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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 11556
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, kürzlich verstarb mein Vater,

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren, kürzlich verstarb mein Vater, es gab kein Testament lediglich ein Sparbuch und einen Vermögenstitel im Wert von 10 000 Euro. Diese 10 000 Euro wurden von meinem Vater zur Abdeckung sämtlicher Kosten der Erbschaft (Begründung leider nur in mündlicher Form) angelegt. Bei meinem letzten Bankbesuch vor 6 Jahren wurde mir der Vermögenstitel und die Eintragung meines Namens seitens des Bankbeamten und mit meinem Vater persönlich gezeigt. Nun als mein Vater verstorben ist, musste ich da der Erbschein ja erst zwei Wochen später war diese Kosten selber übernehmen. Siehe da , als ich mit dem Erbschein zur Bank ging, und die 10 000 Euro haben wollte, musste ich feststellen, das mein Vater seine Pflegerin und dessen Mutter als Erbe im Todesfall für diese 10 000 Euro eingesetzt. So schön und gut es handelt sich bei dieser Pflegerin jedoch um jene Frau die meinen Vater zu Jahreswechsel aus der Wohnung warf, sodass er zum Sozialgericht gehen musste um dort eine Sachwalterin zugeteilt zu bekommen. Mein Vater bekam starke Schmerzmittel und konnte kaum gehen, sodass er die Streichung dieser Pflegerin als Erbe einfach vergessen hat. Dir Frage lautet also ob ich hier das Erbe der Pflegerin ( au f die Strasse setzten) anfechten kann -und ob dieses Geld wie mündlich vereinbart zu Deckung sämtlicher Kosten heran zuziehen ist Hochachtungsvoll ******

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Ja, Sie können das Testament anfechten. Ob die Anfechtung durchgreift, hat im Streitfall ein Gericht zu entscheiden.

Die wesentlichen Grundvoraussetzungen die für eine erfolgreiche Anfechtung vorliegen müssen sind

- Erbberechtigter, der enterbt oder in seinem Erbteil beschnitten wurde,

- Erbunwürdigkeit des aktuellen Erben, indem der Erbe sich "verwerflich" und "unwürdig" ggü. dem Erblasser zeigt (dies kann bei Rauswurf und Aussetzung gegeben sein).

Anbei übersende ich Ihnen noch einen Link, in welchem klar erklärt die möglichen Varianten der Testamentsanfechtung aufgeführt sind:

https://www.erbrechtsinfo.at/testament-anfechtung/
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Sehr geehrter Herr Dr. Traub - es gibt kein Testament - ist das egal?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Wenn es kein Testament gibt, kann die Pflegerin nicht als Erbe eingesetzt sein. Denn per Gesetz hat diese kein Erbrecht.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Sehr geehrter Herr Dr, Traub, so einfach ist das nicht. Die Pflegerin war nicht offizielle ! sondern mein Vater ist zur Mutter der Pflegerin gezogen und hat dort sämtliche KOSTEN (Miete etc.) übernommen. Offiziell gab es natürlich keine Transaktion, da die Pflegerin ja bei der Bundesanstalt für Arbeit gemeldet ist.Bezahlt wurde sie auch indirekt über ein geschenktes Auto von meinem Vater und sonstigem. Als Pflegerin wurde die Dame offiziell nie tätig
Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Sehr geehrt Herr Dr. Traub,mein Vater ist in Gladbeck verstorben und war Deutscher !

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

dann ist keine Anfechtung des Testaments notwendig.

In diesem Fall kann der Erbe die Schenkungen widerrufen. Und zwar wegen groben Undanks und Verfehlung des Beschenkten, vgl. § 530 BGB.

Die Rückforderung hat ggü. dem Schenkungsempfänger zu erfolgen.

Hierdurch können dann die Mittel für die Beerdigung zurückgefordert werden (§ 530 BGB in Verbindung mit § 1922 BGB).

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

RA Traub und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Herr Dr. Traub welches Dokument hat die Dame zu unterschreiben, dass ich Sie nicht anzeigen brauche? ERBVERZICHTSERKÄRUNG zu Gunsten meiner Person ?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

eine Rückübertragungsverpflichtung bzgl. den empfangenen Schenkungen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-