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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 11815
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
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RA Traub ist jetzt online.

Ich habe mich vor 6 Monaten von meiner Partnerin getrennt.

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe mich vor 6 Monaten von meiner Partnerin getrennt. Ich habe ein Haus und sie eine Wohnung wo wir abwechselnd wohnten.

Sie hat mich vor 3 Monaten angeschrieben das mein Beamer noch bei ihr wäre und bat mich um Versöhnung. Um das aber zu umgehen habe ich nicht geantwortet.

Ich muss dazu sagen das sie stark an das Borderlinesymdrom leidet. Jetzt nach 5 Monaten habe ich sie höflich um die Herausgabe des Beamers gebeten.

Darauf kam die Antwort, sie hätte ihn verschenkt. Der Wert des Beamers beträgt 1600 Euro und Kaufvertrag habe ich.

Ich habe sie dann eine Frist von 14 Tagen mit Einschreiben Rückschein gesetzt. Jetzt habe ich von ihr ein Einschreiben, Rückschein bekommen wo sie von mir 2300 Euro verlangt.

Diese Summe ist 2014 entstanden wo wir nur in meinem Haus wohnten nachdem sie ihre Wohnung aufgab.

Wir hatten mein Haus renoviert wo jeder ein Teil an Materialkosten übernahm und Neuanschaffungen. Und dann wieder die Trennung. Ich bekam damals eine Liste von ihr wo sie jede Kleinigkeit aufführte von Gartenblumen bis zur Eckküche für 850 Euro. Die Eckküche habe ich ihr damals schon zurück gezahlt.

Sie hatte auch noch Zugang zu Haus u Garten, und so nutzte sie während ich arbeitete dies um Lamellentüren und Kirschbaum, Ziersträucher auszugraben bzw. auszubauen.

Mein Nachbar erzählte mir das sie das mit Hilfe ihres Onkels bewerkstelligt. Zuvor hatte ich ihr aber auch diese Liste unterschrieben, weil sie ja wirklich was zusteuerte. Aber ich wusste auch wie Borderliner ticken. Das das wieder eine Phase ist und sie wieder zurückkommen würde. Was dann nach 3 Monaten der Fall war. Um das abzukürzen, jetzt nach 5 Jahren, wo ich selbst schon ein psychisches Wrack bin, habe ich eine Versöhnung abgewehrt.

Sie fordert in ihrem Einschreiben die 2300 Euro zurück obwohl sie 850 Euro von mir erhalten hat, obwohl sie die angesprochenen Dinge geholt hat.Sie beruft sich auf die unterschriebene Vereinbarung. Bei Zahlungseingang würde sie mir den Beamer aushändigen. Obwohl auch einiges an dieser Liste sehr fragwürdig ist.

Auf Grund dessen habe ich mit meiner Bank gesprochen wegen Kontoauszüge aus dem Jahr 2014.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Sie befinden sich in einer starken Rechtsposition.

Denn im Gegensatz zu dem vermeintlichen Zahlungsanspruch Ihrer Ex-Partnerin, bzgl. dem man sich über Grund und Höhe der Forderung streiten kann, einen sofortigen Herausgabeanspruch aus § 985 BGB.

Dieser Anspruch kann auch gerichtlich durchgesetzt werden.

Setzen Sie eine Frist zur Herausgabe von 10 Tagen (schriftlich und nachweisbar).

Drohen Sie bei Nichtherausgabe mit einem Rechtsanwalt und einer Strafanzeige wegen Unterschlagung.

Dann kann die Ex-Partnerin überlegen, ob diese sich hierauf einlassen will.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Ich habe ihr eine Frist gesetzt von 14 Tagen mit Anwalt gedroht. Diese Frist ist verstrichen. Sie ignoriert dies und verlangt die 2300 Euro. Was mich beunruhigt ist die unterschriebene Liste von mir welches aber auch schon 5 Jahren her ist

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

wenn es diese Liste tatsächlich gibt und Sie sich auch verpflichtet haben, den Betrag in Höhe von € 2.300 zu bezahlen, könnte Ihre Ex-Freundin mit dieser Forderung ggf. aufrechnen.

Denn auch mit einem verjährten Anspruch könnte aufgerechnet werden. Ebenso könnte hiermit ein wirksames Zurückbehaltungsrecht ausgeübt werden.

Dies ergibt sich explizit aus § 215 BGB, vgl. https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__215.html

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Diese Liste ist ja zum Teil damals zurückgezahlt worden und viele Dinge wurden von ihr wie bereits geschrieben bei meiner Abwesenheit wieder mitgenommen

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

dann können Sie diese "gegenrechnen". Allerdings liegt im Streitfall die Beweislast bei Ihnen, was eine Minderung schwer machen kann.

Ggf. können Sie hier Zeugen für die Rückführung benennen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Eine letzte Frage, was raten sie mir
Meine Nachbarin wäre ja eine Zeugin, sie hatte ja gesehen wie sie mit ihrem Onkel viele Sachen abgeholt hatte. Und wenn ich bedenke das es nur um meinen Beamer geht

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
aufgrund des Umstandes, dass Ihre Ex-Freundin ein Schriftstück hat, welches von Ihnen unterschrieben wurde und quasi einen zivilrechtlichen Anspruch begründet, befindet diese sich in einer starken Rechtsposition.

Was die Nachbarin bezeugen kann, kann ich nicht absehen. Insbesondere ob Sie einzelne Gegenstände identifizieren kann ist fraglich.

Auf jeden Fall können Sie den eingeforderten Betrag mit dem Betrag für den Beamer verrechnen und ggf. nichts weiter unternehmen.

Ansonsten müsste der gesamte Sachverhalt vor Gericht geklärt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

RA Traub und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Sie beantworteten die Frage zu dem 215 BGH , ich zitiere
#Sehr geehrter Fragestellerin,Sie haben die Vorschrift des § 215 BGB absolut richtig verstanden, zu dem Zeitpunkt, an dem die Aufrechnung erstmals möglich war, darf die ältere Forderung noch nicht verjährt sein.Wenn Ihre Forderung erst 2014 entstanden ist, vermutlich Ihr Anspruch auf Rückzahlung der Kaution, kann sich ihr ehemaliger Vermieter nicht mehr auf seine verjährte Forderung aus 2003 berufen. Er hätte Sie seinerzeit verklagen müssen #
Das ist doch nichts anderes wie in meinem Fall
Meine Ex Partnerin hat 2014 eine Liste aufgestellt mit einer Forderung von 2300 Euro. Ich habe 2019 meine Forderung auf Herausgabe meines Beamers. Sie hätte dann doch auch in der Verjährungfrist mich verklagen müssen? Sehe ich das falsch?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

bitte entschuldigen Sie.

Nein, das haben Sie korrekt verstanden. Ich habe mich versehentlich in der Jahreszahl geirrt und somit eine falsche Berechnung zugrunde gelegt.

Dies trifft Ihren Fall, denn die Forderung Ihrer Ex-Freundin ist bereits verjährt und Ihr Anspruch ist erst 2019 entstanden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-