So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RA Traub.
RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 12091
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RA Traub ist jetzt online.

ich besitze eine Eigentumswohnung (OG+DG) in einem

Diese Antwort wurde bewertet:

ich besitze eine Eigentumswohnung (OG+DG) in einem Reihenhaus mit 2 Wohneinheiten. Es gibt keine gemeinschaftlichen Räume. EG und komplettes KG gehören zu anderen Wohnung. Im KG in der Dusche der anderen Eigentümer kam es zum Rückstau. Wobei ich anmerken muss, dass bei meinem Bauplan im KG des Hauses kein Bad vorgesehen ist. Das Haus ist 30 Jahre alt und wir besitzen einen Kanal fürs ganze Haus für Abwasser und Dachwasser. Anscheinend ist das Bad im KG an die Grundleitung angeschlossen worden und durch heftiges Unwetter hat das Wasser aus dem Kanal oder vom Dach in diesen Keller gedrückt. In der Teilungserklärung steht, dass Ablaufleitungen bis an die Grundleitung Sondereigentum sind. Die Eigentümer der EG/KG-Wohnung möchten nun die Dachrinne in den Garten (auch deren Sondereigentum) ableiten in einen Sickerschacht, der noch gebaut werden muss und möchten eine Rückstauklappe fürs ganze Haus. Die Kosten soll die Allgemeinheit bezahlen. Ich finde die Eigentümer der EG/KG-Wohnung müssen Ihr Sondereigentum selber schützen (evtl.Rückstauklappe zwischen Ablaufrohr Bad KG und Grundleitung). Sonst sind im KG auch keine offenen Abläufe. Muss ich mich wirklich an dem Totalumbau beteiligen, obwohl ich keine Räumlichkeiten im KG besitze? Bei einer Rückstauklappe fürs ganze Haus können meine Mieter nicht mehr auf Toilette, wenn diese zumacht. Was ist jetzt korrekt?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer.
Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Bitte beachten Sie, dass die hiesige Ersteinschätzung keine abschließende rechtliche Beurteilung darstellt. Dies zumal die örtlichen Besonderheiten sowie die bestehenden Teilungserklärungen nicht geprüft werden können.

Prinzipiell gilt aufgrund der Sondereigentumsregelung in der Teilungserklärung, dass der Eigentümer des KG und EG hierfür selbst verantwortlich ist.

Will er seine Ablaufleitungen hinreichend im Sondereigentum schützen, muss er auch die Kosten hierfür tragen. Dies zumal er hier eine individuelle Lösung für seine Leitungskonstruktion plant.

Auch ist unklar, ob das beschriebene Bad, welches nicht in den Ihnen vorliegenden Plänen vorgesehen ist, von der Konstruktion richtig konzipiert wurde (bzgl. des Abwasserleitungssystems).

Sicherlich kann jetzt hier ein möglicher Fehler nicht Ihnen angelastet werden.

Weiter betrifft das angedachte Rückstausystem nur den anderen Eigentümer.

Eine Kostentragung kann Ihrerseits daher abgelehnt werden (mangels Notwendigkeit und Regelung in der Teilungserklärung).

Im Übrigen darf durch solch einen Umbau keine Beeinträchtigung Ihrer Leitungssystem statt finden. Dies muss entsprechend technisch korrekt umgesetzt werden.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

RA Traub und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ich hätte noch eine Nachfrage zu diesem Thema
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Wenn im KG-Dusche Dachwasser vom Dachwasserkanal (Gemeinschaftseigentum) zurückgedrückt wurde, weil dieser nicht ablaufen konnte, weil der Hauptkanal der Straße voll war und wir im Haus für Abwasser und Dachwasser nur ein Rohr haben, muss ich mich dann an den Umbaukosten beteiligen, weil das Dachablaufrohr Gemeinschaftseigentum ist?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

dies kann nicht abschließend ohne Kenntnis der örtlichen Begebenheiten, der Pläne und den bestehenden Verträgen beantwortet werden.

Wenn jedoch der Ablauf bzw. die Wasserentsorgung auch bei Starkregen nicht im Objekt gewährleistet ist, kann eine hier ein Umbau seitens der WEG notwendig sein.

Als Miteigentümer der WEG sind Sie für sämtliche Gemeinschaftskosten mitverantwortlich, sofern die Teilungserklärung nichts anderes vorsieht.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-