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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 11769
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Guten Tag, darf ein Familienmitglied das Sterbegeld vom

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, darf ein Familienmitglied das Sterbegeld vom verstorbenen Vater einfach , ohne davon die Bestattung zu bezahlen und andere Familienangehörige darüber zu informieren sowie davon die Bestattung nicht zu bezahlen? Kann ich Sie auffordern die angefallenen Kosten zu übernehmen?
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: NRW
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Ich bin die Tochter des verstorbenen, und wurde nun von der Sozialkasse aufgefordert die Bestattung zu bezahlen obwohl Sterbegeld gezahlt wurde, dies erfuhr ich allerdings erst über Recherche.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Wenn die Sterbegeldversicherung zweckgebunden ist (wovon regelmäßig ausgegangen werden kann), d. h. im Versicherungsvertrag steht, dass das Geld für die Bestattung zu verwenden ist, können Sie die Sozialkasse hierauf hinweisen.

Die Bestattung ist dann mit den Mitteln aus der Versicherung zu bezahlen.

Sollte die Sozialkasse Sie gleichwohl in Anspruch nehmen und Sie würden die Kosten bezahlen, müssten Sie die Kosten ggü. der begünstigten Person einfordern.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Herzlichen Dank, es handelt sich hierbei nicht um eine klassische Sterbegeldverischerung sondern um doppelte Bezüge aus dem Sterbemonat des Bundeseisenbahnvermögens. Ihm steht im Sterbemonat doppelte Pension zu. Diese wurde an meine Schwester ausgezahlt, jedoch ohne mich zu informieren. Diese Info habe ich nun an die Sozialkasse weiter geleitet, sollte meine Schwester davon die Bestattung nicht zahlen, werde ich dazu aufgefordert, kann ich von ihr verlangen das Geld heraus zu geben da sie das Erbe ausgeschlagen hat? Immerhin sind wir drei Töchter insgesamt und müssen (eigentlich) zu gleichen Teilen die Bestattung zahlen, was nicht nötig wäre, wenn sie diese doppelten Bezüge heraus geben würde.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne.

Prinzipiell müssen die Erben die Beerdigungskosten tragen, vgl. § 1968 BGB.

Schlagen die Erben aus, müssen die nahen Familienangehörigen (entweder Ehegatte oder Kinder) die Kosten der Beerdigung tragen. Und zwar zu gleichen Teilen.

Ob Ihre Schwester das Geld herausgeben muss hängt davon ab. ob für das Sterbegeld eine Zweckbindung vereinbart war und ob die Schwester als begünstigte Person im Vertrag hinterlegt war.

Maßgeblich sind hier einzig die vertraglichen Vereinbarungen. Diese müssten eingesehen werden.

Gleichwohl sollten Sie rechtswahrend die entsprechende Kostentragung ggü. Ihrer Schwester aufgrund des vereinnahmten Betrages aus der Sterbegeldversicherung verlangen.

Rechtlich handelt es sich um komplexe Versicherungsvertragsfragen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Im Schreiben des Bundeseisenbahnvermögens steht nur, dass alle drei Töchter zur Auszahlung berechtigt sind, aber nicht namentlich festgelegt. Das wir zu gleichen Teilen zahlen müssen, auch bei einer Ausschlagung ist mir bewusst, nur halt eben nicht ob sie einfach das Geld aus den doppelten Bezügen schlicht behalten kann ohne davon die Kosten zu tragen. Ich möchte natürlich nicht, dass dieses Geld für einen Urlaub verwendet wird, wenn wir, die anderen beiden Töchter, teuer für die Bestattung zahlen müssen.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),die von Ihnen benannte Formulierung deutet darauf hin, dass alle Töchter anteilig an der Versicherung partizipieren sollten.D. h. jedem Stünde ein Drittel zu.Als Abkömmlinge haben auch alle 3 Töchter die Beerdigung zu bezahlen.Mit freundlichen GrüßenDr. Traub-Rechtsanwalt-
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Sollte sie die Anteile nicht heraus geben, würde es sich dann um Unterschlagung handeln?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ja, dann könnte der Straftatbestand der Unterschlagung nach § 246 StGB gegeben sein.

Sie könnten mit einer Strafanzeige drohen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

RA Traub und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Herzlichen Dank für die Informationen, ich werde mich mit der Sozialkasse besprechen und entsprechend vorgehen.