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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 31441
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Mein Lebensgefährte möchte meine finanzielle Sicherheit nach

Kundenfrage

mein Lebensgefährte möchte meine finanzielle Sicherheit nach seinem Tod geklärt wissen. Er hat eine Wohnung, die sein Sohn erben wird, ich jedoch nach seinem Tod den Nießbrauch erhalten soll. So ein Nießbrauch kann ja sofort im Grundbuch eingetragen werden, wird jedoch erst mit dem Tode wirksam.

Alternativ hierzu könnte man diesen Nießbrauch auch im Erbvertrag als Vermächtnis regeln. In diesem Falle würde das Nießbrauchsrecht erst nach demTode, im Grundbuch eingetragen werden.

Unsere Frage lautet nun: welche steuerlichen Konsequenzen die beiden Varianten haben bzw. welches die steuerlich günstigere ist.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßejn ***

Gepostet: vor 23 Tagen.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 23 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bei einer Schenkung fällt dem Grunde nach Schenkungssteuer an. Bei einer Erbschaft Erbschaftssteuer.

Beide Steuern sind identisch und auch in einem Gesetz dem Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz geregelt.

Sowohl bei einer Schenkung (auf den Todesfall) als auch bei einer Erbschaft haben Sie denselben Freubetrag, nämlich 20.000 EUR, auch die Steuersätze (§ 15 ErbstG: Steuerklasse III) und die Höhe der Steuer § 19 ErbstG sind identisch.

Insoweit besteht kein steuerlicher Unterschied.

Ein Unterschied bestünde dann, wenn Sie den Nießbrauch sofort erhalten würden. In diesem Falle würde auch die Schenkungssteuer sofort und nicht erst beim Versterben Ihres Partners anfallen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 23 Tagen.

darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.

Guten Abend, erst mal vielen Dank für die schnelle und klare Antwort. Ich habe nur inzwischen Bedenken, dass ich mir die fälligen Steuern im Falle des Nießbrauches gar nicht leisten kann. Ich habe gelesen, dass das Finanzamt ab dem Ableben von meinem Lebensgefährten hochrechnet, wieviele Jahre ich noch in den Nießbrauch kommen könnte (durchschnittliches Lebensalter von Frauen) und demnach die Steuer gleich und auf eimmal fällig wird. Bei 1.000 € Mieteinnahmen im Monat, könnte das ja echt eine Summe werden. Aber Wege dies zu umgehen (außer einer Heirat), haben wir noch nicht gefunden. Mit freundlichen Grüßen ***

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 22 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

ja das ist richtig.

Das Finanzamt hat eine eigene Bewertungsstelle die den Wert des Nießbrauchs bestimmt. Danach richtet sich der Wert nach der Jahrskaltmiete multipliziert mit Ihrer Restlebenserwartug nach der Sterbetafel.

Bei einer Miete von 12.000 EUR im Jahr kann dies in der Tat eine erhebliche Summe werden.

Der Weg über den Nießbrauch führt daher unweigerlich zu einer Steuer, die Sie aus dem Nießbrauch heraus nicht bezahlen können. Eine bessere Lösung wäre vielleicht eine Barzahlung. Dabei können Sie den Freibetrag von 20.000 EUR alle 10 Jahre voll ausschöpfen, ohne Steuern zahlen zu müssen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 22 Tagen.

Darf ich Ihnen noch weiterhelfen?