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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 12445
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Ich arbeite als Elektroingenieur bei einer mittelständischer

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich arbeite als Elektroingenieur bei einer mittelständischer Firma (ca. 50 Man). Mein aktueller befristeter Arbeitsvertrag läuft von 01.11.2018 bis 31.10.2019. Bisher hab ich immer sehr fleißig gearbeitet und auch einige Projekte selbständig erledigt, deshalb habe ich die Probezeit problemlos bestanden. Danach habe ich mit dem Chef über Gehalt und Urlaub gesprochen und er hat mich mit rätselhafter Ausrede abgesagt. Seitdem hat er mir während der Arbeit ab und zu Mobbing gemacht, um mein Leben beabsichtigt schwer zu machen, obwohl ich trotzdem noch fleißig und effektiv arbeite.

Am 30.07.19 hat er mit mir wieder gesprochen und sagte, dass ich die Erwartung der Firma nicht erreicht habe, und gab mir eine Vertragsänderung zur Gehaltsreduzierung (wirksam ab 01.08.19). Ich war damals so blöd dass ich diese Vertragsänderung unterschrieben habe.

Wegen Mobbing, ungerechter Behandlung und Stress habe ich seit einigen Monaten 5 Kilo verloren und kann immer nicht gut schlafen, deshalb möchte ich aktuelles Projekt zu Ende bringen und dann am Anfang September zuerst 24 Überstunden (entsprechen 3 Arbeitstage) abfeiern, anschließend ohne Lücke bei meinem Hausarzt für 6 Wochen (bis ca. Mitte Oktober) krankschreiben wegen Mobbing, ungerechter Behandlung und Arbeitsstress (Krankschreibung kann mehrmalig sein, da der Arzt jedes mal vielleicht nur 2 Wochen Krankenschein macht). Von Mitte Oktober bis 31.10.19 nehme ich 9 Tage Resturlaub und lasse ich den befristeten Arbeitsvertrag selbst ablaufen.

Meine Fragen wären:

1) was kann ich nun gegen die Firma machen, um mich selbst zu wehren?

2) Kann die Firma in diesen Fall während meiner Krankschreibung mich trotzdem kündigen (Kündigungsfrist beträgt 2 Wochen)?

3) Um die 9 Tage Resturlaub VOR dem Ablauf des Arbeitsvertrags aufzubrauchen, brauche ich eigentlich vorher nicht beantragen, d. h die Firma muss mich Resturlaub nehmen lassen, oder? Sonst müssen die von der Firma ausgezahlt werden.
4) kriege ich das Gehalt von letzten 2 Monaten problemlos oder hat die Firma Chance, irgendwas gegen mich zu machen?

5) wenn ich zuerst für 6 Wochen krank schreibe, darf ich danach OHNE Genehmigung des Arbeitgebers die 24 Überstunden absetzen und anschließend 9 Tage Resturlaub nehmen? Da in diesen Fall die verfallen werden, muss der Arbeitgeber mich die entweder aufbrauchen lassen oder auszahlen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Zu Ihren Fragen:

1) was kann ich nun gegen die Firma machen, um mich selbst zu wehren?

Sie können sich wegen des besagten Mobbings an den Betriebsrat richten oder an die weitere Geschäftsleitung.

Auch könnten Sie mittels eines Anwalts wegen Mobbing gegen die Unternehmung vorgehen und entsprechenden Schadensersatz fordern (wenn ein messbarer finanzieller Schaden etc. eingetreten ist).

2) Kann die Firma in diesen Fall während meiner Krankschreibung mich trotzdem kündigen (Kündigungsfrist beträgt 2 Wochen)?

Die Unternehmung kann auch während einer Krankschreibung kündigen. Eine Krankschreibung ist für eine Kündigung unerheblich. Die Kündigung muss Ihnen nur zu gehen und ist dann wirksam.

3) Um die 9 Tage Resturlaub VOR dem Ablauf des Arbeitsvertrags aufzubrauchen, brauche ich eigentlich vorher nicht beantragen, d. h die Firma muss mich Resturlaub nehmen lassen, oder? Sonst müssen die von der Firma ausgezahlt werden.

Die Unternehmung muss den Resturlaub nicht gewähren, wenn betriebliche Gründe eine Arbeitsnotwendigkeit zulassen. In diesem Fall kann der Antrag auch abgelehnt werden. Allerdings muss der Grund nachweisbar sein (eher Ausnahme).

Ansonsten muss die Unternehmung den Urlaub ausbezahlen.

4) kriege ich das Gehalt von letzten 2 Monaten problemlos oder hat die Firma Chance, irgendwas gegen mich zu machen?

Da Sie durch Krankmeldung und Urlaub keine Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis verletzten, haben Sie regulär Anspruch auf Lohnzahlung.

5) wenn ich zuerst für 6 Wochen krank schreibe, darf ich danach OHNE Genehmigung des Arbeitgebers die 24 Überstunden absetzen und anschließend 9 Tage Resturlaub nehmen? Da in diesen Fall die verfallen werden, muss der Arbeitgeber mich die entweder aufbrauchen lassen oder auszahlen

Hier verweise ich auf 3). Eine Genehmigung muss beantragt werden.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sehr geehrter Hr. Dr. Traub,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!Wenn ich ab Anfang September bis Ende Oktober nur 6 Wochen krankschreiben, Resturlaub und Überstunden wirksam nutzen möchte, Was soll ich machen aus Ihrer Sicht als Rechtsanwalt, damit ich OHNE Probleme aus Arbeitgeber wie möglich den befristeten Arbeitsvertrag selbst ablaufen lassen?Oder frage ich anders: Wenn Sie in meiner Situation wären, was würden Sie machen?Danke nochmals!Viele Grüße

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne.

Sofern ein Krankheitsfall über den gesamten restlichen Zeitpunkt bis zum Ablauf des Arbeitsverhältnisses besteht, muss der AG sowohl Überstunden als auch Urlaub komplett ausbezahlen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sehr geehrter Hr. Dr. Traub,
ich habe vielleicht nicht so deutlich erzählt. Also ich meine, wenn ich in letzten zwei Monaten (September und Oktober) nur 6 Wochen Krankschreibung, und Resturlaub + Überstunden (insgesamt 2 Wochen) VOR Ende des Arbeitsvertrags nehmen möchte (Summe beträgt 8 Wochen, ich möchte Resturlaub und Überstunden NICHT auszahlen lassen), Wie soll ich gut planen, damit ich sehr unwahrscheinlich wie möglich die Probleme aus Arbeitgeber kriege?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),dann können Sie jetzt den Antrag stellen. Es ist unwahrscheinlich, dass der AG den Urlaub und die Überstunden nicht gewährt. Am "erfolgswahscheinlichsten" ist, wenn Überstunden und Urlaub für das Ende des Arbeitsverhältnisses beantragt werden.Dies ist üblich.Der letzte Arbeitstag wäre dann eben früher.Konnte ich Ihre Fragen beantworten?Mit freundlichen GrüßenDr. Traub-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
kann ich Ihnen noch weiterhelfen?
Sofern meine Ausführungen hilfreich waren, bitte ich freundlichst um die Abgabe einer positiven Bewertung Ihrerseits (anklicken von mind. 3 Bewertungssternen).
Hierdurch entstehen Ihnen keine Zusatzkosten. Insbesondere hat dies keinen Einfluss auf die bereits an das Portal geleistete Zahlung.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sehr geehrter Hr. Dr. Traub,
vielen Dank für Ihren super Vorschlag!1) Solange Resturlaub und Überstunden (für letzte 2 Wochen in Oktober) z.B vor Ende August schon von AG genehmigt wurden, dann kann ich vorher bedenkenlos ohne Lücke für 6 Wochen krankschreiben, stimmt?2) Was soll ich bei 6 Wochen Krankschreibung unbedingt beachten, damit ich keine Probleme aus AG kriege?3) Wenn ich morgen bei gleichem Thema wieder Fragen habe, darf ich Sie noch mal fragen oder muss ich nochmals bezahlen?Ansonsten wünsche Ihnen schönen Tag noch!Viele Grüße
Spock

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
gerne.

Eine Krankschreibung kann dann erfolgen, wenn Sie tatsächlich arbeitsunfähig sind. Dies wäre dann auch vor dem genehmigten Urlaub und Überstunden möglich.

Bei Krankschreibung ist nur zu beachten, dass die AU unmittelbar und nachweisbar dem AG zugeleitet wird.

Sofern Sie eine positive Bewertung abgeben, dürfen Sie gerne über diese Fragebox nachfragen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

RA Traub und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Guten Morgen Hr. Dr. Traub ,
noch Fragen an Sie:1) während meiner 6 wöchiger Krankschreibung darf der AG mich kündigen, nur wegen privater Internetnutzung am Arbeitsplatz auf Firmen-PC während der Arbeit? Wenn ja (Ich habe ein Urteil vom 14.01.2016 - 5 Sa 657/15, LAG Berlin-Brandenburg gelesen), welche Beweise muss AG vorlegen? z.B Browserverlauf, E-Mailverlauf, Dateinutzungsverlauf usw....2) für o.g Fall darf AG während der Arbeit die PC-Aktivität von seinem Mitarbeiter mit Spionage-Software NICHT überwachen, oder?3) Hat AG in meinem Fall eigentlich noch weitere Gründe, mich zu kündigen? Weil ich dem AG sauer gemacht habe wegen 6-wöchiger Krankschreibung?Danke für Ihre Antwort!Viele Grüße
Spock
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Guten Morgen Hr. Dr. Traub ,
könnten Sie meine Fragen mal beantworten?1) während meiner 6 wöchiger Krankschreibung darf der AG mich kündigen, nur wegen privater Internetnutzung am Arbeitsplatz auf Firmen-PC während der Arbeit? Wenn ja (Ich habe ein Urteil vom 14.01.2016 - 5 Sa 657/15, LAG Berlin-Brandenburg gelesen), welche Beweise muss AG vorlegen? z.B Browserverlauf, E-Mailverlauf, Dateinutzungsverlauf usw....2) für o.g Fall darf AG während der Arbeit die PC-Aktivität von seinem Mitarbeiter mit Spionage-Software NICHT überwachen, oder?3) Hat AG in meinem Fall eigentlich noch weitere Gründe, mich zu kündigen? Weil ich dem AG sauer gemacht habe wegen 6-wöchiger Krankschreibung?Danke für Ihre Antwort!Viele Grüße
Spock
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
zusätzliche Frage: 4) wie lange dauert die Kündigungsfrist (Kündigung durch AG) bei Ein-Jahresvertrag nach der Probezeit? In meinem Arbeitsvertrag steht es nicht direkt, aber steht nur "gemäß §622 Abs. (2) BGB........."
Nur zwei Wochen oder vier Wochen bis zum 15. oder Ende des Monates?Danke nochmals!
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),es gilt in diesem Fall die Kündigungsfrist des § 622 Abs. 1 BGB für Sie, da 2 Jahre noch nicht voll sind (§ 622 Abs. 2 BGB).D. h. mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats.Mit freundlichen GrüßenDr. Traub-Rechtsanwalt-
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hallo Hr. Dr. Traub, vielen Dank für Ihre Antwort zu Frage 4).
könnten Sie bitte die Fragen 1) - 3) auch mal beantworten?Viele Grüße
Spock

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)

bitte lesen Sie hierzu meine Ausführungen.

Hieran hat sich nichts geändert.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Hallo Hr. Dr. Traub,
eine Frage über Krankschreibung (AU), also wenn ich Krankschreibung per Einwurf-Einschreiben an Arbeitgeber ordnungsmäßig und rechtzeitig schicke, kann ich nur beweisen, dass mein Schriftstück wirklich geschickt wurde und bei Arbeitgeber eingegangen ist, allerdings was ich nicht beweisen kann ist Inhalt in Briefumschlag.Wenn der Arbeitgeber beabsichtigt sagt, dass er nur einen leeren Briefumschalg, ohne meine Krankschreibung erhalten hat, was kann ich vorbeugen und dagegen machen? Meinen Krankenschein nur über Gerichtsvollzieher verschicken lassen?Danke für Ihre Antwort!
Viele Grüße
Spock

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)

entweder per Gerichtsvollzieher oder die Kündigung unter 2 Zeugen in den Umschlag und dann in den Briefkasten des AG.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
vielen Dank!

Gerne.