufen ist, obwohl der Verwalter noch im Amt ist.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre juristischen Ausführungen.

Sie schildern den Sachverhalt wie folgt:

- Eine Verwaltung wurde gewählt, in der Versammlung wurde aber die Bestellung vergessen.

Eine Wahl kann nur in ordnungsgemäßer Beschlussfassung erfolgen. Somit wäre dies die Bestellung. Ohne Beschluss macht auch eine Wahl keinen Sinn.

- Keine Regelung über Verwaltervertrag (wie von mir ausgeführt).

Aus meinen Ausführungen erkennen Sie klar, dass zwischen Verwaltervertrag und Bestellung zu unterscheiden ist.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Danke für Ihre Antwort Herr Dr. Traub.
In der Eigentümerversammlung wurde eine neue Hausverwaltung beschlossen, jedoch die "Bestellung", was scheinbar ein gesonderter Rechtsakt ist, vergessen (da dies die Vorverwaltung nicht gewusst hatte).
Die neue Verwaltung hat die Unterlagen entgegengenommen und führt wie vertraglich festgehalten auch die Arbeiten aus.
Nun hat die neue Verwaltung den Beschluss und einen unterschriebenen Vertrag, jedoch keine Bestellung.
Dies ist meines Wissens nach jedoch erforderlich.
Dies muss meiner Meinung nach aber nachgeholt werden.
Kann dies in der nächsten Versammlung der Gemeinschaft nachgeholt werden?
Die Verwaltung führt aufgrund des Beschlusses die Arbeiten bereits aus und möchte die Bestellung formhalber noch nachholen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Sie unterliegen hier einem Irrtum.

Mit wirksamem Beschluss ist die Hausverwaltung bestellt.

Es gibt keinen gesonderten Bestellungsakt wie beispielsweise bei einem Insolvenzverwalter, Nachlassverwalter etc.

Dies ist in der WEG nicht vorgesehen.

Mit dem Beschluss gilt der Verwalter als bestellt. Daher ist auch der Beschluss der WEG das Dokument, welches den HV legitimiert zur Kontoeröffnung etc.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Herzlichen Dank Herr Dr. Traub.
Lt. Protokoll wurde die neue Hausverwaltung "auf 3 Jahre zum neuen Verwalter gewählt. Die bisherige Verwaltung wird zum 1.07. übergeben".
Ist mit diesem Beschluss der ETV aus dem Mai (Monatsfrist natürlicha bgelaufen) die Bestellung Ihrer Ansicht nach erfolgt, auch wenn dies nicht explizit erwähnt ist?

 

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),gerne.Wenn dies nur im Protokoll steht, namentlich, dass die WEG einen Verwalter gewählt hat, erachte ich das als nicht ausreichend.Normalerweise muss ein formell korrekter Abstimmungsbeschluss über die Wahl des HV erfolgen.D. h. es muss ein TOP bestehen mit Wahl Hausverwalter.Ansonsten fand keine wirksame Wahl des HV und somit auch keine wirksame Bestellung statt.Wäre ein Beschluss im Protokoll vermerkt, der angenommen wurde, dann genügt das Protokoll als Beweis für die neue Wahl der HV.Mit freundlichen GrüßenDr. Traub-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
kann ich Ihnen noch weiterhelfen?
Sofern meine Ausführungen zu Ihrer Orientierung waren, bitte ich freundlichst um die Abgabe einer positiven Bewertung Ihrerseits (anklicken von mind. 3 Bewertungssternen).
Hierdurch entstehen Ihnen keine Zusatzkosten. Insbesondere hat dies keinen Einfluss auf die bereits an das Portal geleistete Zahlung.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

 

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),
ich hoffe, ich konnte Sie bei der Lösung Ihres Problems unterstützen.
Über ein Feedback in Form einer positiven Bewertung, die Sie sehr schnell und einfach über die Bewertungssterne (3-5 Sterne) abgeben können, würde ich mich sehr freuen.
Sollten Sie noch Hilfe zu dieser Problemstellung benötigen, zögern Sie nicht, weitere kostenlose Nachfragen zu stellen. Setzen Sie dazu bitte den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten einfach fort.
Mit vielem Dank für Ihre Nutzung von JustAnswer.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

 

RA Traub und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Herzlichen Dank Herr Dr. Traub.
Eine kleine Frage zum o.g. Fall habe ich noch:
Der bisherige Hausverwalter hat mehrere Wohnungen in dieser Gemeinschaft.
Als bisheriger Verwalter (gem. Vertrag berechtigt, für die Gemeinschaft Verträge abzuschließen) und Miteigentümer hat dieser den Vertrag mit der neuen Verwaltung abgeschlossen.
Dies wurde im Protokoll aber nicht aufgeführt.
Hat der neue Vertrag dennoch sowohl für die Gemeinschaft, als auch für den neuen Verwalter Bestand, auch wenn die WEG gem. Protokoll niemanden gesondert aufgeführt hat? Der bisherige Verwalter beruft sich auf seinen Vertrag, dass er dazu ermächtigt sei.