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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 31817
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Mein 86 Jahre alter Vater hat seit dem Frühjahr 2019 eine

Kundenfrage

Mein 86 Jahre alter Vater hat seit dem Frühjahr 2019 eine 26jährige russische Studentin als Untermieterin auf ca. 20 Quadratmetern möblierten Wohnraums. Dei beiden vertragen sich nicht, das Verhältnis ist unzumutbar geworden. Er hat ihr eine Kündigung bis zum Jahresende zukommen lassen (2 1/2 Monate, inkl. eines Gesprächs, wo gesagt wurde, sie solle sich bis zum Jahresende eine neuen Bleibe suchen, wären es drei Monate Kündigungsfrist), die sie ihm nicht als "zur Kenntnis genommen" gegenzeichnen möchte. Sie möchte gar nicht kommunizieren, über nichts reden, läuft davon.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Nun las ich, dass die Kündigungsfrist bei möblierten Zimmern tatsächlich nur zwei Wochen beträgt? Stimmt Das?
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Es wird von einem Mietvertrag gesprochen, der existieren soll, der uns jedoch nicht vorgelegt wird. So wie eben Gespräche nicht möglich sind. Mein Vater möchte, dass die Dame so schnell wie möglich auszieht, aber wie? Wir wohnen beide in Berlin.
Gepostet: vor 18 Tagen.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 18 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

 

Ja das ist in der Tat so und ist auch in § 573c III BGB geregelt.

 

Voraussetzung ist aber, dass es sich um Wohnraum nach § 549 II BGB handelt.

 

Das bedeutet: es muss sich um einen überwiegend von Ihrem Vater möblierten Wohraum handeln und die 20 m² müssen Teil der von Ihrem Vater selbst bewohnten Wohnung sein.

 

Wenn dies der Fall ist, dann kann Ihr Vater die Studentin bis spätestens 15. eines jeden Monats zum Ablauf des Monats kündigen. Dies natürlich auch dann wenn er bereits zum Jahresende gekündigt hat.

 

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Dem ist so, nun nimmt diese Dame allerdings nichts zur Kenntnis und lässt, wie gesagt, überhaupt nicht mit sich reden, ignoriert alles. Also die Kündigung von einem Zeugen in ihren Briefkasten befördern lassen? Denn bei Einschreiben wird sie behaupten, diese nie erhalten zu haben. Im schlimmsten Falle Räumungsklage? Wie geht man eine solche an?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 18 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

Sie müssen natürlich den Zugang der Kündigung beweisen können. Ein Einschreiben reicht hier als Nachweis aus, ebenso ein Zeuge der den Einwurf bestätigen kann.

 

Wenn die Dame nicht reagiert, dann wäre der nächste Schritt die Räumungsklage vor dem Amtsgericht. Diese kann Ihr Vater selbst oder durch einen Anwalt erheben. In der Klage wird beantragt, dass die Studentin die Wohnung zu räumen und geräumt an Ihren Vater herauszugeben hat. Für den Räumungsanspruch ist in der Verhandlung ausschlaggebend, dass Ihr Vater der Dame die Kündigung ausgesprochen hat.

 

Vollstrecken können Sie die Räumungsklage dann mit Hilfe des Gerichtsvollziehers der dann die Wohnung der Studentin räumen wird.

 

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Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt