So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RA Traub.
RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 11778
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RA Traub ist jetzt online.

Folgende Sachlage: Ich bin in das Mietverhältnis meiner

Diese Antwort wurde bewertet:

Folgende Sachlage: Ich bin in das Mietverhältnis meiner Eltern nach ihrem Tod eingetreten (Alleinerbin). Die Wohnung ist eine Sozialwohnung mit Wohnbindung in Siegen. Meine Eltern habe ich seit 2012 regelmäßig besucht und sie bei der Haushaltsführung unterstützt. Ich selbst habe den 1. Wohnsitz in Frankfurt, und werde keinen WBS erhalten. Kann der Vermieter mich rechtskräftig kündigen, da ich nicht zum Kreis der sozial Bedürftigen zähle. Die Wohnung wurde von meinen Eltern seit 1973 bezogen. Der Vermieter empfiehlt mir, zu kündigen, da die Stadt die Wohnung schnellstmöglich freigegeben haben will.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Hessen, aber die Wohnung ist in Siegen Siegen ist in NRW
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Ist die Haushaltsführung gem. § 563 Abs. 2 BGB für mich überhaupt zutreffend. Eine Anwältin aus Siegen sieht das aus ihrer Sicht kritisch, da ein öffentliches Interesse für die Wohnung besteht.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Es ist davon auszugehen, dass der Vermieter Ihnen kündigen wird.

Gem. Mietvertrag kann hierzu auch die Möglichkeit bestehen.

Denn bei Wohnungen mit Sozialbindung finden sich entweder entsprechende Klauseln im Mietvertrag, in der Satzung etc.

Es soll nämlich gerade verhindert werden, dass das Mietverhältnis fortgeführt wird mit Erben, die keinen "sozialen Bedarf" haben.

Weiter müssten Sie im Streitfall nachweisen, dass Sie im Haushalt der Eltern gelebt haben (§ 563 Abs. 2 BGB). Ein regelmäßiges Besuchen reicht hierfür nicht aus.

Allerdings geht das Mietverhältnis mit dem Tode erst einmal über.

D. h. Sie müssen erst einmal nichts tun und können abwarten wie und ob der Vermieter reagiert.

Allerdings müssen Sie damit rechnen, dass eine Kündigung erfolgen kann.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

RA Traub und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Frage: die Wohnung ist bereits seit 1973 von meinen Eltern bezogen. Ich selbst habe dort meine Kindheit bis zum Studium verbracht. Hat der Vermieter ein außerordentliches Kündigungsrecht (da kein WBS) oder greift die 9 monatige Frist (Wohnung ist länger als 8 Jahre gemietet). Welche Möglichkeit empfehlen Sie aus meiner Sicht? Ich habe jetzt nicht vor zu kündigen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für das freundliche Telefonat.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-