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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 32024
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich habe Mist gebaut und geklaut. Allerdings habe ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe Mist gebaut und geklaut. Allerdings habe ich die Sachen wieder zurückgebracht und wurde dabei von meinem Chef erwischt. Natürlich kann ich jetzt viel erzählen und er macht mich für die Differenz der Inventur verantwortlich. Um mich nicht anzuzeigen, bietet er mir an, ihm als Entschädigung 10.000 Euro zu zahlen. Das ist allerdings viel mehr als der tatsächliche Schaden, den ich angerichtet habe. Es waren 36 Teile, davon habe ich etwa 20 wieder zurückgebracht, ganz neu und mit Etikett.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Hessen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Die Storeleitung kam auch unangekündigt zu mir nach Hause und hat die Schränke durchgesucht und alles mitgenommen, was aus dem Laden war. Darunter auch Sachen meiner Eltern, die Sie schließlich gekauft haben. Ich hatte keine Wahl, entweder ich lasse sie rein oder sie zeigen mich an. Ich studiere allerdings Jura und ich weiß, dass ich mit einer Anzeige im Führungszeugnis nicht in die Anwaltskammer zugelassen werde.

Sehr geehrter Ratsuchender,

habe Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen: Wie hoch ist denn der Schaden? (Ausgehend von den 36 Teilen und ausgehend von den 16 Teilen?)

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Maximal 3600 Euro. Eigentlich wollten Sie mir eine Auflistung der Sachen geben, die sie aus meinem Haus mitgenommen haben. Bis heute habe ich aber nichts bekommen. Und als ich nach Nachweisen und einer Erklärung, wie sie auf 10.000 Euro kommen gefragt habe, bekam ich keine Antwort. Entweder ich nehme den Deal an oder die gehen zur Polizei.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank.

Wenn die Summe die man von Ihnen fordert in keinem Verhältnis zum Schaden steht, also die Gegenseite etwas von Ihnen will worauf sie gar keinen Anspruch hat, d***** *****egt darin meiner Ansicht nach selbst eine strafbare Handlung (Nötigung, Erpressung) vor.

Wenn Sie als Ersttäter einen Diebstahl mit einem Schaden von 3600 EUR begangen haben, dann werden Sie eine Geldstrafe erhalten. Ob Ihnen deswegen die Zulassung zur Anwaltschaft versagt wird, wage ich im Hinblick auf § 7 BRAO zu bezeifeln.

So wie Sie mir den Fall schildern nutzt Ihr Arbeitgeber die Situation reichlich zu seinem Vorteil aus. Ich sehe hier halt die Gefahr, dass Sie künftig für den Arbeitgeber weiterhin erpressbar bleiben. Auch wenn Sie die 10.000 EUR zahlen, so hindert den Arbeitgeber nichts, Sie dennoch anzuzeigen und weiteres Geld von Ihnen zu fordern.

Meiner Ansicht nach sollten Sie den entstandene Schaden wieder gut machen, sich (soweit noch nicht geschehen) für die Tat entschuldigen, mehr aber auch nicht.

Sollte die Gegenseite sich darauf nicht einlassen, dann wäre zu überlegen, ob Sie hier nicht selbst der Gegenseite zuvorkommen und (mit Hilfe eines Anwaltskollegen vor Ort) die Angelegenheit selbst zur Anzeige bringen. Dies würde ich dem Arbeitgeber tatsächlich auch so mitteilen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank für Ihre ausführliche Rückmeldung! War mein Arbeitgeber berechtigt, zu mir nach Hause zu kommen und die Sachen mitzunehmen? Ich war damit nicht einverstanden, daraufhun hieß es, entweder ich erlaube das oder Sie würden mich anzeigen. Darunter waren auch viele ältere Sachen, die meinen Eltern gehören und die ich auch nicht wieder bekommen habe noch einen Nachweis, dass Sie die Sachen mitgenommen haben.

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Arbeitgeber war weder berechtigt Ihre Wohnung zu betreten noch Ihre Sachen zu durchsuchen noch die Sachen von Ihnen und Ihren Eltern mitzunehmen.

Ich finde das Verhalten dieses Arbeitgebers höchst befremdlich und von einem seriösen Arbeitgeber nicht zu erwarten. Wenn sich hier schon der Arbeitgeber so unseriös verhält, dann ist natürlich zu befürchten, dass er es auch in Zukunft, also auch nach Zahlung der 10.000 EUR zu handhaben wird.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Eine letzte Frage hätte ich noch. Muss ich die Inventurkosten tragen? Schließlich haben Sie Videoaufnahmen, die sehr genau zeigen, was ich mitgenommen habe.
Sie haben sogar Aufnahmen über Monate hinweg. Wenn ich richtig informiert bin, ist das nach der DSGVO überhaupt nicht mehr erlaubt. Stimmt das?

Sehr geehrter Ratsuchender,

heimliche Videoaufnahmen sind nur dann gestattet, wenn ein konkreter Diebstahlsverdacht besteht. Ansonsten sind nur dann eine Videoüberwachung in den Verkaufs und Lagerräumen gestattet, wenn Sie als Mitarbeiter darauf hingewiesen wurden.

Die Inventurkosten als Schadensersatz müssen Sie nur dann tragen wenn durch Ihre Tat eine Inventur zwingend erforderlich ist. Wenn der Schaden anderweitig nachgewiesen werden kann, so wird eine Inventur nicht zwingend sein.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Kann man ungefähr sagen, wie hoch die Geldstrafe für mich ausfallen würde, wenn ich mich selbst anzeige?

Sehr geehrter Ratsuchender,

das ist schwierig. Erheblich wird sein, wieviele Einzeltaten Sie begangen haben.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt