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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 8449
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Hallo Frau Grass, wir möchten unsere Eigentumswohnung an

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Frau Grass,
wir möchten unsere Eigentumswohnung an eine türkische Kaufinteressentin aus Istanbul verkaufen. Diese hat einen hier lebenden Lebensgefährten, welcher Sie per (notarieller) Vollmacht bezüglich aller Angelegenheiten z.B. Eigentümerversammlung etc. vertreten würde. Trotz vorhandener Bonität lehnt die Verwalterin die Zustimmung zum Kaufvertrag ab, leider auch die 5 übrigen Eigentümer unseres Hauses. Was kann ich tun? Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Sehr geehrter Fragesteller,

ist in Ihrer Teilungserklärung bestimmt, dass bei einer Veräußerung der Verwalter zustimmen muss ? Oder woraus ergibt sich das Zustimmungserfordernis ? Wird begründet, warum die Zustimmung nicht erteilt wird ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Hallo Frau Grass, vielen Dank für die schnelle Reaktion. Ja, das Zustimmungserfordernis ergibt sich aus der Teilungserklärung. Gründe sind nur sehr schwammig, (Sprachbarriere, Vertretungsberechtigung des Freundes wird abgelehnt weil die beiden nicht verheiratet bzw. keine eingetragene Lebenspartnerschaft besitzen, unterschiedlicher Kulturkreis) Eine offizielle Begründung soll uns noch zugehen.
Für Ihre Hilfe danke ich Ihnen. Viele Grüße (Tel. 0177 3011530)

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, dass Sie Justanswer genutzt haben.

Mit Verlaub, aber die Gründe klingen in der tat sehr schwammig und sind keinesfalls sachlich. Aus § 12 Abs. 2 WEG ergibt sich, dass die Zustimmung nur aus einem wichtigen Grund versagt werden darf. Solche Gründe können die Bonität des Erwerbs sein und die Fahähkeit (oder Unfähigkeit), die Pflichten eines Wohnungseigentümers zu übernehmen. Die Sprachbarriere und die Vertretung, die ja aufgrund notarieller Vollmacht durch jedermann möglich wäre, sind sicher keine geeigneten Gründe.

 

Der Verwalter, der ohne "richtigen" Grund die Zustimmung verweigert, macht sich schadensersatzpflichtig.

 

ich empfehle, die schriftliche Begründung abzuwarten, dann ggf. darauf hinzuweisen, dass diese Gründe eine Verweigerung nicht rechtfertigen und dass Sie Schadensersatz geltend machen werden, wenn die Zustimmung nicht erteilt wird. Zudem könnten Sie auch auf Zustimmung zur Veräußerung klagen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Ich hoffe, Ihre Frage ist beantwortet. Falls noch Unklarheiten bestehen, nehmen Sie bitte Kontakt auf. Anderenfalls bitte ich Sie um Bewertung der Antwort.

 

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

S. Grass und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Hallo Frau Grass, vielen vielen Dank für Ihre Antwort. Sie haben mir damit sehr geholfen. Jetzt kann ich doch etwas beruhigter schlafen. Bitte veröffentlichen Sie unseren Dialog nicht! Nochmals vielen Dank. Ich werde mich bei Bedarf nochmals an Sie wenden. Ihnen alles Gute

Sehr geehrter Fragesteller,

das freut mich zu hören !

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und alles Gute !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass