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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 31227
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich habe ein Testament, /Amtsgericht München hinterlegt. Zu

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe ein Testament, im Nachlassgericht/Amtsgericht München hinterlegt. Zu meinen Erben sind meine 3 Kinder zu gleichen Teilen bestimmt.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: (weiter): Sie werden voraussichtlich eine Immobilie in München erben. Ist - und wenn ja, warum - ein Erbschein notwendig, wenn das Testament ganz klar ist?
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Ich denke, nicht. Ich gehe auch davon aus, dass meine Kinder die Immobilie verkaufen werden, weil sie alle im Ausland leben. (Noch lebe ich aber!)

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Mein Name ist Hans-Georg Schiessl, ich bin seit über 22 Jahren als Rechtsanwalt tätig.

Einen Erbschein werden Ihre Kinder immer dann benötigen, wenn eine Immobilie im Nachlass vorhanden ist.

Nach § 35 GBO (Grundbuchordnung) kann vor dem Grundbuchamt der Nachweis der Erbfolge nur mit einem Erbschein oder einem notariellen Testament erfolgen.

Ein handschriftliches Testament auch wenn es inhaltlich glasklar ist, reicht dem Grundbuchamt leider nicht um die Eintragung der Kinder im Erbfall in das Grundbuch vorzunehmen.

Nach § 35 GBO brauchen Sie einen Erbschein oder ein notarielles Testament.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Eine Frage: Wenn meine Kinder Erben sind und sie die Immobilie gleich verkaufen wollen (also nicht im Grundbuch eingetragen werden wollen) ..... ist auch dann ein Erbschein notwendig?

Sehr geehrter Ratsuchender,

auch im Verkaufsfalle benötigt das Grundbuchamt ja einen Nachweis darüber, dass Ihre Kinder berechtigt sind über das Grundstück zu verfügen. Es wird also grundsätzlich auch dann ein Erbschein oder ein notarielles Testament erforderlich sein, wenn die Kinder das Grundstück verkaufen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
spricht sich vieles dafür, die Immobilie vor dem Tod zu übertragen…...

Sehr geehrter Ratsuchender,

das wäre natürlich eine Möglichkeit allerdings sollten Sie dann überlegen sich ein Wohnungsrecht oder einen Nießbrauch eintragen zu lassen.

Über eine positiveBewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Können Sie irgendeinen Grund nennen, warum zusätzl. zu einem glasklaren Testament das Grundbuchamt (anders als Banken) verlangen, dass man einen - in vielen Fällen sehr teuren - Erbschein verlangen (letzte Frage, versprochen!)
Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Können Sie irgendeinen Grund nennen, warum zusätzl. zu einem glasklaren Testament das Grundbuchamt (anders als Banken) verlangt, dass man einen - in vielen Fällen sehr teuren - Erbschein vorlegen muss(letzte Frage, versprochen!) SORRY, TIPPFEHLER!

Sehr geehrter Ratsuchender,

ja natürlich. Weil das Gesetz (§ 35 GBO) dies so für das Grundbuchamt vorschreibt.

In § 35 GBO ist klar geregelt, dass der Nachweis der Erbfolge nur durch Erbschein oder öffentliches Testament erfolgen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Da würde ich gerne mit einem Zitat von Dickens antworten zum Satz "Weil das Gesetz (§ 35 GBO) dies so für das Grundbuchamt vorschreibt". Naja, ich lerne immer wieder, das ist auch gut so. VIELEN DANK für das Gespräch!

Sehr geehrter Ratsuchender,

da verstehe ich Sie sehr gut. Aber versetzen Sie sich in die Lage des Grundbuchbeamten. Dieser muss sich leider an das Gesetz halten, da er ansonsten seinen Arbeitsplatz und zum anderen (Schadensersatz) seine wirtschaftliche Existenz verliert.

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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