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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2000
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Andreas Scholz ist jetzt online.

Kann ich nach Beendigung meiner Freistellung, mein

Diese Antwort wurde bewertet:

Kann ich nach Beendigung meiner Freistellung, mein Arbeitsverhältnis endet am 31.12.2019, ein Sabbaticaljahr nehmen und wenn ja, wen muss ich informieren bzw. wo muss ich es beantragen?
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Berlin
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Ich erhalte eine kleine Abfindung. Die Krankenkasse würde für meine zukünftigen Beiträge ab Januar 2020 meine Abfindung als Einkommen zu Grunde legen, obwohl ich meinen Arbeitsplatz verloren habe. Gibt es eine Möglichkeit, das zu umgehen und maximal den Mindestbeitrag von 190,00 Euro Krankenkassenbeiträge zu leisten? Ich bin ledig.
Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Ich habe vergessen mein Alter anzugeben, ich bin 57 Jahre alt.

Sehr geehrter Fragesteller,

was waren Sie von Beruf?

Andreas Scholz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Bankangestellte, ich habe einem Aufhebungsvertrag zugestimmt.
Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Besteht die Möglichkeit eines Rückrufes zu einem anderen Zeitpunkt?
Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Habe ich die Chance, mich ausschließlich von dem Rechtsanwalt Andreas Scholz betreuen zu lassen?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Das Sabbatjahr regelt den zeitlich befristeten "Ausstieg" aus dem AV mit der Möglichkeit, nach Ablauf des Zeitraumes das AV wie gehabt weiter zu führen.

Üblicherweise wird der Entgeltanspruch für diesen Zeitraum mit dem Entgeltanspruch, den Sie im Zeitraum, in dem Sie tatsächlich außerhalb des "Sabbatjahres" gearbeitet haben, verrechnet. Hieße: Sie haben etwa arbeitsvertraglich vereinbart, für die Dauer von 2 Jahren nur 2/3 der vereinbarten Entgelts zu erhalten. In dem Fall erhielten Sie dann für das Sabbatjahr die zwei Drittel, die Sie während ihrer regulären Arbeitszeit nicht erhalten haben.

Da Ihr AV aber beendet ist und wohl eine entsprechende Vereinbarung nicht getroffen im Arbeitsvertrag nicht getroffen wurde, kommt ein Sabbatjahr im herkömmlichen Sinne für Sie nicht in Frage.

Was Ihre KK-Beiträge angeht: Wenn Sie sich bei Ihrer KV weiter freiwillig versichern, weil Sie etwa keinen Antrag auf ALG stellen möchten, wird ein bestimmter Anteil Ihrer Abfindung zur Berechnung der Beitragsfplicht bei Ihrer KK herangezogen. Die Frage, die sich bei Ihnen stellt, ist der Zeitraum, für wie lange dies nach Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses der Fall ist. Hier gilt:

Wie Sie angeben, sind Sie 57 Jahre alt und haben über 20 Jahre beim AG gearbeitet, mithin eine Kündigungsfrist von 7 Monaten zum Monatsende. Damit ergibt sich der anzurechnende Anteil bei Ihnen wie folgt:

Höhe der Abfndung x 25% (anzurechnender Entgeltanteil Ihrer Abfindung) = Als Einkommen für die KK zu berücksichtigender Anteil Ihrer Abfindung.

Oben errechnetes Ergebnis ist dann durch die Höhe Ihres zuletzt gezahlten Bruttoarbeitsentgeltes zu teilen, womit Sie dann die Dauer in Monaten ermittelt hätten, in welcher Ihr zuletzt gezahltes Arbeitsentgelt für die Berechnung Ihres KK herangezogen würde. Es gilt, dass längstens für 12 Monate der Beitragssatz aus Ihrem Bruttogehalt berechnet würde. Kommen sie bei letztgenannter Berechnung auf unter 12, gilt dieser, für Sie günstigere Wert.

Wenn sie beabsichtigen ALG1 zu beantragen, entfällt die benannte Anrechnung für Sie. Würden Sie ALG1 beantragen, so hätten Sie, das Sie sich im 58. Lebensjahr befinden, Anspruch auf 18 Monate ALG1, weil Ihr AV ununterbrochen 36 Monate vor Antragstellung bestanden hätte. Wenn Sie vor dem 31.12.19 noch das 58. Lebensjahr vollenden, steigt die Anspruchsdauer bei Ihnen auf 24 Monate.

Nachdem der Aufhebungsvertrag bereits im letzten Jahr geschlossen wurde, wurde durch diesen Ihre Kündigungsfrist nicht verkürzt. Damit bliebe die Abfindung ohne Anrechnung auf Ihren Anspruch auf ALG1.