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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 12456
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Folgende Frage: Meine Frau ist Eigentümerin eines Hauses in

Diese Antwort wurde bewertet:

Folgende Frage:
Meine Frau ist Eigentümerin eines Hauses in Geldern. Dieses Haus wurde bisher von dem nunmehr verstorbenen Vater meiner Frau bewohnt. Seinerzeit gehörte dieses Haus auch dem verstorbenen Schwiegervater. Meine Frau hat dann das Haus erworben. Im Grundbuch ist in der Abteilung 2 eingetragen, dass eine Auflassungsvormerkung meines verstorbenen Schwiegervaters an jemanden 1998 verpfändet in wurde. Hierbei hab es wohl einen Pfändungs- und Überweisungssbeschluss. Hat dieses Pfandrecht noch weiter Bestand, da nunmehr mein Schwiegervater verstorben ist? Er kann ja das Haus nunmehr nicht mehr das Haus meiner Frau vorrangig zurück erwerben. Geht sowas auf die Erben über? Meine Frau hat das Erbe ausgeschlagen. Danke!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre weitere Anfrage, welche ich gerne beantworten will.

Unabhängig vom Ableben Ihres Schwiegervaters haben (Pfand)Rechte an Immobilien weiter Bestand.

Diese gehen ggf. auch mit der Immobilie auf den Erben über. Denn mit dem Tode erlischen Verbindlichkeiten nicht, vgl. §§ 1922 ff. BGB.

D. h. es wäre zu klären, ob das Pfandrecht noch "aktiv" ist in der Form, dass die zugrunde liegende und abgesicherte Forderung noch besteht. Ist dies nicht der Fall, kann eine Löschung/Aufhebung des Pfandrechts verlangt werden.

Im Übrigen ist die Auflassungsvormerkung jedoch hinfällig, wenn das Haus bereits im Eigentum des Schwiegervaters stand. Denn dann hat die Auflassungsvormerkung keinen Sicherungszweck mehr und die Pfändung geht ebenfalls ins Leere.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
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Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Danke! ich habe hier noch ein Verständnisproblem. Mein verstorbener Schwiegervater hatte ja das Recht, das Haus zu erwerben, wenn meine Frau es veräußern würde. Dieses Recht wurde verpfändet. Wenn meine Frau das Haus jetzt verkaufen wollte, hätte dann ggf. der Pfändungsgläubiger dieses vorrangige Recht? d.h. meine Frau müsste dem Gläubiger das Haus zuerst anbieten? Mir ist unklar, was der Gläubiger hier verlangen könnte? Danke!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Klarstellung.

D***** *****delt es sich nicht um eine Auflassungsvormerkung sondern um eine VORKAUFSRECHT.

Dies ist für Ihre Frau nicht zum wirtschaftlichen Nachteil.

Ein Vorkaufsrecht wird dahingehend ausgeübt (sofern wirksam verpfändet), dass man die Immobilie regulär am Markt zum Verkauf anbietet.

Findet sich dann ein Käufer, der einen Betrag X bezahlt, kann und hat man dies dem Vorkaufsberechtigten mitzuteilen. Er hat dann zu entscheiden, ob er unter diesen Bedingungen und Konditionen das Vorkaufsrecht nutzt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

RA Traub und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
ok, jetzt habe ich es verstanden. Vielen Dank!