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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 31440
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, wir haben einen Verkäufer-Makler-Vertrag durch

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, wir haben einen Verkäufer-Makler-Vertrag durch Inanspruchnahme eines außerordentlichen Kündigungsrechts beenden wollen, nun erhebt die Maklerin eine Aufenwendungsentschädigung. Inhalt des Vertrages war:
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: 1. Befristung (12 Monate) ist fast schon sittenwidrig.. 2. Verpflichtung der Maklerin, dem Auftraggeber in regelmäßigen Abständen über den aktuellen Stand zu informieren (dieser Pflicht kam sie nicht nach, woraus sich die Begründung für eine außerordentliche Kündigung des Vertrages durch den Auftraggeber ergab)
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: zum Aufwendungsersatz wurde geregelt: der Auftraggeber ist verpflichtet, dem Makler die Aufwendungen zu ersetzen, wenn er während der Auftragslaufzeit seine Verkaufsabsichten aufgibt. (Dies ist nie erfolgt!)Customer: Chat is completed

Sehr geehrter Ratsuchender

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Mein Name ist Hans-Georg Schiessl, ich bin seit über 22 Jahren als Anwalt tätig.

Nach § 652 BGB hat der Makler grundsätzlich nur dann einen Anspruch auf seine Courtage, wenn der Kaufvertrag als Hauptvertrag zustande gekommen ist.

Daneben hat der Makler nach § 652 II BGB einen Anspruch auf Ersatz seiner Aufwendungen, wenn dies im Maklervertrag ausdrücklich vereinbart wurde. Allerdings können dann nur die konkret angefallenen und nachgewiesenen Kosten (Porto, Fahrtkosten, Inseratskosten) ersetzt werden. Einen Anspruch auf seine Courtage erhält der Makler dadurch nicht auch wenn Sie Ihre Verkaufsabsicht aufgegeben haben.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
M-V

Ich verstehe nicht ganz: M-V?

Was bedeutet dies?

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Das Bundesland ist Mecklenburg-Vorpommern

Ach so! Da bin ich auf der Leitung gestanden.

Meine Antwort ist auch dann so gültig, wenn der Vertrag im Mecklenburg-Vorpommern geschlossen wurde.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ich bin mit meiner Frage im Eingang noch gar nicht zum Punkt gekommen. Ich wollte in Erfahrung bringen, ob die Maklerin bei einer außerordentlichen Kündigung diesen Aufwendungsersatz fordern kann. Sie hat 1000 Euro für die Erstellung eines Grundrisses eingfordert. Diesen Grundriss hatte sie in der Immobilienanzeige veröffentlicht, aber uns nie ausgehändigt. Sie verweigert uns die Bestätigung der
Kündigung, solange sie diesen Betrag nicht erhält. Darf sie für diese Leistung überhaupt einem Aufendungsersatz fordern? Ist diese außerordentliche Kündigung ohne Ihre Bestätigung wirksam?

Sehr geehrter Ratsuchender,

eine Kündigung ist eine empfangsbedürftige Willenserklärung die allein schon mit dem Zugang wirksam wird. Eine Bestätigung ist daher nicht erforderlich. Sie können also leichten Herzens auf dieses Bestätigung verzichten.

Einen Anspruch auf Ersatz dieser Grundrißkosten hat die Maklerin grundsätzlich nicht. Dies stellt keinen konkreten Aufwand dar, wie etwa das Porto oder die Fahrtkosten, sondern ist Teil der Tätigkeit die die Maklerin dann nach § 652 BGB vergütet bekommt, wenn die Immobilie verkauft wird.

Diese 1.000 EUR sind nichts anderes als die Forderung eines Teils der Courtage durch die Hintertüre. Diese Summe brauchen Sie nicht zu bezahlen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Das ist schon sehr hilfreich zu wissen. Wir haben bereits ein neues Maklerbüro kontaktiert. Diese bestehen auf die Klärung der Beendigung des vorherigen Vertrages. Somit gilt also dieser Maklervertrag als beendet und aufgelöst und wir können ohne Bedenken oder negative Folgen bei einem Verkauf über das neue Maklerbüro einen Vertrag abschließen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie eine Laufzeit von 12 Monaten haben, dann können Sie den Vertrag aus wichtigem Grund kündigen, mit der Folge dass mit Zugang der Kündigung und bei Vorliegen eines wichtigen Grundes der Vertrag mit Zugang der Kündigung beendet ist.

Liegt ein wichtiger Grund vor und können Sie den Zugang der Kündigung beweisen (Einschreiben), dann können Sie getrost einen neuen Maklervertrag unterzeichnen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Rechtsberatung und hilfreichen Auskünfte!

Sehr gerne!!