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Ralf Hauser
Ralf Hauser,
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 371
Erfahrung:  Inhaber at Hauser Rechtsanwaelte
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Ralf Hauser ist jetzt online.

ich habe aktuell Probleme mit der KITA meiner Kinder.

Diese Antwort wurde bewertet:

ich habe aktuell Probleme mit der KITA meiner Kinder. Ich habe drei Kinder, zwei sind bereits eingewöhnt, der erste geht seit 2017, die Zweite seit 2018 in die Kita. Mein drittes Kind ist seit 11.8.19 in der Eingewöhnung. Alle sind oder werden Ganztagskinder. Die Eingewöhnung der Dritten (Lara) läuft seit Tag eins super, keine Probleme beim Essen, Schlafen, Trennung, sie fühlt sich bei allen Erziehern wohl und lässt sich trösten. Vor ein paar Wochen kam es dann zu einem Zwischenfall. Abholzeit war in dieser Woche 13 Uhr. Mein Mann ist selbständig als Zahnarzt und hatte kurzfristig Personalmangel, so dass ich bis 15 Uhr einspringen musste. Mit der Bezugserzieherin (BE) war deshalb morgens bei Abgabe des Kindes vereinbart worden, dass sie ausnahmsweise bis 15 Uhr bleiben kann. Laut der BE wäre das kein Problem, sie würde sich ja eh sehr wohl in der Kita fühlen. Allerdings sagten wir dazu, wenn es Probleme gäbe, wären wir natürlich jederzeit erreichbar und würden Lara früher abholen. Als mein Mann dann um 15 Uhr kam, wurde er von der Leitung blöd angemacht, weil sie diese Entscheidung nicht getragen hätte. Angerufen hat sie aber auch nicht. Zudem ist für uns die BE unsere Ansprechpartnerin und wir sahen keine Notwendigkeit ihre Entscheidungskompetenz zu hinterfragen. Das ganze Thema schaukelete sich hoch. Ich telefonierte am selben Tag noch mit der Leitung um den Vorfall zu klären, sie ist leider kritikunfähig, so dass das Gespräch erfolglos war, sie legte einfach auf. Auch montags darauf wollte sie in einem persönlichen Gespräch unsere Meinung weder hören noch annehmen , die BE stritt all ihre Worte bezgl. des längeren Aufenthalts von Lara ab und erfand ihre eigene Wahrheit, redete der Leitung nach dem Mund. Die Leitung warf uns sogar aus der Kita und wir nahmen die drei Kinder mit. Nach einem Telefonat mit dem Jugendamt fand ein Gespräch mit uns, der Leitung, der BE, dem Träger und einer Vertreterin des Jungendamtes statt. Das Gespräch an sich war sinnlos, allerdings einigte man sich, dass man zum Wohl der Kinder normal miteinander umgehen würde. Dies gelingt der Leitung soweit einigermaßen, der BE jedoch gar nicht. Beim KIta-Fest ignorierte die BE nicht nur uns, sondern auch alle drei Kinder. Meine mittlere Tochter fragte mich sogar warum sie nicht "Hallo" sagt. Nach dem Rauswurf durch die Leitung, sprach ich die BE von Lara persönlich an und bat um ein kurzes Gespräch .Ihre Antwort war, sie dürfe mit uns nicht reden. Vor kurzem, also in der Eingewöhnungszeit, war die BE mehrere Tage nicht da. Wir erhielten keine Info, 1. dass sie nicht da ist und 2. auch nicht wem wir Lara in die Hände geben sollen. Zur Info, Lara ist ein Jahr, Aimée (besucht die gleiche Gruppe wie Lara) ist 2 und Henri (besucht eine andere Gruppe) ist drei. Alle gehen gerne in die Kita, wobei man natürlich nicht weiß in wie weit die Ignoranz der BE und das Thema an sich auch die Kinder belastet. Aimée fragt öfter warum redet Frau … (also die BE) nicht mit dir und ob sie böse auf uns ist. Aimée trägt eigentlich seit gut drei Monaten keine Windel mehr. Seit dem Vorfall nässt sie oft sein. Kann Zufall sein oder auch nicht.

Wir als Eltern haben natürlich ein sehr ungutes Gefühl, insbesondere Lara in die Obhut der BE zu geben, möchten aber den Kinder auch nicht die Kita oder die Freunde nehmen. Weiterhin bin ich mit dem vierten Kind schwanger, was auch mal in diese Kita gehen soll. Daher meine Fragen: 1. Ist eine so lange Eingewöhnung normal? Wir wären planmäßig bei Abschluss der Eingewöhnung bei 12 Wochen! Ohne, dass es je ein Problem gab, was alle Erzieher immer schon sagen. 2. Was können wir gegen die BE tun? Vertrauen haben wir keins mehr. Und natürlich Angst, dass Sie die Kinder nicht pflichtgemäß behandelt. 3. Weiterhin habe ich AImée einmal beim Abholen mit einem weiteren Kind in einem abgeschiedenen Raum der Kita gefunden. Ohne Aufsicht. Was kann ich hier tun? Ebenso auch Henri mit zwei weiteren Kindern im Turnraum, was natürlich auch nicht ungefährlich ist. Kein Erzieher in der greifbaren Nähe. 4. Weiß ich von der Dame vom Jugendamt, dass sie mit der BE einen Gesprächstermin hat, weil diese laut Angaben des Jugendamts HIlfe und Unterstützung braucht. Das beunruhigt mich zusätzlich. Kann ich einer solchen Person meine Kinder anvertrauen bzw. muss ich es? Der Träger ist ein Freund der Leitung, hier kann ich also auch keine Hilfe erwarten. Noch dazu ist er Junggeselle und hat keine Ahnung vom Thema Kinderbetreuung.

Das Bundesland ist Rheinlandpfalz

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank, dass Sie sich an justanswer gewandt haben.

Nach dem Berliner Modell beträgt die Eingewöhnungszeit normalerweise 3 Wochen. Allerdings dehnen dies viele Kindergärten aus, weil Die eigentliche Eingewöhnung eines Kindes aus psychologischer Sicht mehrere Wochen beträgt und auch bis zu 3 Monaten gehen kann.

Sie müssen sich wegen des Problems mit der BE an die Kindergartenleitung wenden. Hilft dies nicht, sollten Sie den Träger des Kindergartens einschalten und insbesondere die Defizite schriftlich festhalten und gegenüber dem Träger um Abhilfe bitten. Wenn Kinder unbeaufsichtig in Räumen verbleiben, stellt dies bei unter 4 jährigen eine Aufsichtspflichtsverletzung dar. Sie sollten dies schriftlich beanstanden. Auch wenn der Träger ein Freund der Leitung ist, sollten Sie die Umstände schriftlich anzeigen. Insbesondere sollten Sie auch dafür Sorgen, dass das Jugendamt von den Aufsichtspflichtverletzungen durch die BE erfährt.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich freue mich immer über eine positive Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen. Selbstverständlich können Sie auch nach dem Bewerten noch Nachfragen stellen.

Beste Grüße

Ralf Hauser, LL.M.

Rechtsanwalt

 

Ralf Hauser,
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 371
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Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Sehr geehrter Herr Hauser,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Die Eingewöhnung erfolgt auch in dieser KITA nach dem Berliner Modell. Natürlich weiß ich, dass diese, je nach Kind ganz unterschiedlich lange dauern kann. Wenn es aber keinerlei Gründe gibt (außer Schikane), dass die Eingewöhnung über drei Monate geht, ist es dann trotzdem so hinzunehmen? Verstehe ich Sie richtig, dass es dafür keinen rechtlichen Anspruch gibt aus elterlicher Sicht? Ich werde, was die Eingewöhnung meiner Tochter betrifft, sowieso nichts mehr unternehmen, dennoch ist es für mich hier generell wichtig zu wissen, was überhaupt meine Rechte sind oder wären.

Ich habe leider bereits mehrfach versucht mich mit den Problemen die BE betreffend mit der Leitung und dem Träger zu unterhalten. Da diese aber sozusagen alle unter einer Decke stecken, wird dies auch zukünftig keine Wirkung erzielen. Was kann bzw. darf ich tun, wenn all die Bemühungen ins Leere laufen und sich die Situation, was zum Beispiel die Ignoranz der BE gegenüber der Kinder betrifft, weiter zuspitzt? Und die Kinder darunter leiden? Was tun, wenn auch das Jugendamt nichts gegen eine eventuelle weitere Aufsichtspflichtverletzung tut? Welche rechtlichen Schritte könnte ich einleiten? Verstehen Sie mich nicht falsch, ich hoffe, alleine schon im Sinne der Kinder, dass es soweit nie kommt. Dennoch muss ich für mich wissen, was ich im Fall der Fälle tun kann bzw. darf.

MfG
Linda Hangx
Sehr gerhrte Ratsuchende,
ja, leider haben Sie keine rechtlichen Möglichkeiten gegen die in der Tat lange Eingewöhnung vorzugehen. Zudem dürfte es schwierig sein zu beweisen, dass dies aus reiner Schickane geschieht, obwohl die Eingewöhnung mit 3 Monaten wirklich außergewöhnlich lang ist.
Wenn die BE und die Leitung nicht bereit sind, auf Ihre berechtigten Vorwürfe einzugehen, müssten Sie gerichtlich gegen den Träger vorgehen. Die BE ist Verrichtungsgehilfe des Trägers und dieser hat dafür zu Sorgen, dass den Pflichten aus dem Betreuungsvertrag nachgekommen wird. Wenn die BE gegen ihre Pflichten durch Ausgrenzung Ihrer Kinder oder Ihrer Tochter verstößt, könnten Sie einen Unterlassungsansoruch geltend machen. Dies ist die einzige Mlglichckeit.
Eltern haben zwar auxh nach SGB VIII Mitspracherechte bei der Betreuung im Kindergarten, die Allerdings nicht gerichtlich durchsetzbar sind. Deswegen bleibt nur die Mögluchkeit eins Unterlassungsansoruchs aus dem Betreuungsvertrag. Bei einer Aufsichtspfichtverletzung kann es eventuell auch zu einem Sxhneezensgeldanspruch oder Schadensersatzanspruch kommen. Dies hängt aber vom Einzelfall ab.

Beste Grüße
Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt
Entschuldigen Sie die vielen Schreibfehler, aber ich schreibe vom Mobiltelefon und die Tastatureingabe hat zu etwas Schwierigkeiten geführt. Ich hoffe, der Text ist trotzdem verständlich.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Hallo Herr Hauser,
vielen Dank für Ihren Rat.
Wie verhält es sich mit der Zahlung des Kita-Platzes für meine Tochter? Sie befindet sich ja in der Eingewöhnung und darf nicht bis Kita-Schließung bleiben. Wann und unter welchen Umständen darf ein Ganztagsplatz berechnet werden?
MfG
Linda Hangx
Das kommt ganz auf die vertraglichen Vereinbarungen an. Ich habe schon Verträge gesehen, bei denen sogar in der Eingewöhnung Ganztagsplätze berechnet wurden.