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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 31564
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, 2017 habe ich einen Ford

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren, im Juli 2017 habe ich einen Ford Focus von einem großen Autohaus für 10.500 Euro gekauft. Das Fahrzeug solle laut Inserat und Kaufvertrag circa 85.000 Kilometer gelaufen sein. Weiterhin zum Verkauf erhielt ich eine Gebrauchtwagengarantie in dem der Tachostand von 85.000 Kilometern ebenfalls vermerkt wurde. Leider musste ich das Fahrzeug Ende 2017 aus finanziellen Gründen wieder mit hohen Verlusten verkaufen. (6.000 Euro) 2019 erfuhr ich dann über die Staatsanwaltschaft Gießen, dass gegen den Geschäftsführer und dem Verkäufer ein Verfahren eröffnet wurde, da der Kilometerstand manipuliert wurde und der Ford Focus über 190.000 Kilometern gelaufen sein solle. Verursacher dieser Manipulation ist jedoch der Vorbesitzer und nicht das Autohaus selbst. Diese haben das Fahrzeug lediglich ersteigert und weiterverkauft. Meine Frage ist nun, ob mir Schadensersatz zusteht auch wenn die Garantie für das Fahrzeug auf 1 Jahr beschränkt ist, da ich ja erst 2019 von dieser Manipulation erfahren habe. Weiterhin soll ich November 2019 als Zeuge in Gießen aussagen.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Schleswig-Holstein
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Nein

Sehr geehrter Ratsuchener,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der Schadensersatzanspruch nach § 823 I BGB gegen den Täter ist noch nicht verjährt. Die Verjährungsfrist beträgt nach §§ 195,199 BGB 3 Jahre. Die Frist beginnt aber erst am Ende des Jahres zu laufen zu dem Sie als Geschädigter vom Schaden erfagren haben. Wenn Sie also erst 2019 von der Manipulation erfahren haben, dann beginnt die Verjährung mit dem Ablauf des 31.12.2019 zu laufen und endet am 31.12.2022.

Sie können also durchaus Ihre Schadensersatzansprüche gegen den Täter, also den Manipulator noch geltend machen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Meine Frage wäre noch, ob ich den Anspruch gegenüber dem Autohaus oder gegenüber dem betrüger gelten machen muss?

Gerne!

Der Schadensersatzanspruch nach § 823 I BGB richtet sich gegen den Betrüger selbst.

Gegen das Autohaus können Sie nur dann vorgehen, wenn Sie nachweisen können, dass es vom manipulierten Tacho bei Unterschrift unter den Kaufvertrag gewusst hat.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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