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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 12652
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Mein Anliegen ist eine Schenkung einer Wohnung der

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Anliegen ist eine Schenkung einer Wohnung der Großeltern an eine von drei Enkeln. In dem Fall meine Schwester, die vor den Großeltern deklariert hat, mich und meine Cousin anteilmäßig zu je 1/3 nach dem Ableben dieser auszuzahlen.

Der Opa ist Ende März diesen Jahres verstorben, die Schenkung geschah 2007. Die Schwester zeigt keine Absicht uns beiden anderen auszuzahlen. Es gibt noch einen Brief, in welchem der Opa davon überzeugt ist, dass die Schwester uns auszahlt. Im Schenkungsvertrag wurde allerdings keine Verpflichtung einer Auszahlung den anderern "Erben" festgeschrieben.

Hätten wir aufgrund der Briefe Aussicht unsere Anteile einzuklagen?

Die Schenkung fand in Polen statt. Ich habe über meinen Mann eine Rechtsschutzversicherung.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Um einen Auszahlungsanspruch ggü. der Schwester zu haben müsste ein Anspruch er Erben gegen die Schwester bestehen.

Im Schenkungsvertrag findet sich hierzu keine Regelung.

Ob der Brief hier eine Auszahlungspflichtung begründet, wäre genauer zu prüfen.

Da die Schwester sich in dem Brief nicht verpflichtet hat, wäre ein Anspruch nur gegeben, wenn der Brief als Testament anzusehen wären.

In Frage kommt hier nur ein eigenhändiges Testament nach § 2247 BGB.

Allerdings müsste der Brief als "letzter Wille" klar bezeichnet sein.

Ist dies nicht der Fall, dürfte ein Auszahlungsanspruch mangels Anspruchsgrundlage scheitern. Zumal die Schenkung länger als 10 Jahre zurück liegt.
Ich bedaure Ihnen keine positivere rechtliche Einschätzung übermitteln zu können, würde mich jedoch gleichwohl über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Bemühungen und die Vornahme meiner rechtlichen Ausführungen freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Bitte beachten Sie, dass sich meine rechtliche Beurteilung auf den geschilderten Sachverhalt bezieht und das Hinzufügen bzw. Weglassen relevanter Sachverhaltsangaben zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Wie wird denn ein "letzter Wille" definiert? Ich nehme an, dass dies nicht auf einen Brief zutrifft, welcher 12 Jahre zurück liegt, oder? Im Brief schreibt der Opa eindeutig, dass er meinen Cousin und mich als gleichberechtigte Erben betrachtet und davon, dass er davon überzeugt sei, dass die Schwester die Anteile an uns auszuzahlt.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
nein, dass wird mir zu teuer.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),gerne.Der letzte Wille an sich ist schwer zu definieren und kann nicht "schablonenhaft" benannt werden.Wenn in dem Brief jedoch die Erbenstellung benannt wird, kann der Brief ein Teiltestament darstellen.Im Streitfall hätte dies ein Gericht durch Würdigung und Auslegung zu beurteilen.Mit freundlichen GrüßenDr. Traub-Rechtsanwalt-
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Beratung.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
es freut mich, wenn ich Ihnen bei Ihrem Anliegen weiter helfen konnte und stehe Ihnen auch in Zukunft gerne über JustAnswer zur Verfügung.
Über die Abgabe einer positiven Bewertung (anklicken zwischen 3 - 5 Bewertungssternen oberhalb der Fragebox links/rechts) für meine Ausführungen würde ich mich freuen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

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